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Solaris

Tarkowskijs legendäre und anspruchsvolle Verfilmung des gleichnamigen Science-Fiction-Klassikers von Stanislaw Lem.


Solaris

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Erhältlich seit:
02.09.2003

Science Fiction

UdSSR 1972
Laufzeit: 159 Min.
FSK: ab 6

Donatas Banionis
Natalija Bondartschuk
Jüri Järvet

Regie: Andrej Tarkowski
ICESTORM Entertainment

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Der Psychologe Kris Kelvin erhält den Auftrag, auf den Planeten Solaris zu fliegen. Bei seiner Ankunft sind dort nur noch zwei Mitglieder der ursprünglich 85 Mann starken Besatzung am Leben. Viel mehr als deren erschreckender psychischer Zustand verwirrt ihn jedoch das Erscheinen mehrerer Kinder und seiner verstorbenen Frau Hari auf der Station. Kelvin kommt zu dem Schluß, daß der Ozean auf Solaris für die Erscheinungen verantwortlich ist und das Vermögen besitzt, Träume und Figuren des Unterbewußten zu materialisieren.

Andrej Tarkowskijs Verfilmung des gleichnamigen Science-Fiction-Romans von Stanislaw Lem beschäftigt sich ebenso wie die Vorlage auf hohem Niveau mit den Möglichkeiten menschlicher Erkenntnis. Statt auf die genreüblichen spektakulären Effekte baut Tarkowskij dabei auf Gedanken, die von seinen Protagonisten in langen Dialogen geäußert werden und die sich um Fragen über die Grenzen menschlicher Erfahrung, über den Nutzen technischen Fortschritts und über das Leben auf dem geheimnisvollen Planeten "Erde" drehen.

Der Psychologe Kris Kelvin wird zum Planeten Solaris geschickt, um mysteriöse Ereignisse auf der dortigen Forschungsstation aufzuklären. Der Planet spiegelt als kollektives Bewusstsein, gleich einem unendlichen Ozean, die Erinnerungen, Ängste und Wünsche der Kosmonauten wider und materialisiert ihre Gedanken. Kelvin trifft bei seiner Ankunft auf die übrig gebliebenen zwei Mitglieder der ursprünglich 85-köpfigen Besatzung. Die anderen starben aus unerklärlichen Gründen oder brachten sich um. Kelvin selbst begegnet kurz nach seiner Ankunft seiner Frau, die Jahre zuvor Selbstmord begangen hatte und für deren Tod er sich schuldig fühlt. Das Forschungsvorhaben wird für die Besatzung des Raumschiffs zur metaphysischen Reise in die Innenwelt ihrer eigenen Kultur und an die Grenzen des menschlichen Seins.
Nach dem gleichnamigen berühmten Roman von Stanislaw Lem, erzählt der russische Regisseur Andrej Tarkowskij eine philosophische Fabel, die um Ideen wie Liebe, Tod und Auferstehung kreist. Ein brillant inszenierter, vielschichtiger Film, der den traditionellen Fortschrittsglauben der Wissenschaften in Frage stellt.
Nach Kubrick's 2001- A Space Odyssey gilt Tarkowskijs Solaris als einer der international anerkanntesten Science-Fiction Verfilmungen der Filmgeschichte. Solaris erhielt 1972 den Spezialpreis der Jury auf dem Filmfestival in Cannes. 2002 drehte Oscar-Preisträger Steven Soderbergh ein Hollywood- Remake des Klassikers mit George Clooney in der Hauptrolle.

Quelle: Icestorm

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Quelle: Icestorm

"Solaris" therapierte Soderbergh

Die Amerikaner fanden ihn "zu europäisch", auf der Berlinale fand man ihn "zu amerikanisch". Für Regisseur Soderbergh war "Solaris" trotzdem ein persönlicher Meilenstein.

<br />Keinem kann man's recht machen...

<br />Keinem kann man's recht machen...

Hätte sich irgendein Greenhorn an einen Klassiker wie Stanislaw Lems "Solaris" gewagt, den Andrej Tarkowskij dazu 1972 noch kongenial verfilmte, wäre ein riesiger Aufschrei vom Olymp der internationalen Filmkritik erschallt. Doch da sich mit Steven Soderbergh Hollywoods Lieblingskind der Stunde des Stoffes annahm, zog man nur interessiert die Augenbrauen hoch.

Ein Jahr später: Der exzellente Film floppt in den USA, zu dramatisch, zu episch, zu - europäisch. So heißt es jedenfalls in dem Land, in dem Science Fiction ohne fiese Aliens, atemberaubende Action oder wenigstens Mutanten nicht mehr vorstellbar scheint.

Weitere drei Monate später: Steven Soderbergh wird in Europa, genauer gesagt auf der Berlinale, mit Fragen bombardiert, warum er die philosophische, existenzialistische, ja, politische Dimension ausgespart habe, einen Liebesfilm amerikanischer Bauart gemacht habe.

Soderbergh lächelt in sich hinein und sagt ruhig: "Weil es das war, was mich an dem Stoff am meisten interessiert hat. Liebe, Erinnerung, eine zweite Chance."

Und obwohl diese Interpretation von Lems Vorlage in sich stimmig ist und das Regie-Ass seine Sicht von "Solaris" meisterhaft in Szene gesetzt hat, gibt es auch einen ganz persönlichen Grund für seine menschliche Interpretation des Stoffes:

"Einen Film zu machen, ist oft eine Art, wie man persönliche Erfahrungen verarbeitet. Mein Vater starb 1988. Durch 'Solaris' habe ich mich mit diesem sehr schmerzvollen und verwirrenden Erlebnis auseinandergesetzt."

In Berlin freute man sich zumindest über die Präsenz von Superstar George Clooney. Und überlegte gar, ob man angesichts solch geballter Promi-Power Herrn Soderbergh seine oberflächliche Cover-Version nicht doch verzeihen könne.

 

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