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Sleepers

Aufwühlendes Porträt einer 20 Jahre überdauernden Freundschaft nach dem umstrittenen, autobiografischen Bestseller.


Sleepers

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Erhältlich seit:
17.03.2011

Drama

USA 1996
Laufzeit: 146 Min.
FSK: ab 16

Kevin Bacon
Robert De Niro
Dustin Hoffman

Regie: Barry Levinson
Universal Pictures Germany

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Sleepers

New York in den sechziger Jahren. Vier Freunde gehen im Stadtviertel Hell's Kitchen gemeinsam durch dick und dünn. Ihr Leben wird von einem resoluten Priester auf der einen und einem mächtigen Mafioso auf der anderen Seite bestimmt. Als einer ihrer Lausbubenstreiche beinahe tödlich endet, landen sie im Jugendknast, wo sie von dem sadistischen Aufseher Nokes auf bestialische Weise mißhandelt werden. Zurück in der Freiheit schießen zwei der Freunde den verhaßten Nokes nieder, worauf es zu einem aufsehenerregenden Gerichtsprozeß kommt.

Nach seinem Hit "Enthüllung" verfolgt Oscar-Preisträger Barry Levinson ("Rain Man") in seinem breitangelegten Epos über knapp drei Jahrzehnte das Schicksal von vier New Yorker Freunden. Die auf Lorenzo Caracaterras autobiografischem Bestseller basierende Story besticht durch die erlesene Ausstattung, die prächtigen Bildkompositionen und die exakte Schilderung von Milieu und Charakteren. Das größte Plus des Eröffnungsfilms der Biennale von Venedig'96 aber ist sein Star-Ensemble, das von Brad Pitt, Robert De Niro und Dustin Hoffman angeführt wird. Das allein sorgt bei diesem komplexen Drama für höchste Qualität.

Sleepers

Nach einer knapp fünf Jahre andauernden kommerziellen Durststrecke, die 1990 mit "Avalon" begann, zeigte sich Oscar-Preisträger Barry Levinson ("Rain Man") im letzten Jahr bestens erholt und konnte mit seiner Crichton-Adaption "Enthüllung" einen internationalen Box-Office-Hit landen. Bei seinem aktuellen Werk, das auf dem äußerst kontroversen, autobiographischen Bestseller Lorenzo Carcaterras basiert und das Schicksal von vier New Yorkern über zwei Jahrzehnte hinweg verfolgt, liegt ein ähnlicher Erfolg im Bereich des Möglichen. Levinson konnte für "Sleepers", dem offiziellen Eröffnungsfilm der 53. Filmfestspiele von Venedig, ein Star-Ensemble, das von Robert De Niro über Dustin Hoffman bis hin zu Brad Pitt reicht, vor der Kamera vereinen.

Regisseur und Drehbuchautor Levinson gliedert sein episches Drama in drei Episoden. Zunächst erzählt er von vier unzertrennlichen Jungen, die im Stadtviertel Hell's Kitchen der sechziger Jahre gemeinsam durch dick und dünn gehen. Das Leben und Streben der Freunde wird von einem resoluten Priester (grandios und souverän: Robert De Niro) auf der einen, von einem mächtigen Mafioso (Vittorio Gassman) auf der anderen Seite bestimmt. Als ein unbesonnener Lausbubenstreich fast ein Todesopfer fordert, landet das Quartett vor dem Jugendgericht und schließlich in der Besserungsanstalt. Dieser zweite, ebenso grausame wie harte Teil gehört Kevin Bacon, der den sadistischen Aufseher Nokes mit ungeheuerer Intensität spielt. Dieser demütigt, mißhandelt und vergewaltigt seine minderjährigen Gefangenen solange, bis auch ihr letzter Widerstand gebrochen ist. Das abschließende Drittel von "Sleepers" ist in den Achtzigern angesiedelt. Zwei der Freunde sind professionelle Killer geworden. Als die beiden in einer Kneipe per Zufall auf den verhaßten Nokes treffen, schießen sie ihn kaltblütig nieder. In der Folge kommt es zu einem spektakulären Gerichtsprozeß, bei dem nicht nur die Vergangenheit wieder aufgerollt wird, sondern die Jugendfreunde - einer von ihnen hat es immerhin zum Anwalt gebracht - beweisen, daß sie sich immer noch vollkommen aufeinander verlassen können.

