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Kaufvideo
Erhältlich seit:
20.01.2012
Deutschland 2011
Laufzeit: 110 Min.
FSK: ab 12
Petra Schmidt-Schaller
Amber Bongard
Bela Baumann
Regie: Marcus H. Rosenmüller
Majestic Filmverleih

Culture Clash-Komödie über den Zusammenprall von wildem Leben in einer Bhagwan-Kommune und bayerischer Dorfgemeinschaft.
Die "Orange People" gehörten in den 1980er Jahren zum großstädtischen Straßenbild, die Ideen des Sex-Gurus Bhagwan stießen auf Begeisterung, so mancher Intellektuelle wurde Sannyasin und trug an einer hölzernen Perlenkette des Bild des Meisters. Eine Gruppe dieser Jünger entschließt sich, auf einem geerbten Bauernhof in Talbichl ein Therapiezentrum zu bauen und stellt damit den ruhigen Alltag der bayerischen Dorfbewohner auf den Kopf. Bald steht Om beim halbnackten Mitternachtstanz gegen Amen in der Kirche, Schützenfest gegen schrankenlose Freiheit. Mittendrin im Tohuwabohu sind die beiden Kinder Lili und Fabian, deren Mutter Amrita lieber mit einem Oberguru in Oregon beim Bhagwan Erleuchtung finden als weiter ernüchternde Diskussionen in der WG führen möchte.
Drehbuchautorin Ursula Gruber und ihr Bruder Georg, Produzent von Odeon Pictures, wuchsen in eine Bhagwan-Kommune südlich von München auf und bringen ihre Kindheitserinnerungen ein. So erzählt der Film aus dem Blickwinkel des Mädchens den Zwiespalt zwischen Außenseiterdasein und der Sehnsucht nach einer ganz normalen Familie. Zu Hause läuft sie in Orange herum, in der Schule brav in grauem Faltenrock und Zöpfen, betet fromm das "Vater Unser" und trommelt gar in der Trachtenkapelle.
Mit augenzwinkerndem Witz skizziert Marcus H. Rosenmüller den Spagat zwischen den beiden Welten, auch bei den Erwachsenen, wenn da einer heimlich Würstel futtert statt Vollkornschrot, Amritas Lebensgefährte wie ein Spießer eifersüchtig auf ihren heißen Lover reagiert, oder eine heiße Jüngerin sich lieber den örtlichen Postboten angelt, statt mit einem der Rotröcke das Matratzenlager lustvoll zu teilen. Die Gegensätze sind mit Menschlichkeit und Wärme inszeniert, die Gags treffen ins Schwarze und die Gegenüberstellungen der Lebensformen sind mehr als komisch, da tollen Männer im Adamskostüm durchs Gras, Amrita singt wie eine Göttin Mantras auf dem Stein der Erleuchtung während der reaktionäre Bürgermeister verstohlen durch die Büsche lurt und Lili bei Knödeln glücklich ist. Nur einmal geht Rosenmüller der Gaul durch, bei einer Riesenkeilerei zwischen Kommunarden und Konservativen, die an krudes Bauerntheater erinnert.
Die kindliche Naivität und Neugier zieht sich wie ein roter Faden durch die Handlung, bilden die Klammer zwischen Bauernhof und Buddha-Halle, Trachtenverein und Urschrei-Therapie. Jeder findet seinen Platz. Rosenmüller gelingt mit "Orange" erneut eine Art Heimatfilm. Sogar der märchenhafte Auftritt von Elefanten am Ende stimmt. Auch sie passen in sein Konzept von bayerischer Heimat. mk.
Sommer 1980: Die Erleuchtung kommt nach Talbichl. Die Bhagwan-Anhängerin Amrita zieht mit ihren Kindern Lili und Fabian und ihrer gesamten WG aus Berlin in die bayerische Provinz. Urschrei-Therapie und Vollkornschrot treffen auf Schützenverein und festgefügte Horizonte. Ein geerbter Bauernhof soll ihr neues "Therapie-Zentrum" werden, was in der beschaulichen Gemeinde einige Unruhe auslöst. So hat vor allem der erzkonservative Bürgermeister ein waches Auge auf die neuen Nachbarn - besonders wenn die Sannyasins halbnackt im Garten meditieren.
