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Snatch - Schweine und Diamanten

Hitziger und witziger Londoner Gangsterthriller von Englands neuem Regiestar Guy Ritchie ("Bube, Dame, König, Gras").


Snatch - Schweine und Diamanten

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Erhältlich seit:
08.11.2005

Originaltitel: Snatch - Pigs and Diamonds

Action

USA/Großbritannien 2000
Laufzeit: 103 Min.
FSK: ab 16

Benicio Del Toro
Dennis Farina
Vinnie Jones

Regie: Guy Ritchie
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Snatch - Schweine und Diamanten

Ein von Franky Four Fingers in Antwerpen geraubter Diamant landet während dessen Zwischenstopp in London unter anderem bei falschen Rabbis, einem spielsüchtigen Kurier, einem russischen Schlimmfinger und im Magen eines Kampfhundes. Anspruch auf das Prachtstück erheben ein amerikanischer Gangster und eine britische Unterweltgröße - zu blöd, dass es da auch noch diesen unberechenbaren, Fäuste-schwingender Zigeuner gibt, der letztendlich allen ordentlich in die Suppe spucken wird...

Knapp zwei Stunden lang bleibt Durchschnaufen pure Sehnsucht, wenn Autor-Regisseur Guy Ritchie nach "Bube, Dame, König, Gras" erneut sein Kino der Sinnesattacke zelebriert, das wieder Kriminalkomödie mit Konzentrationstest verbindet. Der einzige leibhaftige Star ist Brad Pitt, der nach "Fight Club" erneut den Schläger gibt. Den Rest der Aufmerksamkeit erfordern Splitscreens, Rückblicke, Blitzmontagen und Forward-Flashes. Das Ergebnis: High-Speed-Unterhaltung im MTV-Style, für Kids cool, für Oldtimer einfach zu heavy.

Snatch - Schweine und Diamanten

Guy Ritchies "Bube, Dame, König, Gras" war 1998 eines der mitreißendsten Regiedebüts der letzten Dekade und öffnete dem britischen Nobody auch in Hollywood alle Türen. Nachdem sich schon der König von Kalifornien, Tom Cruise, für Ritchies Erstling stark gemacht hatte, wirbt nun Brad Pitt in einer Gastrolle für den Nachfolger. Der erzählt wieder eine lakonische, erbarmungs- und atemlose Gangstergeschichte mit umfangreichem Figurenpersonal und labyrinthischem Plot und könnte gerade bei den Zuschauern auf große Resonanz stoßen, die den Erstling des Madonna-Mannes vor zwei Jahren verpassten. Und das waren - unverständlicherweise - überraschend viele.

Wer Versäumtes nachholen will, den erwarten in "Snatch" erneut große und kleine Gangster, blumige Namen, die Hinterhofseite Londons, kurze, aber nicht schmerzlose Gewalt, originelle Typenkunde, einfallsreiche Szenenübergänge, viele Parteien mit einem Ziel, rastloses Tempo, ein Ich-Erzähler und ein sorgfältig ausgesuchtes Ensemble, in dem selbst Megastar Brad Pitt problemlos eingegliedert ist. Ritchies hektisches, viele Informationen und Zusammenhänge im Expressverfahren etablierendes und damit größte Aufmerksamkeit erforderndes Drehbuch beginnt in Antwerpen. Dort stiehlt Frankie Four Fingers (Benicio del Toro) im Auftrag seines amerikanischen Bosses (Dennis Farina) einen riesigen Diamanten, wird aber beim Zwischenstop in London selbst Opfer brutaler Gier. Der russische Gangster Boris lockt Frankie in eine Falle, lässt ihn verschwinden, woraufhin der Big Boss aus dem Big Apple eintrifft, um Frankie mit Hilfe der lokalen Geheimwaffe "Bullet Tooth" Tony (Vinnie Jones, wie einige andere Darsteller rekrutiert aus der Besetzung von "Bube, König, Dame, Gras") aufzuspüren. Der zweite zentrale Plotstrang, der schließlich mit dem ersten verwoben wird, dreht sich um das Dilemma zweier unerfahrener Boxpromoter, die mit dem Branchenriesen und Gangsterboss Bricktop (gruseliger kalter Brocken: Alan Ford) ins Geschäft gekommen sind, vor dem Kampf aber ihren geschmierten Preisboxer verlieren, weil ihn ein sturer irischer Zigeuner (Brad Pitt als nuschelnder Verrückter) mit einem Schlag ausknockt. In der Konsequenz soll Pitt ihn ersetzen, hat aber eigene Vorstellungen, ob er wirklich nach Absprache zu Boden gehen soll. Wie schon im Vorgänger beweist Ritchie erstaunliche Milieusicherheit in der Vorstellung und Zeichnung glaubhafter Gangster, die hier in allen Schattierungen, von eiskalt-skrupellos bis hin zu naiv-komisch, vertreten sind. Für viele dieser Typen hält Ritchie Kurzbiographien bereit, bombardiert den Zuschauer mit Informationen, Voraus-, Rückblenden und Blitzmontagen, bis am Ende jeder Plotstrang aufgelöst und Durchschnaufen erlaubt ist. Dass der hektische Rhythmus und das stilistische Überwältigungskino nicht jedermanns Geschmack sein können, ist für die Größenordnung der kommerziellen Auswertung entscheidender als die Abstriche, die in puncto Witz und Originalität im Vergleich zum Vorgänger gemacht werden müssen. kob.

