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Kaufvideo
Erhältlich seit:
26.10.2009
Originaltitel: Slumdog Millionaire
Großbritannien/USA 2008
Laufzeit: 115 Min.
FSK: ab 12
Dev Patel
Anil Kapoor
Freida Pinto
Regie: Danny Boyle, ...
Prokino Filmverleih GmbH

Ein großer Wurf für Danny Boyle: Mit seinem berauschenden Drama über einen mittellosen indischen Jungen, der es bei "Wer wird Millionär?" bis zur letzten Frage geschafft hat, erzählt er die Geschichte der verzweifelten großen Liebe eines Lebens und entwirft en passant ein präzises Bild von grenzenloser Armut in Zeiten der Globalisierung.
14 Fragen hat Jamal bereits beantwortet bei der indischen Ausgabe von "Wer wird Millionär?". Eine richtige Antwort noch, in der Sendung am nächsten Tag, und der islamische Junge aus den Slums von Mumbai hat den Jackpot geknackt. Während Millionen vor den Bildschirmen mitfiebern, steht für die Verantwortlichen der Sendung fest: Jamal muss geschummelt haben, betrogen. Wie sonst sollte einer, der über keinerlei Bildung verfügt, all die richtigen Antworten aus den verschiedenen Wissensgebieten gewusst haben? Zwei hartgesottene Polizeibeamte sollen Jamals Geheimnis aus ihm herausprügeln.
So handfest und abrupt steigt Danny Boyle ein in seinen Film, mit einer Flut an Bildern, Informationen und einem visuellen Einfallsreichtum, der seinem legendären "Trainspotting" Konkurrenz macht. Nur wenige Szenen braucht er, um die Figuren, ihre Welt und die Prämisse seiner Geschichte zu etablieren, die anschließend mit einer ebenso wilden wie unterhaltsamen, doppelt ineinander verschränkten Rückblendenstruktur einerseits Jamals abenteuerlichen Auftritt bei "Wer wird Millionär?" abspult und parallel aus seinem Leben erzählt. Der Clou des clever konstruierten Drehbuchs von Simon Beaufoy ("Ganz oder gar nicht") ist, dass jede Frage unmittelbar etwas mit einem entscheidenden Moment in Jamals Leben zu tun hat: Zunächst fühlt man sich an eine in lebhaften Farben explodierende Bollywood-Version von "Oliver Twist" erinnert, wenn man das Elend der Slums sieht, die Ermordung von Jamals Mutter bei einem Überfall des aufgebrachten Mobs auf eine islamische Siedlung, die Versklavung Jamals und seines Bruders Salim, die bei einem skrupellosen Kinderhändler landen. Mit ihrer Flucht öffnen sich die Bilder, präsentiert sich ein atemberaubendes Indien zwischen Tradition und Moderne, in dem Reichtum immer auf dem Rücken der Armen erkauft wird. Und es beginnt eine bewegende, sehnsüchtige Liebesgeschichte, die schließlich Jahre später mit Jamals Fernsehauftritt kulminiert.
"Slumdog Millionaire" ist unter schwierigsten Umständen vor Ort in Indien mit Laiendarstellern entstanden. Der Einsatz hat sich ausgezahlt: Keinen Moment zweifelt man die Authentizität der Bilder an, die Boyle in den tollsten Farben eines westlichen Films über Indien seit Renoirs "Der Fluss" malt. Es wäre eine bittere Ballade über Armut und Elend, Verrat und Ausnutzung, über den Preis, der für die Globalisierung zu zahlen ist, wenn die brodelnde und unmittelbar eingefangene Energie des Landes und seiner Menschen den Film nicht immer unnachgiebig, regelrecht lustvoll vorantreiben würden, begleitet von einem elektrisierenden Soundtrack, der auch als kluger Kommentar eingesetzt wird: "Paper Planes" von M.I.A. beispielsweise hat nicht nur einen treibenden asiatisch angehauchten Rhythmus, sondern erzählt eben auch von der vermeintlichen Bedrohung der Besitzenden durch die Besitzlosen. Dazu zeigt Boyle in einer Montage, wie die Brüder amerikanische Touristen am Tadsch Mahal ausnehmen. Im gleichen Maße, wie in diesem bemerkenswerten Lied ein Sample der Clash ("Straight to Hell") das Fundament bildet und Erste unmittelbar mit Dritter Welt in Verbindung gebracht wird, nutzt Boyle wiederum Dickens als Grundlage, um aus der Sicht des Westlers eine zutiefst indische Story zu erzählen: Ost und West treffen sich hier nicht einfach, sie verschmelzen ineinander, während sich der Regisseur als brillanter Geschichtenerzähler erweist, der genau weiß, wie er tragische mit witzigen Momenten ausbalancieren muss. Mit der Präzision eines Uhrwerks streben alle angelegten Konflikte auf den Moment zu, an dem Jamal die entscheidende Frage gestellt bekommt. Mit ihrer Antwort erfüllt sich das Schicksal aller Beteiligten. Wieder liegen Triumph und Untergang nah beisammen. Und lösen sich zum Ausklang in einer leidenschaftlichen Tanznummer am Bahnhof auf. Ein bisschen Bollywood zum Abschluss muss sein. Sonst wäre es nicht Indien. Und nicht Danny Boyle. ts.