Und während Dörfler und Kommunarden sich gegenseitig misstrauisch beharken und die Situation beim Dorffest zu eskalieren droht, versucht die 12-jährige Lili zu vermitteln - denn sie wünscht sich eigentlich nichts sehnlicher als eine ganz normale Familie...
Quelle: Majestic
- Audiokommentar von Regisseur Marcus H. Rosenmüller und Drehbuchautorin Ursula Gruber
- kinokino-Dokumentation "Der Sound der Heimat" mit Marcus H. Rosenmüller und seinem Stammkomponisten
Gerd Baumann (43'50)
- Making-of (16'03)
- Original Kinotrailer "Dorf" (1'57) und "Kommune" (1'56)
- sechs unveröffentlichte Szenen (mit optionalem Audiokommentar von Marcus H. Rosenmüller und Ursula
Gruber): Dorfdurchfahrt (1'14) / Buddha-Halle (43'') / Ankündigung Brem Bramana (1'11) / Schulhof
(1'52) / Streit mit Fabian (1'32) / Razzia (58'') (zusammen 7'57)
- Outtakes (2'23)
- Visual Effects Making-of (1'30)
- drei Featurettes "Am Set mit Rosi" (3'44), "Wer ist hier eigentlich spießig?" (4'48), "Hinter den Kulissen"
(2'57)
- "Kümmel und Korn" - ein Kurzfilm von Marcus H. Rosenmüller (13'49)
Quelle: Majestic
| Darsteller: | Petra Schmidt-Schaller | als Amrita | |
|---|---|---|---|
| Amber Bongard | als Lili | ||
| Bela Baumann | als Fabian | ||
| Georg Friedrich | als Siddharta | ||
| Oliver Korittke | als Gopal | ||
| Brigitte Hobmeier | als Leela | ||
| Chiem van Houweninge | als Prakasch | ||
| Daniel Zillmann | als Jogi | ||
| Daniela Holtz | als Brigitte | ||
| Wiebke Puls | als Chandra | ||
| Thomas Loibl | als Prem Bramana | ||
| Florian Karlheim | als Rudi, Postbote | ||
| Heinz-Josef Braun | als Herr Bürgermeister | ||
| Bettina Mittendorfer | als Frau Bürgermeister | ||
| Gundi Ellert | als Lehrerin | ||
| Carla Sprenger | als Susi | ||
| Thomas Wittmann | als Franz | ||
| Daniel Brunner | als Max | ||
| Regie: | Marcus H. Rosenmüller | ||
| Buch: | Ursula Gruber | ||
| Musik: | Gerd Baumann | ||
| Kamera: | Stefan Biebl | ||
| Produzent: | Dr. Andreas Richter | ||
| Annie Brunner | |||
| Ursula Woerner | |||
| Georg Gruber | |||
Sommer in Orange in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch dts HD 5.1 MA
Tonformat: dts HD 5.1 MA
Untertitel: Dt. f. Hörg., Hochdeutsch
Bildformat: 1:2,35/1080p
Extras: Audiokommentar, Trailer, Entfallene Szenen, Outtakes, Making of, Featurettes, Hörfilmfassung für Sehbehinderte, Kurzfilm
- Audiokommentar von Regisseur Marcus H. Rosenmüller und Drehbuchautorin Ursula Gruber
- kinokino-Dokumentation "Der Sound der Heimat" mit Marcus H. Rosenmüller und seinem Stammkomponisten
Gerd Baumann (43'50)
- Making-of (16'03)
- Original Kinotrailer "Dorf" (1'57) und "Kommune" (1'56)
- sechs unveröffentlichte Szenen (mit optionalem Audiokommentar von Marcus H. Rosenmüller und Ursula
Gruber): Dorfdurchfahrt (1'14) / Buddha-Halle (43'') / Ankündigung Brem Bramana (1'11) / Schulhof
(1'52) / Streit mit Fabian (1'32) / Razzia (58'') (zusammen 7'57)
- Outtakes (2'23)
- Visual Effects Making-of (1'30)
- drei Featurettes "Am Set mit Rosi" (3'44), "Wer ist hier eigentlich spießig?" (4'48), "Hinter den Kulissen"
(2'57)
- "Kümmel und Korn" - ein Kurzfilm von Marcus H. Rosenmüller (13'49)
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