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South Park - Der Film

Kinoadaption der Zeichentrickserie, die genüßlich alle erdenklichen Tabus durch den Fleischwolf dreht.


South Park - Der Film

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Erhältlich seit:
28.07.2000

Originaltitel: South Park: Bigger, Longer and Uncut

Trickfilm

USA 1999
Laufzeit: 78 Min.
FSK: ab 16

Regie: Trey Parker
Warner Home Video Germany

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South Park - Der Film

Schatten liegen über dem idyllischen Provinznest South Park, seit die Kinokomödie "Asses of Fire" des umstrittenen kanadischen Komödiantenduos Terrence & Phillip die Moral der örtlichen Jugend unterminiert. Kurzerhand gründen sich die "Mütter gegen Kanada" und entführen die beiden Hauptübeltäter in ein stacheldrahtumspanntes Internierungslager. Als die kanadische Regierung daraufhin den Vereinigten Staaten den Krieg erklärt, liegt es an den Kindern von South Park, die Menschheit vor der völligen Vernichtung zu bewahren.

Hut ab vor den "South Park"-Machern Trey Parker und Matt Stone (unverkennbare Alter Egos: Terrence & Phil): Nahtlos reiht sich ihr Spielfilm in die Riege exquisiter 99er-Überraschungshits, welche Hollywood-Beobachter bereits vom Beginn einer neuen Kino-Ära schwärmen lassen. Satans und Saddams stürmische Liebschaft, Winona Ryders Tischtennisball-Trick, Bill Gates Hinrichtung - kaum ein Wunsch bleibt offen in diesem perfekten "Familienfilm". Nebenbei der intelligenteste Kommentar zum Thema Zensur seit Jahren.

South Park - Der Film

Bereits der doppeldeutige Titel läßt erahnen, wo es in der Filmversion der popkultigen, mit Profanitäten durchsetzten Zeichentrick-Kabelserie gleichen Namens langgeht. Munter-vergnügt werden sexuelle Tabus gebrochen und generell alles respektlos durch den subversiven Fleischwolf gedreht, was an erzamerikanischen Moralwerten heilig ist. Die Rechnung der Schöpfer Trey Parker und Matt Stone ging nun auch an der Kinokasse auf: Am verlängerten Startwochenende konnten die abartigen Antiautoritätsabenteuer von Kenny und Konsorten deftige 23,1 Mio. Dollar einspielen.

Vordergründig handelt es sich um eine obzöne Kalauerkanonade, die sich infantil kichernd in Badezimmer- und Genitalienhumor ergeht. Doch Parker und Stone, auf deren Konto auch die rowdyhaft-rüden Realspielfilme "Baseketball" und "Orgazmo" gehen, haben gewichtigere (und persönliche) Hühnchen zu rupfen. Sie wettern gegen Zensur durch die MPAA ("South Park" konnte erst nach diversen Schnittauflagen der kommerziell tödlichen NC17-Alterfreigabe entgehen), die "schreckliche Gewalt erlaubt, solange keine anzüglichen Ausdrücke benutzt werden", und Organisationen von hysterischen Müttern, die das Recht auf Meinungsfreiheit untergraben wollen.

Die Drittkläßler Kenny, Kyle, Cartman und Stan gehen ins Kino, um sich den analfixierten Film "Asses of Fire" des kanadischen Komikerteams Terrence und Philip anzusehen. Ihre kindlichen Gemüter saugen die vorgetragene obzöne Schimpfwortlitanei auf wie Schwämme, was ihnen in der Schule und Zuhause mächtige Probleme einhandelt. Kyles entrüstete Mutter Sheila geht auf die Barrikaden und gründet die Organisation "Mothers against Canadians". Es dauert nicht lange und ein regelrechter Krieg steht vor Tür. Terrence und Philip sollen nun öffentlich hingerichtet werden, doch die Kiddies gründen nun ihre eigene Widerstandsbewegung.

Die Animation ist dem Serienstandard entsprechend rudimentär ausgefallen, wobei ein paar ausgefeiltere computergenerierte Backdrops hinzugefügt wurden. Im Stil traditioneller Disney-Animation wurden insgesamt 15 musikalische Nummern eingebaut, die nicht nur den Disney-Standardt verulken, sondern sich auch höchst amüsant an Broadwaymelodien und kontemporären Rap- und R&B-Schnulzen vergreifen. Alberne Angriffe unter die Gürtellinie müssen so diverse Zielscheiben wie Saddam Hussein (als sexsüchtiger Liebhaber des Teufels), Winona Ryder (demonstriert scheinbar vaginale Kunststückchen mit Pingpongbällen), Bill Gates (bekommt die Kugel) und "Star Wars"-Untier Jar Jar Binks über sich ergehen lassen. Trotz schneidend sarkastischer Seitenhiebe auf Patrioten, Rassisten, Homosexuelle und New-Ager versteht es diese Anarchokomödie außer Rand und Band, auch noch eine positive Botschaft von Toleranz unterzubringen. ara.

Sprecher:  Trey Parker   als Stan Marsh/Eric Cartman/Satan
  Matt Stone   als Kyle Broslofski/Kenny Mc Cormi
  Mary Kay Bergman   als Liane Cartman/Sheila Broslofsk
  Isaac Hayes   als Jerome 'Chef' McElroy
  Jesse Howell   als Ike Broflovski
  Anthony Cross-Thomas   als Ike Broflovski
  Bruce Howell   als Man in Theatre
  Deb Adair   als Woman in Theatre
  Jennifer Howell   als Bebe Stevens
  George Clooney   als Dr. Gouache/Doctor
  Heinz Hoenig  
 
Regie:  Trey Parker  
Buch:  Trey Parker  
  Matt Stone  
  Pam Brady  
Musik:  Marc Shaiman  
  Trey Parker  
Produzent:  Trey Parker  
  Matt Stone  
 

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