Snatch - Schweine und Diamanten

Schon mal was von "One Punch Mickey" gehört? Oder von "Franky Four Fingers"? Wahrscheinlich nicht, aber sehen Sie hier: Brad Pitt als "One Punch Mickey", ein irischer Zigeuner, der den härtesten Schlag in der Geschichte des illegalen Boxens hat. Man versteht nie genau, worüber er spricht, aber wenn er zuschlägt, sind alle Unklarheiten beseitigt. In dieser Wahnsinnsgeschichte aus der englischen Unterwelt geben nur die schrägsten Gestalten den Ton an. Mit von der Partie: Benicio del Toro ("Die üblichen Verdächtigen") als spielsüchtiger Mafiosi "Franky Four Fingers" und Dennis Farina ("Get Shorty").

Quelle: Sony Pictures

Darsteller:  Benicio Del Toro   als Frankie Four Fingers
  Dennis Farina   als Avi
  Vinnie Jones   als Bullettooth Tony
  Brad Pitt   als One Punch Mickey
  Rade Serbedzija   als Boris the Blade
  Jason Statham   als Turkish
  Alan Ford   als Brick Top
  Michael Reid   als Doug the Head
  Robbie Gee   als Vinny
  Lennie James   als Sol
  Ewen Bremner   als Mullet
  Jason Flemyng   als Darren
  Stephen Graham   als Tommy
  Adam Fogerty   als Gorgeous George
  Sorcha Cusack   als Mickeys Mutter
  Andy Beckwith   als Errol
  Ade   als Tyrone
 
Regie:  Guy Ritchie  
Buch:  Guy Ritchie  
Kamera:  Tim Maurice-Jones  
Produzent:  Guy Ritchie  
  Matthew Vaughn  

Neuer Gangsterfilm von Ritchie

Mit "Swept Away" und "Revolver" landete der britische Regisseur zwei Kapitalflops.

Gibt nicht auf: Guy Ritchie (Foto: Columbia TriStar) Großansicht

Gibt nicht auf: Guy Ritchie (Foto: Columbia TriStar)

Jetzt will Guy Ritchie seinen Kritikern beweisen, dass er das Filmemachen doch beherrscht und versucht es mit dem Genre, das ihm mit "Snatch" einen Kino-Erfolg bescherte: Er wird den Gangster-Film "Static" inszenieren.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein Verbrecher, der fälschlicherweise im Gefängnis war. Als er gegen jene korrupten Polizisten aussagen will, die ihn verknackt haben, wird es für ihn gefährlich. Seine treuen Gangmitglieder stehen ihm zur Seite, als ihn rivalisierende Banden und betrügerische Polizisten aufhalten wollen.

In der Ehe wieder alles paletti

Guy Ritchie war für die Produzenten nicht die erste Wahl für die Position des Regisseurs: Zuvor standen bereits Stephen Kay ("Get Carter - Die Wahrheit tut weh") und Newcomer Chris Robinson zur Diskussion.

Zumindest im Privatleben ist Ritchie wieder die Nummer eins bei Ehefrau Madonna. Nach Berichten über Eheprobleme scheinen diese wieder beigelegt zu sein, das Paar überlegt bereits, dem neuesten Hollywoodtrend zu folgen und ein Kind zu adoptieren .

 

Snatch - Schweine und Diamanten in der Fotoshow

 

Fassungen

 

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Features

 

Star

Benicio Del Toro

Mit den dunkelsten Augenringen der Filmgeschichte, breiten Augenbrauen, wulstigen Lippen und einem Blick aus mal melancholisch...

 

Star

Dennis Farina

Zwei Gaunerkomödien nach Elmore-Leonard-Krimis verhalfen Dennis Farina mit seiner schrägen Nase, den eingefallenen Wangen und den blonden...