Wie jeder Levinson-Film besticht auch dieser durch die erlesene, minutiöse Ausstattung, die exakte Zeichnung der Charaktere und bestechende Bildkompositionen, wenn auch Kameramann Michael Ballhaus ein wenig zu selbstverliebt den nach ihm benannten Kreisel immer und immer wieder einsetzt. In seinem präzisen period piece, das natürlich auch ein americana im Stile von Sergio Leones "Es war einmal in Amerika" ist, interessiert sich der Filmemacher vor allem dafür, wie ein einziges Erlebnis den Lebenslauf eines Menschen in eine völlig andere Bahn lenken kann. So gehören denn auch die ersten beiden "Geschichten", die sich um das tragische Schicksal der Jugendlichen drehen, zu den stärkeren des Werks, und das, obwohl der letzte Teil mit Dustin Hoffman und Brad Pitt - als bieder wirkender Anwalt völlig gegen den Strich besetzt - wesentlich hochkarätiger besetzt ist. Die Geschehnisse in Hell's Kitchen und im Jugendgefängnis sind einfach weitaus spannender und aufregender inszeniert als die eher konventionelle Schlußphase des Films mit ihren "typischen" Gerichtssaalszenen. Mit "Sleepers", so nennt man in den USA angeblich jugendliche Delinquenten, hat der neue deutsche Verleih Polygram einen Fim im Programm, der in künstlerischer Hinsicht kaum Wünsche offen läßt. Jetzt kommt es jedoch auf eine geschickte Marketingstrategie an, soll sich auch der kommerzielle Erfolg einstellen. Denn die großartige Besetzung sorgt für hohe Aufmerksamkeit für dieses komplexe Drama, macht es aber nicht automatisch zum Hit an der Kinokasse. lasso.

Sleepers

Vier Freunde wachsen zusammen im berüchtigten New Yorker Stadtteil Hell's Kitchen auf. Als einer ihrer Streiche schief geht, lässt sie das Gericht in eine Besserungsanstalt sperren, in der die Jugendlichen von sadistischen Aufsehern bis aufs Blut gequält werden. Als sich die vier Freunde fünfzehn Jahre später wiederfinden, schließen sie einen Pakt, um Rache an ihren früheren Peinigern zu nehmen ...

Quelle: Universal Pictures

Darsteller:  Kevin Bacon   als Sean Nokes
  Robert De Niro   als Father Bobby
  Dustin Hoffman   als Danny Snyder
  Jason Patric   als Shakes
  Brad Pitt   als Michael
  Minnie Driver   als Carol
  Vittorio Gassman   als King Benny
  Billy Crudup   als Tommy
  Ron Eldard   als John
  Terry Kinney   als Ferguson
  Joe Perrino   als junger Shakes
  Brad Renfro   als junger Michael
  Jonathan Tucker   als junger Tommy
  Geoffrey Wigdor   als junger John
  Bruno Kirby   als Shakes' Vater
  Frank Medrano   als Fat Mancho
  Aida Turturro  
 
Regie:  Barry Levinson  
Buch:  Barry Levinson  
Musik:  John Williams  
Kamera:  Michael Ballhaus  
Produzent:  Barry Levinson  
  Steve Golin  
 

Fassungen

 

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Features

 

Star

Kevin Bacon

Seine Fähigkeit, unsympathischen Charakteren freundliche Züge zu verleihen und faszinierende, von einer fixen Idee besessene Personen zu spielen...

 

Star

Robert De Niro

Ausnahmeschauspieler, Chamäleon, legitimer Nachfolger des Jahrhundertmimen Marlon Brando: Für den 1943 in New York geborenen Robert De Niro...