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Leihvideo
Erhältlich seit:
07.10.2004
Dänemark 2003
Laufzeit: 104 Min.
FSK: ab 12
Iben Hjejle
Bronagh Gallagher
Martin Henderson
Regie: Søren Kragh-Jacobsen
EuroVideo Bildprogramm

Fünf Jahre nach dem Dogma-Film "Mifune", dem erstem Teil der Trilogie "Die Jungfrau und die Hure", überrascht Sören Kragh-Jacobsen mit dem ganz konventionell und ohne Dogma-Regeln inszenierten zweiten Teil, erneut mit Iben Hjejle (diesmal als "Leihmutter") in der Hauptrolle. "Skagerrak" verknüpft Komödie und Drama, Märchen und harte Wirklichkeit zu einem augenzwinkernden Blick auf den Trend zur modernen Patchwork-Familie.
Am Anfang amüsieren sich die Dänin Marie und die Irin Sophie über die Vorstellung der für sie spießigen Perspektive à la Vater, Mutter, Kind - am Ende steht genau diese Konstellation, wenn auch nicht im streng bürgerlichen Sinne. Dazwischen liegt eine turbulente Zeit schmerzvoller Erfahrungen, Launen der Lust und des Wartens auf eine winzige Glückssträhne. Die beiden Mädels verdienen ihre Brötchen durch Gelegenheitsjobs, tingeln durch die Welt und wollen etwas erleben. Nach einigen Monaten auf einer Bohrinsel vor der Küste Schottlands landen sie in einem Hafenstädtchen, reißen in der zweifelhaften Bar zwei Typen auf, die am nächsten Morgen nach dem Sex verschwinden - samt ihrer schwer erarbeiteter Barschaft. Nach dem ernüchternden Kassensturz scheint es das Schicksal gut mit ihnen zu meinen: Der Earl of Glomis bietet 40.000 Pfund bei freier Unterkunft und Zahlung aller Kosten, wenn Marie sich als Leihmutter zur Verfügung stellt und zur Erhaltung des Adelgeschlechts das Kind seines Sohnes austrägt, weil die Schwiegertochter unfruchtbar ist. Erst als Sophie verspricht, während der neun Monate nicht von ihrer Seite zu weichen, willigt Marie zögernd in den abstrusen Handel ein. Der Plan zerplatzt.
Sören Kragh-Jacobsens Erzählung einer jungen Leihmutter, die sich emotional auf dünnem Eis bewegt, strotzt vor unvorhergesehenen Twists - von der anfänglich scheinbar leichtfüßigen Frauen-Komödie wechselt er abrupt zum Drama, das überraschende Happy End entwächst dem Chaos. Feinfühlig zeichnet er die Folgen der unüberlegten Entscheidung und die Einsamkeit des Mädchens nach dem Verlust der Freundin. Wenn sich Marie mit einem Foto auf die Suche nach Sophies Exfreund macht und in einer Garage namens Skagerrak in Glasgow auf drei Kerle trifft, die wie die Fehlentwicklung der Evolution wirken und ihr das Blaue vom Himmel herunterlügen, sie dann aber liebevoll bei der Geburt unterstützen, der blaublütige Opa auftaucht, um "seinen" Enkel abzuholen und samt degeneriertem Anhang entsetzt auf das farbige Baby schaut, sind Lacher garantiert. Bis sich dann eine höchst wunderliche Familienkombination bildet, verwöhnt der Däne mit Sarkasmus und (nordischem) Humor, Gefühl und Komik, verziert das Ganze mit einer kräftigen Dosis "human touch". Natürlich löst sich im wahren Leben nicht immer alles so reibungslos auf. Aber diese Erkenntnis mindert mitnichten das Vergnügen, gönnt man den schrägen Gestalten doch das Glück von ganzem Herzen. mk.
| Darsteller: | Iben Hjejle | als Marie | |
|---|---|---|---|
| Bronagh Gallagher | als Sophie | ||
| Martin Henderson | als Ian | ||
| Ewen Bremner | als Gabriel | ||
| Simon McBurney | als Thomas | ||
| Gary Lewis | als Willy | ||
| James Cosmo | als Sir Robert Lumley | ||
| Helen Baxendale | als Stella | ||
| Scott Handy | als Roman | ||
| Tam Dean Burn | als Dr. Meisling | ||
| Eric Joseph | als farbiger Matrose | ||
| George McNeilage | als weißer Matrose | ||
| Russell Hunter | als Pfarrer | ||
| Regie: | Søren Kragh-Jacobsen | ||
| Buch: | Søren Kragh-Jacobsen | ||
| Anders Thomas Jensen | |||
| Musik: | Jacob Groth | ||
| Kamera: | Eric Kress | ||
| Produzent: | Lars Bredo Rahbek | ||
| Bo Ehrhardt | |||
Skagerrak in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Deutsch DD 2.0, Englisch DD 5.1, Englisch DD 2.0
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Bildformat: 1:2,35/16:9
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