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Signs - Zeichen

Übernatürlicher Thriller über einen Farmbesitzer, der in einem seiner Maisfelder ein geheimnisvolles Muster aus Kreisen und Linien entdeckt.


Signs - Zeichen

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Erhältlich seit:
13.11.2008

Originaltitel: Signs

Thriller/ Science Fiction

USA 2002
Laufzeit: 106 Min.
FSK: ab 12

Mel Gibson
Joaquin Phoenix
Rory Culkin

Regie: M. Night Shyamalan
Walt Disney Studios Home Entertainment

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Signs-Fiction mit Gänsehautgarantie: Superstar Mel Gibson im neuen Sensations-schocker des Machers von "The Sixth Sense" und "Unbreakable - Unzerbrechlich".

Ständig neue Zeichen

Ständig neue Zeichen

Zwei Filme reichten aus, um aus dem davor völlig unbekannten M. Night Shyamalan eine lebende Regielegende, den "neuen Spielberg" ("Newsweek") zu machen. Die Toten ließ er zurückkehren in "The Sixth Sense" und landete damit einen der größten Filmhits aller Zeiten. In "Unbreakable - Unzerbrechlich" überlebte ein ganz einfacher Mann größte Katastrophen völlig unbeschadet und versuchte gemeinsam mit dem Publikum, sein Schicksal zu entschlüsseln.

Der Horrorfilm ist das Metier von Shyamalan, allerdings ohne Monster, Gewalt und Blut, dafür aber mit düsterer Atmosphäre, ganz großen Emotionen und überraschenden Auflösungen, über die man nach dem Kinobesuch einfach sprechen muss.

"Signs - Zeichen", Shyamalans dritter Schocker in Folge, bildet da keine Ausnahme. Und viele Leute sprechen über ihn: In den USA stellte der Mysterythriller mit einem Startergebnis von 60,3 Mio. Dollar gleich mehrere Rekorde auf. Kein Wunder, ist es doch Shyamalans bester und intensivster Film bisher, der tief im Horrorfundus wühlt, seine zahllosen Schocks aber souverän präsentiert wie kein Film davor.

Die Familie im Kornfeld: <br />Was ist hier passiert?

Die Familie im Kornfeld: <br />Was ist hier passiert?

Im Mittelpunkt steht der Farmer Graham Hess (Mel Gibson übernahm den Jedermannpart, der bei Shyamalan bislang von Bruce Willis gespielt wurde), der seit dem tragischen Tod seiner Frau zurückgezogen auf seiner entlegenen Farm lebt. Mit Hilfe seines Bruders Merrill, einem liebenswerten Dauerversager, der so recht kein Bein auf den Boden kriegen mag, zieht Graham seine beiden Kids auf. Das ist der Stand der Dinge, bei dem "Signs - Zeichen" einsetzt.

Von den Schreien seiner Kinder geweckt, stürzt Graham nach draußen, wo ihn eine Überraschung erwartet: ein gigantischer, geometrisch präzise abgezirkelter Kornkreis mitten in seinem Maisfeld. Ein Streich? Oder etwa ein Zeichen? Während das Fernsehen von weiteren Kornkreisen auf der ganzen Welt berichtet und gar eine Invasion von Außerirdischen befürchtet wird, sieht sich Graham auf seiner Farm mit immer unheimlicheren Geschehnissen konfrontiert...

Unheimliche Entdeckungen

Unheimliche Entdeckungen

Mehr über die Handlung von "Signs" zu verraten, würde den Spaß verderben. Deswegen sei nur gesagt: Mit simpelsten Mitteln schafft Shyamalan eine Atmosphäre des Terrors. Ein Maisfeld im Dunkeln, vorbeihuschende Schatten, unerwartete Bewegungen. Nie weiß man, was ist Schocktaktik, wohinter könnte womöglich eine tiefere Bedeutung für die Handlung stecken.

Natürlich macht sich Mel Gibson ausgezeichnet als aufrechter Fels in der Brandung des Horrors, der pausenlos Haken schlägt.

So ist nie ganz klar, worauf dieses kleine bisschen Horrorschau tatsächlich hinausläuft. Also: wohlige Gänsehaut!

Signs - Zeichen

Ein kleines bisschen Horrorschau: Nach dem eigenwilligen "Unbreakable" kehrt M. Night Shyamalan mit seinem fünften Spielfilm in die Gruselwelt von "The Sixth Sense" zurück: Angereichert um das spirituelle Sendungsbewusstsein seines Frühwerks "Wide Awake", geht es auch hier um ein übernatürliches Phänomen, mit simplen Mitteln erzielte, clever ausgereizte Hochspannung, die das eigentliche Anliegen des Filmemachers wie eine Tarnung verdeckt, und eine hochemotionale Auflösung, die weniger mit der zunächst verfolgten Story, als den inneren Konflikten der Hauptfigur zu tun hat. Neu in einem Shyamalan-Film ist Mel Gibson, der Bruce Willis als Jedermann-Held ablöst und die gewohnt überzeugende Figur abgibt in seiner Paraderolle als Patriarch, der seine Familie vor einer übermächtigen Bedrohung schützen muss.

