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Sleepy Hollow

Der New Yorker Polizist Ichabod Crane soll 1799 im Städtchen Sleepy Hollow die Ermordung dreier Menschen, die ohne Kopf aufgefunden wurden, aufklären. Im Gegensatz zu den Stadtbewohnern weigert sich der rational denkende Crane zunächst, an eine übernatürliche Erklärung zu glauben. Tim Burtons mitreißendes Horror-Märchen nach der Vorlage von Washington Irving, brillant ins Bild gesetzt von Emmanuel Lubezki und mit einem überzeugenden Johnny Depp als Vertreter der Vernunft und Staatsgewalt.


Sleepy Hollow

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Erhältlich seit:
02.10.2008

Horror

USA 1999
Laufzeit: 105 Min.
FSK: ab 16

Johnny Depp
Christina Ricci
Miranda Richardson

Regie: Tim Burton
Highlight Communications (Deutschland)

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Johnny Depp muss eine rätselhafte Mordserie aufklären. Der Hauptverdächtige ist allerdings ein kopfloser Reiter.

Der kopflose Reiter schwingt sein Schwert (Foto: Constantin) Großansicht

Der kopflose Reiter schwingt sein Schwert (Foto: Constantin)

Im Jahre 1799 wird der New Yorker Constable Ichabod Crane (Johnny Depp) in das Städtchen Sleepy Hollow entsandt, wo innerhalb kürzester Zeit drei geköpfte Leichen aufgefunden wurden. Im Ort munkelt man, dass hinter diesen Morden der Geist eines kopflosen Reiters steckt.

Doch Crane, aufgeklärt und fortschrittlich, ist sich sicher, dass es eine logische, sprich natürliche Erklärung für all die absonderlichen Vorkommnisse gibt. Weit gefehlt! Der aufrechte Gesetzeshüter muss sich alsbald die Existenz des mysteriösen Reiters eingestehen.

Ichabod Crane glaubt eigentlich nicht an Geister (Foto: Constantin) Großansicht

Ichabod Crane glaubt eigentlich nicht an Geister (Foto: Constantin)

Meister der Schauermär

Schauerlich-schönes, tricktechnisch exzellentes Horror-Märchen von Tim Burton, dem Meister subtiler Gruselstories ("Edward mit den Scherenhänden"), nach einer Erzählung von Washington Irving inszeniert. Für die perfekte Symbiose von Bildern, Musik und Spiel sorgen die "gotischen Gemälde" von Kameramann Emmanuel Lubezki, die sphärischen Klangbilder von Komponist Danny Elfman sowie der überzeugende Auftritt Johnny Depps als steif-schüchterner Cop. Bis in die Nebenrollen exquisit besetztes Grusel-Meisterstück.

Sleepy Hollow

Köpfe rollen - und so manchem werden die Augen übergehen. Einmal mehr stellt Tim "Batman" Burton mit seinem opulenten und symbolträchtigen Horrormärchen "Sleepy Hollow" faszinierend unter Beweis, daß er einer der visuell virtuosesten Big-Budget-Regisseure ist. Inspiriert von der klassischen Kurzgeschichte "The Legend of Sleepy Hollow" von Irving Washington, erzählt Burton seine innovative Version der haarsträubenden Schauermär des kopflosen Reiters, der seinen Opfern im schwertumdrehen die Köpfe abtrennt. Im Zentrum des anno 1799 angesiedelten Fantasyreigens drehen sich die talentierten Protagonisten Johnny Depp und Christina Ricci im morbiden Mörder-Mystery-Menuett, das sich auf aufregende Weise vor den Horrorklassikern des Hauses Hammer verbeugt.

