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Snow Cake

Packendes Drama über einen Mann, der sich nach dem von ihm verschuldeten Unfalltod ihrer Tochter einer autistischen Frau annimmt.


Snow Cake

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Erhältlich seit:
22.06.2007

Drama

Großbritannien/Kanada 2005
Laufzeit: 109 Min.
FSK: ab 12

Alan Rickman
Sigourney Weaver
Carrie-Anne Moss

Regie: Marc Evans
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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Die Hoffnung stirbt zuletzt: Sigourney Weaver und Alan Rickman erleben nach einem tragischen Unfall, dass Glück und Neuanfang trotz Trauer möglich sind.

Linda kann der Umwelt nicht mitteilen, wie nahe ihr der Unfalltod ihrer Tochter geht (Foto: Kinowelt) Großansicht

Linda kann der Umwelt nicht mitteilen, wie nahe ihr der Unfalltod ihrer Tochter geht (Foto: Kinowelt)

Nur widerwillig nimmt Alex Hughes auf seiner Reise durchs eisige Ontario eine Anhalterin mit, die den mundfaulen Engländer mit ihrer guten Laune aufmuntert. Und dann passiert es: Ein Laster rammt den Wagen. Das Mädchen ist tot, der Mann bleibt wie durch ein Wunder unverletzt. Mit schlechtem Gewissen macht er sich auf den Weg zur Mutter.

Doch statt einer weinenden Frau erlebt er Linda, die bald fröhlich vor den Trauergästen herumtanzt, mit bunten Funkelbällchen spielt und selbstvergessen auf dem Trampolin hüpft. Linda ist Autistin und lebt in ihrer eigenen Welt. Fast scheint es, als seien ihr ordentlich aufgereihte Schuhe wichtiger als der Tod der Tochter.

Nachbarin Maggie bringt frischen Wind (Foto: Kinowelt) Großansicht

Nachbarin Maggie bringt frischen Wind (Foto: Kinowelt)

Starke Leistungen

Zögerlich nähern sich die beiden vom Schicksal Gebeutelten an, spenden sich gegenseitig Trost. Als Alex dann noch eine leidenschaftliche Affäre mit der Nachbarin (Carrie-Anne Moss) anfängt, könnte das einen Neubeginn bedeuten - wenn ihn nicht seine Vergangenheit einholen würde. Das fragile Glück steht auf dem Prüfstand.

All das ist herzergreifend schön, voll zartem Humor. Der britische Charakterdarsteller Alan Rickman macht den Film durch seine Performance als tragische und zerbrechliche Figur, die sich langsam an die Wirklichkeit herantastet, zum Kinoerlebnis. An seiner Seite trumpft eine gefühlsstarke Sigourney Weaver auf.

Alex hofft auf einen Neuanfang (Foto: Kinowelt) Großansicht

Alex hofft auf einen Neuanfang (Foto: Kinowelt)

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Trotz Themen wie Tod und Trauer, Einsamkeit und Schuld macht dieses eindringliche Drama Hoffnung auf ein neues Leben ohne Altlasten - irgendwann und irgendwo.

Snow Cake

Mit "Snow Cake", einem mit Sigourney Weaver und Alan Rickman hochkarätig besetzten Drama über Trauer, Schuld und Hoffnung, zeigt sich Marc Evans als Meister der leisen Töne.

