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Small Soldiers

Lärmende Fantasy-Action-Komödie mit Elementen aus "Toy Story", "Platoon" und "Meine lieben Nachbarn".


Small Soldiers

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Erhältlich seit:
02.09.2004

Komödie

USA 1998
Laufzeit: 105 Min.
FSK: ab 12

Kirsten Dunst
Gregory Smith
Jay Mohr

Regie: Joe Dante
Universal Pictures Germany

Bild 1 von 8

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Small Soldiers

Kindgerechte Holzfiguren langweilen Alan, den Sohn eines Spielwarenhändlers. Eines Tages gelingt es ihm, dem Lieferanten der Globotech-Firma deren aktuelle Plastiksoldaten-Prototyp-Kollektion abzuschwatzen. Die Militärpuppen wurden fälschlicherweise mit einem defekten Mikro-Chip ausgestattet und erwachen über Nacht zum Leben. Ihre Mission: die Zerstörung der Gorgoniten, die auch aus dem Hause Globotech stammen. Um deren Herausgabe zu erpressen, nehmen die wildgewordenen Mini-Rambos Alans Freundin als Geisel...

"Gremlins"-Macher Joe Dante inszenierte mit diesem furiosen Fantasy-Spektakel eine härtere Version des Disney-Hits "Toy Story". Die vom Oscar-gekrönten Animatronic-Künstler Stan Winston ("Jurassic Park") lebensecht entworfenen Figuren agieren zwar recht brutal, dank der märchenhaften Botschaft vom Sieg des Guten (Menschen) über das Böse (Technik) bleibt der durchwegs spannende, Computer-animierte Thriller dennoch ein Film für die ganze Familie. Mit den aufstrebenden Jung-Talenten Kirsten Dunst und Gregory Smith ("Harriet, die kleine Detektivin") zudem adäquat besetzt.

Small Soldiers

"Toy Story" trifft auf "Platoon" könnte eine treffende Beschreibung für die lärmende Fantasy-Action-Komödie von "Gremlins"-Regisseur Joe Dante lauten. Die klassische Paranoia-Prämisse von Mensch gegen Maschine und etliche Kriegsfilm-Klischees kommen hier slapstick- und cartoonhaft, bisweilen brutal aufbereitet, zum Familienfilm-Einsatz. Zum Leben erwachte, sadistische Spielzeugsoldaten treten an, nicht nur ihre einprogrammierte Mission der Vernichtung ihrer hasenherzigen Monster-Opponenten zu erfüllen, sondern versetzen im Zuge ihrer Mission Destructible eine idyllische Kleinstadt in Angst und Schrecken.

Der 14jährige, rebellische Alan (der unscheinbare Gregory Smith hat ähnlich viel Ausstrahlung wie sein Nachname) kümmert sich um den Spielzeugladen seines Vaters, während dieser einen Fortbildungskurs belegt. Alan mißachtet die Verbote seines pazifistischen Elternteils, als er dem Fahrer der Globotech-Firma Kriegsspielzeug abschwatzt. Die mit defekten militärischen Mikrochips versehenen "G.I. Joe"-auf-Anabolika-Figuren gehören zum Kommando Elite, die unter der Führung des Muskelmacho Chip Hazard (im Original mit militärischer Präzision von Tommy Lee Jones gesprochen) ihre Gegner plattmachen sollen. Diese schreckhaften Monstermutanten werden von Archer - eine Art Kreuzung aus Mann und Löwe - zusammengehalten. Zunächst verwüstet das Kommando Elite den väterlichen Spielzeugladen, um dann den Angriff auf Alans Elternhaus zu verlegen, wo sich ihre angeblichen Feinde, die Gorgoniten, versteckt halten. Alsbald wird auch vor ihren menschlichen Befehlshabern nicht mehr Halt gemacht und zur Belagerung und schließlich zur "Gulliver"-inspirierten Gefangennahme von Alans Schwarm Christy (Kirsten Dunst, deutlich gereift seit "Interview mit dem Vampir") übergegangen. Doch mit vereinten Kräften blasen die Menschenkinder und ihre Eltern zum erbitterten Gegenangriff.

Eindeutige und unangefochtene Starrolle nehmen bei der nicht wenig gewaltvollen Popkitschfabel die Spezialeffekte ein. Mit ausgefeilter Computeranimation und animatronischen Figuren des Spezialisten Stan Winston ("Jurassic Park") wurden die amoklaufenden Actionfiguren plastisch und mit noch fließenderen Bewegungsabläufen als in "Toy Story" realisiert und in den Realfilm integriert. Leider bleibt die Charakterisierung der Miniroboter extrem eindimensional. Einen erheblichen dramaturgischen Bremsblock stellt die Sympathieprojektion auf die friedlichen Gorgoniten dar, was den Angriff auf sie und ihre Freunde einen Großteil des komödiantischen Drives raubt. Es fehlt die rechte Balance zwischen verschmitzter Boshaftigkeit und dickaufgetragenen Gefahrenmomenten, die Regisseur Dante in "Gremlins" noch so gut beherrschte. Die von vier Drehbuchautoren erdachte Handlung schlittert vom Absurden ins Groteske und spart auch nicht mit dem oberflächlich erhobenen moralischen Zeigefinger auf skrupellose Geschäftspraktiken und die Sinnlosigkeit des Kriegs. Die menschlichen Mitspieler umfassen unter anderem Denis Leary als gewissenlosen Firmenchef, Jay Mohr (aus "Jerry Maguire - Spiel des Lebens") und den unlängst einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallenen Komiker Phil Hartman, dem im Abspann mit diveren Outtakes Hommage gezollt wird. ara.

Darsteller:  Kirsten Dunst   als Christy Fimple
  Gregory Smith   als Alan Abernathy
  Jay Mohr   als Larry Benson
  Phil Hartman   als Phil Fimple
  Kevin Dunn   als Stuart Abernathy
  Denis Leary   als Gil Mars
  David Cross   als Irwin Wayfair
  Ann Magnuson   als Irene Abernathy
  Wendy Schaal   als Marion Fimple
  Alexandra Wilson   als Mrs. Kegel
  Dick Miller   als Joe
  Robert Picardo   als Ralph
 
Regie:  Joe Dante  
Buch:  Ted Elliott  
  Zak Penn  
  Adam Rifkin  
  Terry Rossio  
  Gavin Scott  
Musik:  Jerry Goldsmith  
Kamera:  Jamie Anderson  
Produzent:  Michael Finnell  
  Colin Wilson  
 

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