Das Drehbuch stammt von Andrew Kevin Walker, der bereits "Sieben" und "8mm" morbide-sinistren Schliff verpaßte und auch hier stilvoll reichlich blood, guts & gore zum Einsatz bringt. Elemente von Horror, Fantasy und Romantik wurden mit dem Over-the-top-Humor der guten alten Hammer-Filme der 50er und 60er Jahre vermengt. Einer der Veteranen von Hammer, "Dracula" Christopher Lee, mimt den Richter, der Johnny Depps Figur Ichabod Crane in die verschlafene Gemeinde Sleepy Hollow schickt, um dort eine grauenvolle Mordserie aufzuklären. Constable Crane will zunächst nicht glauben, daß es sich beim Schuldigen um den legendären kopflosen Reiter handeln soll, wie ihm alle Einwohner eindringlich versichern. Doch als er mit eigenen Augen Zeuge wird, wie der Magistrat einen Kopf kürzer gemacht wird, wird das Wertesystem des rationalen Kopfmenschen Crane gründlich auf den Kopf gestellt. Gleichzeitig hat ihm die okkult bewanderte Dorfschöne Katrina Van Tassel (Ricci) den Kopf verdreht, was ihn nicht hindert, ihren Vater (Michael Gambon), den reichsten Mann des Orts, als Auftraggeber des eifrig weitermordenen kopflosen Reiters (fast jede Enthauptung hat ihren eigenen einfallsreichen Twist) zu verdächtigen. Doch ganz so offensichtlich sind die Dinge nicht.

Depp, der nach "Edward mit den Scherenhänden" und "Ed Wood" zum dritten Mal mit Burton zusammenarbeitet, orientierte seinen Kriminalisten Crane, der bizarre Apparaturen zur Spurensicherung verwendet, an schrulligen Detektivrollen von Roddy MacDowell und sogar Angela Lansbury. Crane ist eine Figur voller Gegensätze. Er ist zugleich arrogant, überheblich, herablassend, mißtrauisch, ängstlich, mutig und romantisch. Der berittene Schlächter wird in seiner bekopften Version von Christopher Walken in einer seiner besonders skurrilen Performances gespielt. In seiner kopflosen Inkarnation befinden sich unter dem wallend-vermodernden Kostüm - entsprechend exquisite Arbeit von Peter Owen - bei den fabelhaft choreographierten Kampfsequenzen Ray Park (Darth Maul in "Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung"), und beim Erde erbebenden Galopp ist Rob Inch tätig. Eine Reihe von zuverlässigen Nebendarstellern, die von Jeffrey Jones, Miranda Richardson und "Starship Trooper" Casper Van Dien reichen, sind zuständig für den Lokalkolorit. Gefilmt wurde vor allem in England, wo auf Soundstages insgesamt über 50 verschiedene detailverliebte Sets - vom Produktionsdesigner als "stilisierter Naturalismus" bezeichnet - kreiert wurden. In seinem atmosphärischen Ambiente gleicht der cineastische Joyride "Bram Stokers Dracula" von Francis Ford Coppolas, der hier als einer der ausführenden Produzenten fungierte. Die hervorragende Kameraarbeit geht auf das Konto des Mexikaners Emmanuel Lubezki (Oscar-Nominierung für "A Little Princess"). Die Farbpalette wurde monochrom gehalten, was den Darstellern einen bleich-wächsernen Teint verleiht und das Rot des häufig spritzenden Blutes umso stärker hervorstechen läßt. Lediglich Cranes verstörende Traumsequenzen über seine Mutter (Burton-Lebensgefährtin und Muse Lisa Marie), die von seinem Vater als angebliche Hexe zu Tode gefoltert wird, leuchten in satten Primärfarben. Den passend dunklen Score liefert Burtons Langzeit-Komponist Danny Elfman, der in dieser düsteren Reise ins Übernatürliche ganz in seinem Moll-Element ist. In den USA ließ die humorvoll-hypnotische Horrorfantasie mit adrenalinanheizenden Actioneinlagen am Startwochenende nicht nur die Köpfe, sondern mit einem Einspiel von über 30 Mio. Dollar an den Kinokassen auch den Rubel rollen. ara.

