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So glücklich war ich noch nie

Tragikomisches Abenteuer eines notorischen Betrügers und sein gefährliches Spiel mit wechselnden Identitäten.


So glücklich war ich noch nie

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Erhältlich seit:
17.06.2010

Drama

Deutschland 2009
Laufzeit: 88 Min.
FSK: ab 12

Devid Striesow
Nadja Uhl
Jörg Schüttauf

Regie: Alexander Adolph
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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Betrüger schlittert nach dem Knast in die nächste brenzlige Situation.

Peter nimmt seinen Bruder Frank bei sich auf (Foto: Kinowelt) Großansicht

Peter nimmt seinen Bruder Frank bei sich auf (Foto: Kinowelt)

Gerade aus der Haft entlassen, sucht Betrüger Frank (Devid Striesow) Unterschlupf bei seinem grundehrlichen Bruder. Sein Versuch, rechtschaffen in einer Putzkolonne Geld zu verdienen, scheitert bald. Er trifft die Frau, eine Prostituierte, wieder, die ihn damals mehr zufällig in den Knast brachte. Er stellt ihr nach und verliebt sich in sie.

Die Bordellbesitzerin schickt Frank Schläger auf den Hals. Die nehmen sich versehentlich seinen Bruder vor. Frank posiert als Makler, um ordentlich abzukassieren und die Geliebte freizukaufen.

Nach seinem Dokumentarfilm "Die Hochstapler" taucht Alexander Adolph für sein Spielfilmregiedebüt erneut in die Welt der notorischen Betrüger ein. David Striesow wirkt in der Hauptrolle dabei so echt, dass man ihm alles abkaufen würde.

Ein Mantel steht zwischen Tanja und Frank (Foto: Kinowelt) Großansicht

Ein Mantel steht zwischen Tanja und Frank (Foto: Kinowelt)

Die Balance halten

Und auch Nadja Uhl und Jörg Schüttauf können mit intensiven Performances überzeugen. Regisseur und Drehbuchautor Adolph tariert die Balance zwischen Komik, Tragik und Groteske genau aus. Gelungenes deutsches Schauspielerkino.

So glücklich war ich noch nie

Tragikomisches Abenteuer eines notorischen Betrügers und sein gefährliches Spiel mit wechselnden Identitäten.

Sie sind ein beliebtes Sujet im Kino, die gewitzten Lügner und Hochstapler, vom "Hauptmann von Köpenick" über die "Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" bis hin zu den Gentleman-Gaunern von "Ocean's Eleven" Mit seinem Dokumentarfilm "Die Hochstapler" tauchte Alexander Adolph schon ein in die Welt eines Menschen, der immer wieder ein falsches Spiel treibt.

Auch in seinem Spielfilmdebüt lässt ihn die Psyche eines Schwindlers nicht los, der seiner Sucht nach Anerkennung und Bestätigung ständig aufs Neue verfällt. Gerade nach zweijähriger Haft entlassen, rächt sich eines seiner Opfer an ihm. Total zerschunden nimmt ihn der total ehrliche und (spieß)bürgerliche Bruder auf und fast klappt sein Versuch, mit rechtschaffener Arbeit in einer Putzkolonne Geld zu verdienen. Doch dann sieht Frank ausgerechnet die blonde Frau wieder, die ihn damals mehr zufällig in den Knast brachte. In einer Boutique wollte er ihr mit falscher Kreditkarte einen teuren Mantel bezahlen und auf der Flucht durchs Toilettenfenster schnappte ihn die Polizei. Jetzt unternimmt er alles, um die Prostituierte zu umgarnen, weshalb ihm die Bordellchefin ein paar Schläger auf den Pelz schickt. Die prügeln versehentlich seinen Bruder krankenhausreif, dem er großspurig Promibehandlung besorgt. Außerdem kassiert er für eine fremde Wohnung vielfache Maklergebühren und kann sogar das Mädchen auslösen.

Adolphs Betrüger ist ein Getriebener, der nicht aus seiner Haut heraus kann, Schwächen und Gier seiner Opfer genau einschätzt und davon profitiert, wenn auch nur kurzfristig. Hinter dem krankhaften Verhalten steht Unsicherheit, die zwanghafte Sehnsucht nach anderer Identität und der Wunsch geliebt zu werden. Devid Striesow und Nadja Uhl verkörpern die zwei verlorenen Außenseiter und ihren Hunger nach Leben mit fast beängstigender Intensität, überzeugend auch Jörg Schüttauf als naives Bruderherz. Striesows charmanter Betrüger wirkt so echt, dass man ihm alles abkaufen würde ohne einen Hauch von Misstrauen, ein Bernhard L. Madoff im Taschenformat. Fein austariert ist die Balance zwischen Komik, Tragik und Groteske, die am Ende in einen Moment geborgten Glücks mündet. mk.

So glücklich war ich noch nie

Der Flirt mit der Kundin einer Boutique wird Betrüger Frank zum Verhängnis: Er wird gefasst und muss hinter Gitter. Nach seiner Entlassung versucht er sein Geld auf ehrliche Weise zu verdienen. Doch dann trifft er Tanja wieder, die Frau aus der Boutique. Für sie würde er alles tun. Um sie aus dem Rotlichtmilieu zu befreien, verstrickt er sich erneut in allerlei Betrügereien.

Quelle: Studiocanal

Hinter den Kulissen; Interviews mit Nadja Uhl; Devid Striesow und Alexander Adolph; Trailer; Wendecover

Quelle: Studiocanal

Darsteller:  Devid Striesow   als Frank
  Nadja Uhl   als Tanja
  Jörg Schüttauf   als Peter
  Floriane Daniel   als Marie
  Thorsten Merten   als Schlickenrieder
  Elisabeth Trissenaar   als Fritzi
  Christian Kahrmann   als Mike
  Marc Zwinz   als Bewährungshelfer
  Hansa Czypionka   als Günther
  Margret Völker   als Vorarbeiterin
  Leonie Brandis   als Verkäuferin Jeanette
  Norbert Hülm   als Filialleiter Herr Lottner
  Heinz-Josef Braun   als Dieter
  Elzemarieke de Vos   als Ehefrau in Wohnung
  Patrick Diemling   als Ehemann in Wohnung
  Heike Jonca   als Krankenschwester
 
Regie:  Alexander Adolph  
Buch:  Alexander Adolph  
Musik:  Dieter Schleip  
Kamera:  Jutta Pohlmann  
Produzent:  Dr. Ernst Ludwig Ganzert  
  Wolfgang Tumler  
 

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