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So finster die Nacht

Erfrischend anderer Vampirfilm aus Schweden, der sich dem Thema aus Kinderaugen nähert.


So finster die Nacht

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Erhältlich seit:
19.05.2011

Originaltitel: Låt den rätte komma in

Horror/ Drama

Schweden 2008
Laufzeit: 110 Min.
FSK: ab 16

Kåre Hedebrant
Lina Leandersson
Per Ragnar

Regie: Tomas Alfredson
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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Junge trifft Vampir: eine romantische, aber keinesfalls zimperliche und enorm spannende Horror-Fantasie nach dem gleichnamigen Roman-Hit.

Oskar will sich die Hänseleien nicht mehr gefallen lassen (Foto: MFA (24 Bilder)) Großansicht

Oskar will sich die Hänseleien nicht mehr gefallen lassen (Foto: MFA (24 Bilder))

Dieser Vampirfilm ist anders, ungewöhnlich und eine wohltuende Abwechslung zu den lärmenden und waffenstarrenden Blutsauger-Actionfilmen der letzten Zeit. Er spielt in langen und tiefgefrorenen nordischen Nächten und ist dennoch fast taghell erleuchtet - die mühsame Suche, wer da gerade im Halbdunkel vor einem steht, erübrigt sich ebenso wie die übliche Desorientierung im Schnittgewitter.

In der Ruhe liegt die Kraft: Dadurch bannt einen die poetische Erzählung über den einsamen Oskar (Kåre Hedebrant) und seiner engen Freundschaft zu einem weiblichen Vampir.

Eli hat einen besonderen Bezug zu Blut (Foto: MFA (24 Bilder)) Großansicht

Eli hat einen besonderen Bezug zu Blut (Foto: MFA (24 Bilder))

Rettung in der Not

Leise rieselt der Schnee im Stockholmer Vorort Blackeberg, rot tropft das Blut der Opfer, die ein unbekannter Psychopath ausbluten lässt. Weihnachtsfilme gehen anders, und der 12-jährige Oskar glaubt auch kaum noch an das Gute: Dafür mobbt ihn eine brutale Clique gleichaltriger Schüler zu sehr. Der Einzelgänger, der bei seiner alleinerziehenden Mutter wohnt, hat den unmenschlichen Schikanen nichts entgegenzusetzen. Als er sich wieder einsam draußen herumtreibt und seinen Rachegedanken nachhängt, trifft er Eli (grandios: Lina Leandersson).

Das Mädchen ist neu hergezogen, wohnt bei ihrem Vater Håkan (Per Ragnar), hat Verständnis für den scheuen Jungen und taucht nur nachts auf. Lange braucht Oskar nicht, um zu begreifen, wer Eli ist und was die Menschen der Siedlung in Angst und Schrecken versetzt: Es ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft, die dem Mythos des Vampirs ein atemberaubend frisches Leben einhaucht. Seit "Interview mit einem Vampir" war es nicht mehr so tragisch, so wahrhaft, so nachfühlbar, was es heißt, ein Vampir zu sein.

So finster die Nacht

Zwischen Thriller, Coming of Age und Vampirdrama knüpfen zwei jugendliche Außenseiter im vereisten Schweden eine seltsame Freundschaft.

Es muss nicht immer nur blutrot von der Leinwand tropfen, wenn Vampire zubeißen. In der gleichnamigen Verfilmung des Romans von John Ajvide Lindqvist, der auch das Drehbuch verfasste, finden zwei Zwölfjährige in kühlen Bildkompositionen und großer Symbolkraft zueinander. Auch wenn Regisseur Tomas Alfredson den Blutsaugerkonventionen seine Referenz erweist, bleiben die Konstellationen überraschend "anders". Im Jahr 1982 liegt das Land unter einer Schneedecke, die alles erstickt, auch Gefühle. Die Menschen in einem Stockholmer Vorort, dessen Beton-Wohnblöcke wie Menetekel in den grauen Himmel ragen, haben sich an die Kälte gewöhnt, die Schüler stehen morgens im Dunkeln auf und gehen zur Schule. Unter ihnen auch Oskar, ein schmaler blonder Junge mit wasserblauen Augen, der von einigen Jungs ständig drangsaliert wird. Er wehrt sich nicht, nur wenn er allein ist, rammt er rachelustig ein Messer in den Baum, um seine Aggressionen raus zu lassen. Als das Scheidungskind auf dem Spielplatz die gleichaltrige Eli trifft, die nur nach Sonnenuntergang barfuss ins Freie geht, stehen sich die beiden fast wie Feinde gegenüber, dann befreunden sie sich. Und das bleiche Mädchen mit den großen und traurigen Augen lehrt ihn, sich zu verteidigen, zurückzuschlagen. Sie ist ein Vampir, sie braucht Blut und holt es sich. Bald herrschen in dem ruhigen Viertel Angst und Schrecken.

Bis auf wenige für das Genre notwendige drastische Horrorszenen strahlt der Film eine bewundernswerte Stille und Sensibilität aus, zeigt die bedrohliche Welt aus dem Blickwinkel der Heranwachsenden, die sich mangels Verständnis durch die Erwachsenen zusammenschließen. Einsamkeit und Isolation überall. Trotz bleierner Zeit und harter sozialer Bedingungen darf ein bisschen Romantik flackern und das überraschende, augenzwinkernde Ende verströmt einen kleinen Hauch von Glück. Die Realität ist dünn und zerbrechlich, so wie die Psyche der Protagonisten, die sich gegenseitig Kraft geben. Dass die genreübergreifenden Handlungsstränge zusammen passen, liegt auch an den jungen Hauptdarstellern Kare Hedebrant und Lina Leandersson, die sich wie zwei Seiten ein- und derselben Medaille ergänzen. mk.

So finster die Nacht

Der schüchterne Einzelgänger Oskar lebt in einer grauen Betonsiedlung vor Stockholm. Er wird von seinen Mitschülern gnadenlos drangsaliert, wehrt sich aber nicht, sondern flüchtet sich in Rachegedanken. Als er auf einem Spielplatz die neu zugezogene Eli kennenlernt, findet er eine Freundin, die ihn lehrt, sich zu verteidigen und zurückzuschlagen. Doch Eli ist kein normales Mädchen, sie ist ein Vampir ...

Quelle: Studiocanal

Booklet mit exklusiven Texten zum Film; Audiokommentar von Tomas Alfredsan und John Ajvide Lindqvist mit deutschen Untertiteln; Geschnittene Szenen; Trailer; Alle Arthaus Collections im Überblick

Quelle: Studiocanal

Darsteller:  Kåre Hedebrant   als Oskar
  Lina Leandersson   als Eli
  Per Ragnar   als Håkan
  Henrik Dahl   als Erik
  Karin Bergquist   als Yvonne
  Peter Carlberg   als Lacke
  Ika Nord   als Virginia
  Mikael Rahm   als Jocke
  Karl-Robert Lindgren   als Gösta
  Anders T. Peedu   als Morgan
  Pale Olofsson   als Larry
 
Regie:  Tomas Alfredson  
Buch:  John Ajvide Lindqvist  
Musik:  Johan Söderqvist  
Kamera:  Hoyte van Hoytema  
Produzent:  Carl Molinder  
  John Nordling  
 

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