Im Titel schon steckt ein Hinweis auf die Lösung der Rätsel, mit denen M. Night Shyamalan sein Publikum diesmal beschäftigt, um es, quasi durch die Hintertür, an die eigentlichen, diesmal religiösen (Glaubens-)Konflikte seines anfangs lupenreinen Gruselfilms zu führen. Gleichzeitig verweist der Titel auch auf das ureigentliche Wesen des archetypischen Ablenkungskinos, dem Shyamalan nur zu gerne fröhnt. Bei "Signs" geht er künstlerisch zwar erkennbar wieder einen Schritt zurück, als Architekt eines funktionierenden, kommerziellen Gesamtpakets übertrifft er sich indes selbst: Nicht nur der Film selbst wird in diesem Package vermarktet. Mit ihm ist auch die Story gleich Teil des Werbekonzepts, das die Aufmerksamkeit des Publikums im Vorfeld ganz auf die bis heute vermeintlich ungeklärte Herkunft der sogenannten Kornkreise lenkt. Mehr als ein Sprungbrett, um in die Geschichte einzutauchen, ist das Phänomen indes nicht. Denn nach einer ersten prickelnden Sequenz im Maisfeld, begleitet von langsamen, bedeutungsschwangeren Kamerafahrten, haben diese Zeichen ihre Schuldigkeit bereits getan: Schnell ist klar, dass die Kreise in den Maisfeldern des Farmers Gordon Hess irgendwo in Pennsylvania Vorboten einer Invasion Außerirdischer sind, deren globale Entwicklung man in parallelen Fernsehberichten mitverfolgen kann. Nachdem also ein "Independence Day" im Miniformat als Kulisse etabliert ist, lenkt Shyamalan den Fokus auf Hess, einen ehemaligen Priester, der nach dem traumatisierenden Unfalltod seiner Frau vom Glauben abgefallen ist und sein Bäffchen an den Nagel gehenkt hat. Mit seinem Bruder Merrill (Joaquin Phoenix), einem ewigen Baseballtalent, zieht er in der Abgeschiedenheit seiner Farm seine Kinder auf, den aufgeweckten Asthmatiker Morgan und die kleine Bo, die immer und überall halbvolle Wassergläser stehen lässt. Mit minimalsten Mitteln erzeugt Shyamalan in ihrer abgeschiedenen Welt ein Maximum an Spannung. Man muss Gordon des nachts durch das Maisfeld begleiten und erhascht im Licht seiner Taschenlampe eine schemenhafte Figur; ein Babyphone übermittelt verblüffende Geräusche und Mitteilungen; Gordon hat ein haariges Treffen mit dem Mann, der seine Frau anfuhr, und trifft in dessen Haus auf ein in eine Kammer gesperrtes Alien.

Einen spannenderen Sommer-Schocker kann man sich bis zu diesem Zeitpunkt kaum wünschen. Doch dann wird klar, dass diese mit allem nötigen Filmluxus ausgestattete "Twilight Zone"-Signs-Fiction in einer Art "Panic Farm" in einer Konfrontation der im Keller eingezingelten Familie mit den Außerirdischen kulminieren wird. Wer die Zeichen richtig gedeutet hat, kann spätestens jetzt ahnen, worauf Shyamalan letztendlich abzielt. In einer Schlüsselszene davor hat Gordon seinem Bruder die Glaubensfrage gestellt - nun ist er selbst in die Pflicht genommen, alle Zeichen zu werten. Doch gerade als Glaubensdiskurs kommt "Signs" kaum über "Wort zum Sonntag"-Niveau hinaus: Wenig mehr als Platitüden hat Shyamalan auf dieser ihm offensichtlich so wichtigen Ebene nicht zu bieten. Für ihn als Filmemacher erweist es sich allerdings noch als wesentlich problematischer, dass die Mechanik seines immer gleichen Plottingsystems erschreckend offensichtlich geworden ist: Zu deutlich erkennt man die Bedeutung einzelner vermeintlicher Zufälligkeiten für die Gesamtstruktur, zu selbstgefällig positioniert er seine Figuren, um am Ende den großen Payoff folgen zu lassen. Das soll nicht bedeuten, dass "Signs" nicht funktioniert: Vor allem als Reißer, der gezielte Schockmomente stets mit überraschend effektivem Humor ausgleicht, kann er überzeugen. Aber der Film selbst ist auch als Zeichen für Shyamalan zu werten, fortan wieder neue Wege einzuschlagen. ts.

Darsteller:  Mel Gibson   als Graham Hess
  Joaquin Phoenix   als Merrill Hess
  Rory Culkin   als Morgan Hess
  Abigail Breslin   als Bo Hess
  Patricia Kalember   als Colleen Hess
  Cherry Jones   als Officer Caroline Paski
  M. Night Shyamalan   als Ray Reddy
 
Regie:  M. Night Shyamalan  
Buch:  M. Night Shyamalan  
Musik:  James Newton Howard  
Kamera:  Tak Fujimoto  
Produzent:  M. Night Shyamalan  
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