Glauben Sie an das Schicksal? Für Jamal Malik (Dev Patel) ist es der größte Tag seines bisherigen Lebens. Nur noch eine Frage trennt ihn vom 20-Millionen-Rupien-Hauptgewinn in Indiens TV-Show "Wer wird Millionär?". Doch was in aller Welt hat ein mittelloser Youngster aus den Slums von Mumbai in dieser Sendung verloren? Und wie kommt es, dass er auf alle Fragen eine Antwort weiß?
Dabei geht es Jamal nicht um das Geld, sondern einzig und allein um die Liebe. Für ihn ist die Sendung nur ein Mittel zum Zweck, eine letzte Chance, seine verlorene, große Liebe Latika (Freida Pinto) in der flirrenden Millionenmetropole Mumbai wiederzufinden.
Oscar[r]-Abräumer "Slumdog Millionär" erzählt in kraftvollen, atemberaubenden Bildern eine außergewöhnliche, berührende Liebesgeschichte und ein mitreißend-faszinierendes Lebensabenteuer. Danny Boyle (Trainspotting, The Beach) kreiert in unnachahmlicher Weise die Elemente des Abenteuer-, Liebes- und Gangsterfilms zu einem berauschenden Mix und verliert dabei niemals den Blick für die humorvollen Seiten, die das Leben zu bieten hat.
Quelle: Prokino
Interviews mit Dev Patel (Jamal) und Freida Pinto (Latika), Madhur Mittal (Salim), Danny Boyle (Regie), Simon Beaufoy (Drehbuch), Christian Colson (Produzent); Von der Idee zum Film: Die Toilettenszene; Slumdog Dreams: Danny Boyle und die Entstehung von Slumdog Millionär; Entfallene Szenen; Slumdog Cutdown/Jai Ho Remix; Audiokommentar von Danny Boyle (Regie) & Dev Patel (Jamal); Audiokommentar von Christian Colson (Produzent) & Simon Beaufoy (Drehbuch); Hörfilmfassung für Blinde und Sehbehinderte (Dolby Digital 2.0)
Quelle: Prokino
| Darsteller: | Dev Patel | als Jamal Malik | |
|---|---|---|---|
| Anil Kapoor | als Prem Kumar | ||
| Freida Pinto | als Latika | ||
| Madhur Mittal | als Salim Malik | ||
| Mia Drake | als Adele | ||
| Imran Hasnee | als Security | ||
| Irrfan Khan | als Polizeiinspektor | ||
| Regie: | Danny Boyle | ||
| Loveleen Tandan | |||
| Buch: | Simon Beaufoy | ||
| Musik: | A. R. Rahman | ||
| Kamera: | Anthony Dodd Mantle | ||
| Produzent: | Christian Colson | ||
Slumdog Millionär (Millionärs-Edition, 2 DVDs) in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1:2,35/16:9
Extras: Hörfilmfassung für Sehbehinderte, Interviews, From Script to Screen, Entfallene Szenen, Featurette, Audiokommentar
Interviews mit Dev Patel (Jamal) und Freida Pinto (Latika), Madhur Mittal (Salim), Danny Boyle (Regie), Simon Beaufoy (Drehbuch), Christian Colson (Produzent); Von der Idee zum Film: Die Toilettenszene; Slumdog Dreams: Danny Boyle und die Entstehung von Slumdog Millionär; Entfallene Szenen; Slumdog Cutdown/Jai Ho Remix; Audiokommentar von Danny Boyle (Regie) & Dev Patel (Jamal); Audiokommentar von Christian Colson (Produzent) & Simon Beaufoy (Drehbuch); Hörfilmfassung für Blinde und Sehbehinderte (Dolby Digital 2.0)
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Freida Pinto
Indische Schauspielerin, Model und Moderatorin. Seit sie in Danny Boyles mit acht Oscars ausgezeichnetem "Slumdog Millionär" (2008) als Atika,...
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