Sleepy Hollow

Ichabod Crane (Johnny Depp) ist Polizist in New York 1799. Er wird in die Kleinstadt Sleepy Hollow geschickt,
um die hier geschehenen Morde aufzuklären. Die Einwohner des kleinen Städtchens glauben, der Täter sei
ein kopfloser Reiter, der aus seinem Grab auferstanden ist. Der rational denkende Crain verwirft diese Mutmaßung
zunächst als Hirngespinst - doch er wird bald eines besseren belehrt werden...

Quelle: Highlight

Sleepy Hollow - Behind the Legend (ca. 22 Min.), Interviews (ca. 30 Min.), Stimmen zu Sleepy Hollow
(ca. 11 Min.), Darstellerinfos

Quelle: Highlight

Darsteller:  Johnny Depp   als Ichabod Crane
  Christina Ricci   als Katrina Van Tassel
  Miranda Richardson   als Lady Van Tassel
  Michael Gambon   als Baltus
  Casper Van Dien   als Brom
  Jeffrey Jones   als Reverend Steenwyck
  Ian McDiarmid   als Dr. Lancaster
  Michael Gough   als Notary Hardenbrook
  Christopher Lee   als Burgomaster
  Christopher Walken   als Headless Horseman
  Richard Griffiths   als Magistrate Phillipse
  Lisa Marie   als Lady Crane
  Marc Pickering   als Young Masbath
  Steven Waddington   als Killian
  Claire Skinner   als Beth Killian
  Alun Armstrong   als High Constable
  Mark Spalding   als Jonathan Masbath
  Jessica Oyelowo   als Sarah
 
Regie:  Tim Burton  
Buch:  Andrew Kevin Walker  
  Kevin Yagher  
Musik:  Danny Elfman  
Kamera:  Emmanuel Lubezki  
Produzent:  Scott Rudin  
  Adam Schroeder  

Oscars: "Hurt Locker" sticht "Avatar" aus, Preise für Bridges, Bullock und Waltz

Eigentlich sollte die Nacht der Nächte in Hollywood diesmal nicht golden werden, sondern blau. Doch die Academy kürte nicht den Publikumsrenner "Avatar" zum großen Oscar-Sieger, sondern den Irak-Kriegsfilm "The Hurt Locker".

Die großen Sieger bei den Schauspielern: Heath Ledger, Kate Winslet und Sean Penn (Foto:  © A.M.P.A.S.) Großansicht

Die großen Sieger bei den Schauspielern: Heath Ledger, Kate Winslet und Sean Penn (Foto: © A.M.P.A.S.)

Je länger der Abend dauerte, um so frostiger wurde das Gesicht von James Cameron - bis ihm bei der Auszeichnung des Konkurrenten "Tödliches Kommando - The Hurt Locker" als bester Film schließlich das mühsame Lächeln endgültig einfror: Die Academy hat sich einmal mehr gegen den großen Publikumsrenner, "Avatar - Aufbruch nach Pandora", entschieden und statt des erfolgreichsten Films aller Zeiten das ambitionierte Irak-Kriegsdrama "Tödliches Kommando - The Hurt Locker" über ein Team von Bombenexperten mit Oscars überhäuft. Und das, obwohl Produzent Nicolas Chartier im Vorfeld mit einer Anti-Avatar-E-Mail an Jury-Mitglieder für reichlich Unmut gesorgt hatte und dafür von der Oscar-Gala verbannt worden war.

Sechs Oscars an der Zahl gab es für "Hurt Locker", darunter die beiden Preise in den Königsklassen Bester Film und Beste Regie für Kathryn Bigelow. Damit gewann erstmals eine Frau diesen begehrten Oscar - pikanterweise James Camerons Ex-Gattin, der dieser den Regie-Award allerdings im Vorfeld sogar selbst als "verdient" zugesprochen hatte. "Avatar" erhielt drei Preise, allerdings nur in eher technischen Nebenkategorien wie Visual Effects, Kamera und Ausstattung.

