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Soldier

Funktioneller Sci-fi-Actioner, in dem sich Kurt Russell im "Stirb langsam"-Alleingang durchkämpft.


Soldier

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Erhältlich seit:
06.07.2000

Science Fiction/ Thriller

USA 1998
Laufzeit: 88 Min.
FSK: ab 16

Kurt Russell
Jason Scott Lee
Connie Nielsen

Regie: Paul W.S. Anderson
Highlight Communications (Deutschland)

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Soldier

In einer düsteren Horrorzukunft werden Soldaten bereits als Neugeborene rekrutiert und von Kindesbeinen an zu kompromißlosen Killermaschinen gedrillt. Todd ist der beste und erfolgreichste unter diesen Elitekriegern, doch ist auch er der neusten Errungenschaft auf dem Markt lebender Waffensysteme nicht gewachsen: geklonten Killern. Als Todds Platoon von der nächsten Generation ausgelöscht wird, kann er als einziger entkommen und unter Rebellen auf einem fernen Planeten Asyl finden. Doch das Wiedersehen mit den alten Feinden kommt schneller als erwartet.

Kurt Russell, dem Genrefan eine feste Größe spätestens seit Carpenters Genre-Meilenstein "Die Klapperschlange", setzt seine lange Serie erfolgreicher SF-Heldenrollen fort in dieser bluttriefenden, düsteren Endzeitvision von Britanniens Regietalent Paul Anderson ("Event Horizon"). Keine filigrane Zukunftsvision a la "Matrix", sondern derbes Gemetzel nach "Cyborg"-Modell ist Trumpf, und Jason Scott Lee ("Rapa Nui") gibt routiniert den dazu notwendigen Finsterling vom Dienst.

Soldier

Die Rolle des postapokalyptischen Kriegers stand Kurt Russell (zuletzt mit "Breakdown" erfolgreich) erstmals 1981 in John Carpenters Endzeit-Klassiker "Die Klapperschlange" glänzend ins markante Gesicht geschrieben. Etliche Jahre später, ein wenig zerfurchter und unübersehbar noch muskulöser, mimt er nun in dem für 75 Mio. Dollar produzierten Sci-fi-Actioner "Soldier" den wortkargen Titelhelden, der im besten Bruce-Willis-"Stirb langsam"-Alleingang die Bewohner eines desolaten Müllplaneten vor der Vernichtung durch einen roboterhaften Soldatentrupp rettet.

Mit der Martial-Arts-Fantasy "Mortal Kombat" und der futuristischen Horrorschocker "Event Horizon" bewies Regisseur Paul Anderson bereits Genrefestigkeit, ohne daß es ihm allerdings gelungen wäre, sich von seinen überdeutlichen Vorbildern (Ridley Scott etc.) loszusagen und eine eigene, originelle Handschrift zu entwickeln. Entsprechend läßt er sich bei seiner wie stets funktionellen, wenn auch extrem routinehaften Inszenierung von "Soldier" vornehmlich von Schwarzenegger- und Stallone-Blockbustern inspirieren, zumal auch Drehbuchautor David Webb Peoples, der sich aufgrund seiner komplexen Highlights "Blade Runner" und "Erbarmungslos" bestens für einen hartgesottenen Science-fiction-Machostoff zu empfehlen scheint, keine erkennbaren neuen Plotpfade beschreitet: Sein Buch ist bestenfalls Standard, mit unzähligen Klischees aus hinlänglich erprobter Testosteron-Action, Futur-Fantasy und Militärdrama gespickt. Die Bandbreite der verarbeiteten Vorbilder reicht in Andersons filmischem Ersatzeillager von "Terminator" und "Rambo" über "Krieg der Sterne" und "Star Trek" hin zu "Apocalypse Now". Das dröhnend-lärmende Ergebnis mutet an wie die denkwürdige Fusion aus wohlbekannten Genrestücken wie "Demolition Man", "Waterworld" und "Starship Troopers". Kommerziell gesehen wird sich "Soldier", um bei den naheliegenden Vergleichen zu bleiben, wohl auf der Wellenlänge der ähnlich munter zusammengewürfelten Zukunftsvision "Judge Dredd" bewegen, die nach soliden Kinoergebnissen in der Videoauswertung einen triumphalen Siegeszug antreten konnte.

