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So viele Jahre liebe ich dich

Berührendes Drama mit Kristin Scott Thomas und Elsa Zylberstein über zwei Schwestern, die nach 15 Jahren Trennung eine vorsichtige Annäherung und einen Neuanfang versuchen.


So viele Jahre liebe ich dich

Kaufvideo

Erhältlich seit:
29.04.2011

Originaltitel: Il y a longtemps que je t'aime

Drama

Frankreich/Deutschland 2008
Laufzeit: 117 Min.
FSK: ab 6

Kristin Scott Thomas
Elsa Zylberstein
Laurent Grévill

Regie: Philippe Claudel
Alamode Film

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Berührendes Drama mit Kristin Scott Thomas und Elsa Zylberstein über zwei Schwestern, die nach 15 Jahren Trennung eine vorsichtige Annäherung und einen Neuanfang versuchen.

Die zwei Schwestern kommen sich nur langsam wieder näher (Foto: Alamode (24 Bilder)) Großansicht

Die zwei Schwestern kommen sich nur langsam wieder näher (Foto: Alamode (24 Bilder))

Wegen Mordes saß Juliette (Kristin Scott Thomas) 15 Jahre im Gefängnis. Ihre jüngere Schwester Lea (Elsa Zylberstein) führt mit Mann und zwei Töchtern ein glückliches Familienleben.

Nach Juliettes Entlassung versuchen die beiden Frauen wieder vorsichtig einen Neuanfang. Doch die Haftjahre sind nicht spurlos an Juliette vorübergegangen. Sie reagiert erst einmal misstrauisch auf ihre Umwelt, kapselt sich ab, öffnet sich nur langsam.

Philippe Claudel, Autor erfolgreicher Romane wie "Die grauen Seelen", unterrichtete lange selbst im Gefängnis. In seinem beachtlichen Regiedebüt legt er viel Wert auf die Bildsprache.

Zurück im Leben hat Juliette so ihre Probleme (Foto: Alamode (24 Bilder)) Großansicht

Zurück im Leben hat Juliette so ihre Probleme (Foto: Alamode (24 Bilder))

Überraschung zum Schluss

Ihm gelingt ein berührendes Drama mit einer überraschenden Auflösung, getragen von einer herausragenden Kristin Scott Thomas.

So viele Jahre liebe ich dich

Berührendes Drama mit Kristin Scott Thomas und Elsa Zylberstein über zwei Schwestern, die nach 15 Jahren Trennung eine vorsichtige Annäherung und einen Neuanfang versuchen.

Die Begrüßung zwischen den Schwestern am Flughafen von Nancy wirkt hölzern, das Gespräch läuft stockend. 15 Jahre verbrachte Juliette wegen Mordes im Gefängnis, die jüngere Lea führt mit Mann und zwei Töchtern ein glückliches Familienleben. Die Haft ist nicht spurlos an der Frau vorübergegangen, ihre Augen blicken leer, sie strahlt geheimnisvolle Kühle und Distanz aus. Erst einmal reagiert Juliette misstrauisch auf Annäherungsversuche ihrer Umwelt, kapselt sich ab, öffnet sich nur langsam den Nichten, die sich für die fremde Tante interessieren. Die ersten holprigen Schritten in ein neues Leben sind von Unsicherheit geprägt, Skepsis den anderen gegenüber. Nur langsam wagt sie sich aus dem Labyrinth des Schmerzes und der innerlichen Verhärtung hinaus. Eine neue Arbeitsstelle, eine neue Wohnung, langsam erobert sich Juliette ein Stück Normalität, bleibt für Freunde und Familie aber weiterhin rätselhaft. Philippe Claudel, erfolgreicher Romanautor von Büchern wie "Die grauen Seelen" oder "Das Geräusch der Schlüsselbunde", unterrichtete - wie die Figur des verständnisvollen Michels im Film - lange im Gefängnis, er weiß um das innere und äußere Gefangensein. In seinem beachtlichen Regiedebüt legt er viel Wert auf die Bildsprache, die Kamera beginnt bei der Protagonistin mit statischen Einstellungen und strengen Kadrierungen. Je mehr sie am Leben teilnimmt, um so mehr erweitert sich auch der Raum, wird die Kamera mobiler. Die Farbkompositionen spiegeln den Seelenzustand wieder, grau-blaue Farben bei Juliette, wärmere Töne bei Lea. Ganz langsam kristallisiert sich heraus, dass alle - bis auf die unbekümmerten Kinder und den nach einem Schlaganfall unter Sprachverlust leidenden, dennoch vergnügten Großvater - in einem Käfig aus Sehnsucht gefangen sind, die unerreichbare Freiheit zum Greifen nah und doch so fern. Die Leinwand zum Leuchten bringt Kristin Scott Thomas in ihrer Zerbrechlichkeit und Ambivalenz. Wirken ihr Gesicht anfangs so grau wie die Gefängnismauern und die Gesten bleischwer, blüht sie sukzessive auf, wagt mal ein kleines Lächeln und die Augen fangen Feuer, wenn sie sich wieder zu leben traut. Ein zärtlicher und bewegender Film über Einsamkeit und Alleinsein, den komplizierten Umgang mit Freiheit, Schwesternnähe und -liebe und die Familienbande als Rettungsanker, der bei der Berlinale 2008 mit dem Leserpreis der "Berliner Morgenpost" und dem Preis der Ökumenischen Jury ausgezeichnet wurde. mk.

So viele Jahre liebe ich dich

15 Jahre lang hatte Juliette keinerlei Kontakt zu ihrer Familie. Nachdem das Leben die beiden gewaltsam getrennt hatte, trifft sie ihre jüngere Schwester Léa wieder. Léa führt mit ihrem Mann Luc und ihren beiden Töchtern ein glückliches Familienleben, in das sie die verschlossene Juliette warmherzig aufnimmt. Gemeinsam überwinden die beiden entfremdeten Schwestern die Geheimnisse der Vergangenheit und bauen das verlorene Vertrauen Stück für Stück wieder auf.

"So viele Jahre liebe ich dich ist ein Film über die Stärke der Frauen, über ihre Fähigkeit zu strahlen, sich neu zu erfinden, neu aufzuleben. Es ist eine Geschichte über unsere Geheimnisse und das Eingesperrtsein. Unser Eingesperrtsein." (Philippe Claudel) "Il y a longtemps que je t'aime" gewann den Publikumspreis des Wettbewerbs der Berlinale 2008 und den Preis der ökumenischen Jury.

Quelle: Alamode

- Interview mit Philippe Claudel (OmU)
- Deleted Scenes (optional mit Audiokommentar)
- Trailer

Quelle: Alamode

Darsteller:  Kristin Scott Thomas   als Juliette
  Elsa Zylberstein   als Léa
  Laurent Grévill   als Michel
  Serge Hazanavicius   als Luc
  Frédéric Pierrot   als Fauré
  Claire Johnston   als Mutter von Juliette und Lea
  Olivier Cruveiller   als Gérard
  Catherine Hosmalin   als Berwährungshelferin
 
Regie:  Philippe Claudel  
Buch:  Philippe Claudel  
Musik:  Jean-Louis Aubert  
Kamera:  Jérôme Alméras  
Produzent:  Yves Marmion  
 

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