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Kaufvideo
Erhältlich seit:
20.03.2003
USA 1998
Laufzeit: 109 Min.
FSK: ab 6
Ian Michael Smith
Joseph Mazzello
Ashley Judd
Regie: Mark Steven Johnson
Buena Vista Home Entertainment

Es ist kein leichter Stoff, den sich Regienovize Mark Steven Johnson, der bisher als Drehbuchautor von "Ein verrücktes Paar" und dessen Sequel von sich reden machte, für sein Debüt ausgesucht hat. Bisherige John-Irving-Adaptionen wie "Garp - und wie er die Welt sah" und "Hotel New Hampshire" taten sich bereits nicht leicht, den extravaganten und nuancierten Ton des Autoren auf Zelluloid zu übersetzen. "Simon Birch", von Irvings Roman "A Prayer for Owen Meany" inspiriert, konzentriert sich lediglich auf einen Ausschnitt der Vorlage (das zentrale Thema des Vietnamkriegs wird hier völlig ausgeklammert - daher die von John Irving verlangte Titeländerung und der Ausdruck "inspiriert") und dürfte von einem Teil des Kinopublikums als herzerwärmende und inspirierende Tragikomödie angesehen werden, während andere das allemal liebevoll erzählte Melodram als saccharinsüßes sentimentales Schnulzenstück abtun werden.
Seinen Ausgang und Ausklang nimmt das Coming-Of-Age-Drama mit einem Friedhofs-Kurzauftritt am Grabstein der Titelfigur von Jim Carrey, für dessen übliche Gage von 20 Mio. Dollar der gesamte Film realisiert wurde. Carrey erzählt aus dem Off die rührende Geschichte von Freundschaft, Gottesfürchtigkeit und Vorbestimmung, die sich im Jahre 1964 in einem idyllischen Städtchen in New England zuträgt. Als damals Zwölfjähriger ("Jurassic Park"-Kid Joseph Mazello) verbindet ihn mit dem zwergenwüchsigen Simon Birch (Ian Michael Smith) eine tiefe Freundschaft, da beide von ihrer Umgebung als Außenseiter angesehen werden. Der Erzähler ist ein unehelicher Junge, dem von seiner Mutter (Ashley Judd) die Identität des Vaters verschwiegen wird. Der hochintelligente Simon hingegen wird von seinen Eltern völlig ignoriert und versetzt Autoritätsfiguren wie den Pastor (David Strathairn, der bereits in "Am wilden Fluß" mit Mazello vor der Kamera stand) mit frühreifen Fragen nach Gott und Glauben in Rage. Simon läßt sich allerdings von niemanden einschüchtern und ist überzeugt, daß Gott einen Plan für ihn hat und er eines Tages ein Held sein wird.
Die beiden jugendlichen Darsteller schlagen sich wacker in ihren anspruchsvollen Rollen, wobei sich Mazello bereits in dem Aids-Drama "Mississippi - Fluß der Hoffnung" auf zumindest teilweise ähnlichem Terrain mit schwerwiegenden Themen wie Verlust und Trauer und Fragen nach dem Sinn des Lebens auseinandersetzte. Bei der Inszenierung schleichen sich einige sentimentale Schwerfälligkeiten ein, die vom bombastischen Score bisweilen ungünstig betont werden. Dabei gelingt dem Regisseur sonst eine recht gelungene Gratwanderung, wenn er der weitgehend ernsten Moritat z. B. eine slapstick-artige Weihnachtsspielaufführung entgegensetzt. Insgesamt kommt "Simon Birch" trotz vieler Tugenden und schöner momente allerdings nicht gegen den inhaltlich durchaus ähnlichen "The Mighty", der genau dann vor Inspiration strotzt, wenn Johnsons Inszenierung umständlich wirkt. ara.
| Darsteller: | Ian Michael Smith | als Simon Birch | |
|---|---|---|---|
| Joseph Mazzello | als Joe Wenteworth | ||
| Ashley Judd | als Rebecca Wenteworth | ||
| Oliver Platt | als Ben Goodrich | ||
| David Strathairn | als Reverend Russell | ||
| Dana Ivey | als Großmutter Wentweorth | ||
| Beatrice Winde | als Hilde Grove | ||
| Jan Hooks | als Miss Leavey | ||
| Ceciley Carroll | als Marjorie | ||
| Sumela-Rose Keramidopulos | als Ann | ||
| Sam Morton | als Stuart | ||
| Jim Carrey | als Erwachsener Joe Wenteworth | ||
| Regie: | Mark Steven Johnson | ||
| Buch: | Mark Steven Johnson | ||
| Musik: | Marc Shaiman | ||
| Kamera: | Aaron Schneider | ||
| Produzent: | Roger Birnbaum | ||
| Laurence Mark | |||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch, Englisch, Italienisch
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Bildformat: 1:1,85/16:9
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