Sergeant Todd (Russell in einer todernsten Performance, die Clint Eastwood geradezu geschwätzig erscheinen läßt) wurde von Kindesbeinen an zur veritablen Ein-Mann-Kampfmaschine ausgebildet. Als er und seine Mannen im Alter von 40 Jahren hoffnungslos veraltet durch die verbesserten Caine-Modelle (unter dem Kommando eines kahlgeschorenen Jason Scott Lee aus "Dragon") ersetzt werden, landet Todd buchstäblich auf dem Müll eines entfernten Abfallplaneten, der von einer nach ihrem Raumschiff-Absturz gestrandeten Gruppe bewohnt wird. Dort lernt der wenig umgängliche Soldat neue Regungen jenseits von Disziplin und Furcht kennen und unterstützt seine neuen Freunde fortan dabei, feindlichen und deutlich überzähligen Angreifern strategisch smart Paroli zu bieten.

Anderson versteht es, grotesk überzeichnete Action zu präsentieren: In tiefer Dunkelheit angesiedelt, läßt er seine bisweilen schmerzhaft brutalen Sequenzen durch zahlreiche Explosionen stimmig aufleuchten. Verstünde es der junge Brite jetzt noch, auch dramatische, figurenorientierte Szenen mit ähnlicher Begeisterung in Szene zu setzen, er könnte einer der besseren Handwerker im Studiosystem werden. So wirkt seine Arbeit trotz ansehnlicher Ausstattung und ordentlicher Spezialeffekte wie das Werk eines obsessiven Bastlers, der im Überschwang der Gefühle vergaß, Fleisch, sprich: Inhalt, auf ein reizvolles Gerüst zu packen. Jenseits der eingeschworenen Fangemeinde dürfte der Krieg des Space-Rambos demnach auf wenig Gegenliebe stoßen. ara.

Darsteller:  Kurt Russell   als Todd
  Jason Scott Lee   als Caine 607
  Connie Nielsen   als Sandra
  Sean Pertwee   als Mace
  Michael Chiklis   als Jimmy Pig
  Gary Busey   als Church
  Jason Isaacs   als Col. Mekum
  Jared Thorne   als Noah
  Taylor Thorne   als Noah
  Brenda Wehle   als Hawkins
  Mark Bringelson   als Rubrick
  K. K. Dodds   als Sloan
 
Regie:  Paul W.S. Anderson  
Buch:  David Webb Peoples  
Musik:  Joel McNeely  
Kamera:  David Tattersall  
Produzent:  Jerry Weintraub  

Resident Evil: Aus eins mach' zwei

Constantin Film und Sony's Screen Gems haben vertraglich vereinbart, eine Kinofortsetzung zu "Resident Evil" zu produzieren.

"Resident Evil": Horrortrip in der unterirdischen Genfabrik

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Paul Anderson ("Star Force Soldier"), der den ersten Film geschrieben, inszeniert und produziert hat, soll auch die Fortsetzung schreiben und produzieren, die den Arbeitstitel Resident Evil: Nemesis trägt. Für das Original "Resident Evil", das in unseren Kinos am 21. März anlaufen soll, hatte Anderson eine Geschichte ersonnen, die der des gleichnamigen Videospiels vorgelagert ist. Das Videospiel, dessen sechs Folgen in den USA alle für Erwachsene eingestuft wurden, hat weltweit mehr als 16 Millionen Exemplare verkauft und für seinen Hersteller, die japanische Videospiel-Firma Capcom, mehr als $ 600 Millionen umgesetzt.

In "Resident Evil", dem Film, werden neue Akteure eingeführt, die eine unterirdische Genfabrik erkunden müssen, in der einiges schief gelaufen ist. Der Film endet dann an der Erdoberfläche, in den Trümmern einer verwüsteten Metropole.

Der Fortsetzungsfilm soll Charaktere aus dem ersten Film weiterentwickeln, aber auch solche aus dem Videospiel aufgreifen.

Foto: Constantin Film

 

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