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Slither - Sie sind in uns

Wilder und doch augenzwinkernder Horrorfilm, in dem eine Kleinstadt von einem außerirdischen Organismus heimgesucht wird.


Slither - Sie sind in uns

Leihvideo

Erhältlich seit:
09.11.2006

Originaltitel: Slither

Horror/ Komödie

USA 2006
Laufzeit: 91 Min.
FSK: ab 16

Nathan Fillion
Elizabeth Banks
Michael Rooker

Regie: James Gunn
Universal Pictures Germany

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Wilder und doch augenzwinkernder Horrorfilm, in dem eine Kleinstadt von einem außerirdischen Organismus heimgesucht wird.

Das schleimige Monster terrorisiert die Stadt (Foto: UIP) Großansicht

Das schleimige Monster terrorisiert die Stadt (Foto: UIP)

In der verschlafenen Kleinstadt Wheelsy hält etwas Unheimliches Einzug. Immer mehr Haustiere verschwinden spurlos, und Grant Grant (Michael Rooker), der reichste Bürger der Stadt, verhält sich noch exzentrischer als sonst. Mit Hilfe von Grants Ehefrau Starla (Elizabeth Banks) macht sich Sheriff Bill Pardy (Nathan Fillion) daran, das Geheimnis von Wheelsy zu entschlüsseln.

Das hätten sie aber besser bleiben lassen sollen, denn schon bald werden sie von aggressiven Blutwürmern heimgesucht, die sie gerne in Zombies verwandeln würden.

Was mag das Ding auf dem Boden bloß sein? (Foto: UIP) Großansicht

Was mag das Ding auf dem Boden bloß sein? (Foto: UIP)

Kultige Körperfresser

Dieser Horrorsplatter legt es darauf an, inhaltlich und stilistisch mit Peter Jacksons frühen Schlachtplatten "Bad Taste" und "Braindead" zu konkurrieren. Ex-Troma-Mann James Gunn schickt "Henry - Portrait of a Serial Killer" Michael Rooker auf die Jagd nach Körperfressern, Zombies und Blutwürmern. Kultverdächtig!

Slither - Sie sind in uns

Spaß, Schocks, Schleim und Splatter sind augenzwinkerndes Programm in der Oldschool-Horrorkomödie von Drehbuchautor ("Dawn of the Dead"-Remake) James Gunn.

Gunn ist ein Mann mit vielen Facetten: Einerseits verfasste er die Skripts für die beiden "Scooby Doo"-Familienfilme, andererseits war er einst auch bei der legendären Low-Budget-Horror-Produktionsfirma Troma angestellt (deren Präsident Lloyd Kaufman hier einen Cameo-Auftritt hat). Für sein eigenes Studio-Regiedebüt (er inszenierte bereits "Tromeo and Juliet") ließ sich Gunn nicht nur von deren umfangreichen Katalog inspirieren, sondern bediente sich bei den Kultklassikern des Genres und flocht noch diverse Insiderwitze ein. Insbesondere die Horrorhits der 80er Jahre haben es ihm angetan, und so knüpft er da an, wo Peter Jackson mit "Bad Taste", "Braindead" und "Meet The Feebles" aufhörte.

Der Film beginnt Sci-Fi-mäßig mit einem Meteoritenabsturz, über den außerirdische Körperfresser in das verschlafene Kaff Wheelsy kommen und sich wie "Der Blob" parasitär-exzessiv ausbreiten. Zunächst wird jedoch nur der wohlhabende Geschäftsmann Grant Grant (ein glatzköpfiger Michael Rooker) befallen. Er ist mit der attraktiven Lehrerin Starla (Elizabeth Banks als moderne Variante der Hitchcock-Blondine) verheiratet, in die auch der lokale Sheriff Bill Pardy (Nathan Fillion aus "Serenity") schon lange verliebt ist. An ihn wendet sich Starla, als Grant beginnt, sich zunehmend seltsamer zu benehmen. Denn nicht nur sättigt Grant seine unstillbare Fleischgier mit Hunden und Wildgetier, sondern er beginnt optisch dem "Toxic Avenger" und dem unheimlichen Zwilling aus "Basket Case" zu gleichen. Darüber hinaus macht bald eine von ihm gezeugte Horde von Blutwürmern (gefräßige Mini-"Tremors - Im Land der Raketenwürmer") das Redneckdorf unsicher. Dadurch werden die Bewohner (unter denen sich Lookalikes von Wes Craven und John Carpenter finden) über Nacht in säurespuckende Zombies verwandelt. Sheriff Pardy, Starla und ein Teenager-Mädchen (die eine krasse Badewannen-Szene à la Cronenbergs "Parasiten-Mörder" absolviert) schreiten nun zum explosiven Gegenangriff.

Angesichts des gängigen Remake-Zyklus im Filmgeschäft war es nur eine Frage der Zeit, bis das Genre der Eighties-Horrorkomödie, die unappetitlich-grotesken "Bad Taste"-Horror mit parodistischen "Tanz der Teufel"-Humor kreuzt, reanimiert werden würde. Die jüngere Publikumsgeneration wird mit den Referenzen und überzogenen Effekten womöglich nicht sonderlich viel anfangen können. Alte Horrorhasen hingegen werden sich an den weitgestreuten Details (selbstverständlich bietet auch die Soundtrack-Auswahl Anlass zur Erheiterung) ergötzen. Daher dürfte sich dieses Creature-Feature in Fankreisen zu Kultstatus schlängeln. ara.

Darsteller:  Nathan Fillion   als Bill Pardy
  Elizabeth Banks   als Starla Grant
  Michael Rooker   als Grant Grant
  Tania Saulnier   als Kylie Strutemyer
  Gregg Henry   als Jack MacReady
  Brenda James   als Brenda Gutierrez
  Don Thompson   als Wally
  Haig Sutherland   als Trevor Carpenter
  Jennifer Copping   als Margaret Hooper
  Iris Quinn   als Kylies Mutter
  William MacDonald   als Kylies Vater
  Jenna Fischer   als Shelby Cunningham
 
Regie:  James Gunn  
Buch:  James Gunn  
Musik:  Tyler Bates  
Kamera:  Gregory Middleton  
Produzent:  Paul Brooks  
  Eric Newman  
  Jeff Levin  
 

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