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Snakes on a Plane

Wahnwitziger Horrorthriller über eine Unzahl von Schlangen, die an Bord eines Passagierflugzeugs Jagd auf Menschen machen.


Snakes on a Plane

Leihvideo

Erhältlich seit:
12.01.2007

Horror/ Thriller

USA 2006
Laufzeit: 101 Min.
FSK: ab 16

Samuel L. Jackson
Julianna Margulies
Nathan Phillips

Regie: David R. Ellis
Warner Home Video Germany

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Jetzt schon Kult: Samuel L. Jackson muss sich in dem Horrorthriller einer tödlichen Schlangenbrut erwehren.

Unglaublich: An Bord des Jets wimmelt es nur so von Schlangen (Foto: Warner) Großansicht

Unglaublich: An Bord des Jets wimmelt es nur so von Schlangen (Foto: Warner)

Der Action-Schocker der Zukunft startete in Internet-Foren und hob ab, lange bevor ein Kinostart feststand. Ein Wahnsinn mit Methode: Wer den Titel gelesen hat, ist dem Film bereits restlos verfallen. So geschehen bei Mr. Cool himself, Samuel L. Jackson ("Pulp Fiction").

Als FBI-Agent Nelville Flynn überführt er einen Kronzeugen von Hawaii nach Los Angeles. Er soll gegen einen berüchtigten Gangsterboss aussagen. Der hat einen Killer angeheuert, der an Bord der Linienmaschine hunderte Giftschlangen freilässt, um den Zeugen umzubringen. Panik bricht aus, doch zehn Kilometer über dem nächtlichen Pazifik gibt es kein Entrinnen.

Nur FBI-Agent Flynn behält die Nerven (Foto: Warner) Großansicht

Nur FBI-Agent Flynn behält die Nerven (Foto: Warner)

Ein Mann der Tat

David Ellis, der sich mit saftigen Gruselschockern wie "Final Destination 2" empfohlen hat, holt zum ultimativen Schlag aus. Aber wie sagt Jackson, nachdem er mit 450 Schlangen und einer fast sieben Meter langen burmesischen Python traktiert wurde? "I want these mother fuckin' snakes off this mother fucking plane!"

Snakes on a Plane

Das meist gehypte B-Movie des Jahres, dessen größter Geniestreich sein mehr als hinlänglich aufschlussreicher Titel ist, schlängelte in Relation zum monatelangen Medienbuzz etwas schwächlich an die Spitze der US-Charts.

Angst vorm Fliegen und vor Schlangen - zwei der größten Phobien der Menschheit. Mit ein Grund wohl, weshalb sich eifrige Internet-Fanboys bereits vor gut einem Jahr in den genialen Filmtitel verbissen und ein regelrechtes kulturelles Phänomen schufen. All das kostenlose Marketing bewegte New Line, das ursprüngliche Budget von 35 Mio. Dollar zu erhöhen, um fünf Tage Nachdrehs zu finanzieren, die das ursprünglich brave PG13-Rating des Creature-Feature zum R-Rating hochschraubten. Zusätzliche Coolness wurde durch die Besetzung von Mr. "Pulp Fiction" Samuel L. Jackson garantiert, der einen genussvoll Flüche zischenden Schlangenbeschwörer, genauer gesagt: den nicht aus der Ruhe zu bringenden FBI-Agenten Neville Flynn mimt. Er hat die Aufgabe, den Surfer Sean Jones (Nathan Phillips) von Honolulu nach Los Angeles zu begleiten, wo der als Kronzeuge gegen den brutalen Mafiaboss Eddie Kim aussagen soll. Um dies zu verhindern, lässt Kim über 500 giftige Schlangen aus aller Welt an Bord schmuggeln. Bevor sie jedoch durch eine mechanische Vorrichtung aus dem Laderaum in die Flugkabine losgelassen werden, führt "Final Destination 2"-Regisseur Dave Ellis skizzenhaft die verschiedenen potentiellen Opfer ein. Da wären die Flugcrew, allen voran Julianna Margulies (die bereits an Bord von "Ghost Ship" kräftig austeilte) als patente Stewardess und die bunt gemischten Passagiere, die von der Mutter mit weinendem Baby über einen arroganten Rapper hin zu einer Societymieze mit Schoßhündchen und einem gereizten Geschäftsmann reichen. Nicht fehlen dürfen bei diesem Sammelsurium von Stereotpyen ein lüsternes junges Paar, die beim Mile-High-Sex mit biblischem Unterton als erste in den sauren Apfel beißen müssen. In dieser Szene finden sich zwei Punkte, die sich mehrfach wiederholen: Einstellungen der giftig-grünen und verwackelt-verschwommenen Vision aus der Schlangenperspektive und die Vorliebe der Kriechtiere, sich in Geschlechts- und andere Weichteile zu verbeißen. So hat das sadistische Schuppengetier zudem Appetit auf Augäpfel, Zungen, Pobacken und im Fall eines Riesenpython auch auf den ganzen Körper. Nach der ersten Attackewelle wimmelt die Kabine von wimmernden Bissopfern und etlichen Toten, zu denen unglücklicherweise auch der Flugkapitän zählt. Daher gilt es neben dem Gegenangriff auf die Schlangenbrut, bei dem abgebrochene Flaschen, Feuer und Fallbeil zum Einsatz kommen, das Flugzeug in der Luft zu halten und sicher zur Landung zu bringen.