Durch einen schrecklichen Zufall treffen zwei Menschen aufeinander: Der gerade aus dem Gefängnis entlassene Alex Hughes und die Autistin Linda Freeman. Der stille Engländer nimmt eine geschwätzige junge Anhalterin mit, die ihm mit ihrem Geplapper auf die Nerven geht, ihn dann aber mit Charme und Einfühlungsvermögen aus der Reserve lockt. Ein Knall und der Wagen liegt im Graben, gerammt von einem Laster. Fast gespenstisch die nun folgende Stille, in der sich der Mann aus dem Blechhaufen quält, das Mädchen ist tot. Auch wenn ihn keine Schuld trifft, will er der Mutter das Geschenk ihrer Tochter geben und stößt auf eine vor sich hinlachende Frau mit hektischen Bewegungen, die mit den Funkelbällchen anfängt zu spielen wie ein Kind. Linda Freeman ist Autistin. Marc Evans, der mit "House of America" und "Resurrection Man" Ende der 90er-Jahre seine Karriere begründete, beschreibt ganz vorsichtig die Annäherung zwischen den beiden vom Schicksal Gebeutelten nach einem Buch von Angela Pell, Mutter eines autistischen Sohnes. Sigourney Weaver zieht alle Register, die Autistin glaubwürdig darzustellen, aber ein völlig zurückgenommener Alan Rickman, für den die Rolle geschrieben wurde, stiehlt ihr die Schau. Mit großer Zerbrechlichkeit spielt er den Mann, der seinen Sohn bei einem Autounfall verlor und im Affekt den Fahrer tötete, der sich und das Leben neu entdecken muss, sich scheu herantastet an die Wirklichkeit, Trauerarbeit leistet. Zu den zwei Außenseitern gesellt sich noch die Nachbarin als Love Interest. Für einen kurzen Moment geben sie sich gegenseitig Mut, Unterstützung und Liebe, Freundschaft. "Snow Cake", gedreht im winterlichen Kanada, gibt sich tragisch und humorvoll, spendet Trost. Am Ende winkt zwar nicht das konventionelle Glück, aber es bleibt eine zärtliche Erinnerung, die Kraft gibt, dem Alltag ins Antlitz zu schauen. Der erste Film im neuen ARTHAUS-Label von Kinowelt sollte ein erwachsenes Publikum erreichen. mk.

Snow Cake

Der stille Engländer Alex wurde gerade aus dem Gefängnis entlassen. Unterwegs in Kanada nimmt er zunächst widerwillig die 19-jährige Anhalterin Vivienne mit. Gerade als er sich unter ihrem quirligen Geplauder zu öffnen beginnt, rammt ein Laster das Auto. Das junge Mädchen ist sofort tot. Voller Schuldgefühle sucht Alex Viviennes Mutter auf, um ihr sein Beileid auszusprechen. Doch Linda ist keine gewöhnliche Mum: Sie ist Autistin und kann ihre Trauer nicht zeigen. Alex beschließt, ein paar Tage bei ihr zu bleiben und ihr zu helfen. Immer mehr nimmt er an ihrem Leben teil und beginnt zudem eine Affäre mit der schönen Nachbarin Maggie, die ihre Gefühle routiniert auf Distanz hält. Doch vorsichtig beginnen sich die drei Außenseiter zu öffnen, und als der Schnee schmilzt, ist das Leben für keinen der drei mehr so, wie es war ...
Mitten im verschneiten Kanada gelang Regisseur Marc Evans ein bewegender und heiterer Film über das Auftauen verborgener Gefühle. Das mit Sigourney Weaver, Alan Rickman und Carrie-Anne Moss brilliant besetzte Drama eröffnete 2006 den Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele in Berlin und gewann den Publikumspreis bei der 6. Filmkunstmesse in Leipzig.

Quelle: Studiocanal

Trailer; Interviews; Deleted Scenes; Zum Autismus (Text); Fotogalerie; DVD-Rom: Presseheft; Produktionsnotizen

Quelle: Studiocanal

Darsteller:  Alan Rickman   als Alex
  Sigourney Weaver   als Linda
  Carrie-Anne Moss   als Maggie
  David Fox   als Dirk
  Emily Hampshire   als Vivienne
  Jim Allodi   als Clyde
 
Regie:  Marc Evans  
Buch:  Angela Pell  
Kamera:  Steve Cosens  
Produzent:  Gina Carter  
  Jessica Daniel  
  Andrew Eaton  
 

Snow Cake in der Fotoshow

 

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Features

 

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