Jeff Bridges wurde für seine herausragende Leistung als versoffener Country-Veteran in "Crazy Heart" nach der fünften Nominierung endlich mit dem Oscar als bester Hauptdarsteller geehrt. Das gesamte Kodak-Theatre würdigte den "Dude" mit stehenden Ovationen, Bridges bedankte sich ausführlich, kämpfte mit den Tränen.

Gleich im ersten Anlauf durfte dagegen Sandra Bullock den Goldjungen für die beste weibliche Hauptrolle in Empfang nehmen. Das Football-Drama "Blind Side - Die große Chance", in dem sie nach einer wahren Begebenheit ein afroamerikanisches Talent unter ihre Fittiche nimmt, traf den Nerv der sportbegeisterten US-Amerikaner. Bullock hielt die emotionalste Dankesrede des Abends, als sie ihrer Mutter weinend für eine Erziehung im Geist von Toleranz und Gleichberechtigung dankte. Auf dem Roten Teppich hatte Sandra zuvor ihre große Nervosität gestanden und verkündet, dass sie sich nach der Verleihung "erstmal eine Ladung Pommes und einen Milchshake" gönnen werde.

 
 
Die schönsten Bilder der Oscar-Nacht

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Der Österreicher Christoph Waltz heimste nach der Palme in Cannes wie erwartet auch den Oscar für die beste Nebenrolle ein. Als schauriger SS-Mann in "Inglourious Basterds" von Quentin Tarantino, dem Waltz überschwänglich dankte, überzeugte Waltz auch die Oscar-Jury. Ein Kommentar auf dem Roten Teppich dürfte bei aller Freude über den Preis für einen deutschsprachigen Schauspieler manchem hiesigen Filmschaffenden Kopfzerbrechen bereiten, denn Christoph Waltz meinte: "In den USA werden Filme als Kunstwerk gemacht und wie eine Handelsware verkauft - in Deutschland ist es genau andersherum."

Auch bei den weiblichen Nebendarstellerinnen setzte sich mit Mo'Nique die Favoritin durch. Sie mimt im Drama "Precious - Das Leben ist kostbar" eine beängstigend brutale Mutter.

Die großen Verlierer des Abends waren George Clooneys "Up in the Air", der trotz sechs Nominierungen komplett leer ausging und "Inglourious Basterds", der bei sage und schreibe acht Nominierungen nur den Preis für Christoph Waltz verzeichnen konnte.

Der deuschte Beitrag "Das weiße Band" hatte zwar im Vorfeld als Favorit für den Auslands-Oscar gegolten, zog aber gegen den argentinischen Thriller "El secreto de sus ojos" den Kürzeren. Einen der größten Lacher einer an Höhepunkten eher armen Gala erzielte dabei Regisseur Juan José Campanella, als er der Academy dankte, dass diese Na'vi nicht als Fremdsprache anerkannt hatte und "Avatar" deshalb nicht für den Auslands-Oscar zuließ.

Als bester Animationsfilm wurde wie erwartet "Oben" ausgezeichnet, dazu gab's noch den Oscar für die beste Filmmusik.

Das Moderatorenduo Steve Martin und Alec Baldwin konnte leider bei Weitem nicht an die turbulente Show von Hugh Jackman im vergangenen Jahr heranreichen, wirkte brav und hausbacken. Als die beiden bei der Begrüßung von James Cameron 3D-Brillen aufsetzten und Nominierungs-Königin Meryl Streep als "die Schauspielerin mit den meisten Oscar-Niederlagen" verhöhnten, gab's zumindest verhaltenen Beifall.

Highlight des Abends war eine dem aktuellen Trend geschuldete Rückschau auf Hollywoods Horrorklassiker, präsentiert von den "Twilight"-Stars Kristen Stewart und Taylor Lautner. Als Ausschnitte aus "Der weiße Hai", "Shining", "Nightmare on Elm Street", "Halloween", "Sleepy Hollow", "Psycho", "Alien", "Der Exorzist" und "Bram Stoker's Dracula" über die Leinwand flimmerten, kletterte der Puls das einzige Mal spürbar nach oben.

 

Sleepy Hollow in der Fotoshow

 

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