Die sich zwangsläufig wiederholenden Schockeffekte stumpfen schnell ab, nicht zuletzt weil die Computereffekte gezielt durchschnittlich ausfallen. Insgesamt ist augenzwinkernde Selbstparodie selbstverständlich Programm, gleichzeitig wirkt dieses Schlangensch(l)ockfest allerdings allzu kalkuliert, ohne sich um Spontaneität oder Originalität zu bemühen. Ansonsten hätte die Humorkomponente sicherlich noch um einiges ergiebiger ausfallen können, dem absehbaren Kultstatus des Horroractioners tut dies dennoch keinen Abbruch. Man darf sich auf "Snakes on a Train" gefasst machen - vielleicht mit Spinnen an Bord. ara.

Darsteller:  Samuel L. Jackson   als Neville Flynn
  Julianna Margulies   als Claire Miller
  Nathan Phillips   als Sean Jones
  Rachel Blanchard   als Mercedes
  Flex Alexander   als Three G's
  Kenan Thompson   als Troy
  Keith Dallas   als Big Leroy
  Lin Shaye   als Grace
  Bruce James   als Ken
  Sunny Mabrey   als Tiffany
  Casey Dubois   als Curtis
  Daniel Hogarth   als Tommy
  Gerard Plunkett   als Paul
  Terry Chen   als Chen Leong
  Elsa Pataky   als Maria
  Tygh Runyan   als Tyler
  Mark Houghton   als John Sanders
  David Koechner   als Rick
  Bobby Cannavale   als Hank Harris
  Todd Louiso   als Dr. Steven Price
 
Regie:  David R. Ellis  
Buch:  John Heffernan  
  Sebastian Gutierrez  
Musik:  Trevor Rabin  
Kamera:  Adam Greenberg  
Produzent:  Don Granger  
  Gary Levinsohn  
  Craig Berenson  

Cage gibt Giftschlangen zurück

Des einen Freud, des anderen Leid: Hollywoodstar Nicolas Cage hatte sehr viel Freude an seiner giftigen Schlangensammlung. Seine Nachbarn weniger.

Trennt sich von seinen giftigen Freunden: Nicolas Cage (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Trennt sich von seinen giftigen Freunden: Nicolas Cage (Foto: Kurt Krieger)

Die schrecklichen Horrorszenen aus "Snakes on a Plane" dürften Nicolas Cages Nachbarn ständig vor Augen gehabt und ihnen den Angstschweiß auf die Stirn getrieben haben. Seitdem die Hollywoodbewohner vom extravaganten Reptilien-Hobby ihres Nachbarn erfahren hatten, war es vorbei mit der Ruhe im Viertel.

Vor drei Jahren hatte sich der Star aus "Das Vermächtnis der Tempelritter" zwei Giftschlangen für sein Terrarium zugelegt. Seinen Nachbarn waren die Tiere schnell ein Dorn im Auge. Zu groß war die Angst vor den Viechern im Falle eines Ausbruchs. Jetzt gab der Besitzer eines bayerischen Schlosses dem aggressiven Drängen seiner Nachbarschaft nach.

Prozesslawine lag in der Luft

Die wollte nicht länger als potentielles lebendiges Schlangenfutter herhalten und drohte mit Klage. Deshalb brachte der 44-Jährige seine beiden Haustiere zurück in das Geschäft, wo er sie gekauft hatte. "Sie drohten mir damit, mich so lange zu verklagen, bis ich genug von den Schlangen hätte", berichtet der Superstar und zeigt sich einsichtig: "Ich kann ihren Standpunkt verstehen."

 

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