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Spanglish

Zynisch angehauchte Sozialkomödie, in der Adam Sandler als gestresster Familienvater dem Charme seiner mexikanischen Haushälterin erliegt.


Spanglish (I Feel Good!)

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Erhältlich seit:
04.01.2011

Komödie

USA 2004
Laufzeit: 126 Min.
FSK: ab 6

Adam Sandler
Téa Leoni
Paz Vega

Regie: James L. Brooks
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Ein mexikanisches Hausmädchen, das kein Wort Englisch spricht, verdreht Adam Sandler den Kopf. Warmherzige Komödie mit einem Schuss Romantik.

Geplagter Daddy: John hat seine liebe Not mit den Kleinen (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Geplagter Daddy: John hat seine liebe Not mit den Kleinen (Foto: Sony Pictures)

"Besser geht's nicht" hieß der Komödienhit von Regisseur James L. Brooks vor sieben Jahren. Geht nicht? Gibt's nicht! Das beweist der Gag-Experte, der einst "The Simpsons" kreierte und "Der Rosen-Krieg" produzierte, jetzt mit seinem neuen Comedy-Streich.

Kalauerkönig Adam Sandler ("Die Wutprobe") brilliert als gestresster Sternekoch John Clasky, der mit seiner neurotischen Gattin Deborah (Téa Leoni), seiner trinkfesten Schwiegermutter und zwei Kids ein reichlich konfuses Familienleben führt. Damit endlich Ordnung bei den Claskys einzieht, engagieren sie die feurige Flor (Paz Vega) als Hausmädchen.

Zwar beherrscht die schöne Latina nicht die Sprache ihrer Arbeitgeber, doch mit ihrem Charme erobert sie auch ohne Worte die Herzen der verrückten Claskys.

Buenos Diaz! Die mexikanische Einwanderin Flor zieht bei den reichen Claskys ein (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Buenos Diaz! Die mexikanische Einwanderin Flor zieht bei den reichen Claskys ein (Foto: Sony Pictures)

Seitenhieb mit Augenzwinkern

Problematisch wird das Zusammenleben, als Deborah sich zunehmend in die Erziehung von Flors kleiner Tochter einmischt und John unerlaubte Gefühle für seine Angestellte entwickelt.

Bittersüße Emotionen, garniert mit frechem Witz und liebevollen Seitenhieben auf die amerikanische und mexikanische Kultur. Die spanische Hauptdarstellerin Paz Vega ("Lucia und der Sex") lernte für ihr Hollywood-Debüt eigens Englisch.

Regisseur Brooks verriet augenzwinkernd: "Ich glaube, sie hat kein Wort von mir verstanden. Brauchte sie auch gar nicht. Paz hat die Rolle der Flor instinktiv gespielt, ganz wunderbar".

Spanglish (I Feel Good!)

Man spricht Spanisch und Englisch in der neuen Beziehungs-Dramedy von Regisseur und Skripter James L. Brook, seinem ersten Film seit "Besser geht's nicht" vor sieben Jahren. Sprachbarrieren inbegriffen prallen zwei Kulturen und Klassen mit viel Humor und Emotion aufeinander, als eine illegale mexikanische Einwanderin eine Stelle als Haushaltsgehilfin bei einer problembeladenen Familie in Los Angeles übernimmt. Den gutmütigen Herr im Haus in dieser von Frauen dominierten Family spielt passiv-gedrosselt Komiker Adam Sandler, der nach "Punch Drunk Love" im ernsthaftesten Part seiner Karriere zu sehen ist.

Ein Voiceover der jungen Christina klammert die Story ein. Sie erinnert sich in ihrem Bewerbungsschreiben an die Princeton-Univerisität bewundernd an den Werdegang ihrer Mutter: Von ihrem Ehemann verlassen, hatte Flor (die hinreißende Paz Vega aus "Lucia und der Sex") die Flucht nach Kalifornien angetreten, um ihrer kleinen Tochter eine bessere Zukunft zu bieten. Nach mehreren Jahren im Barrio von Los Angeles, wo sie kein Wort Englisch gelernt hat, findet Flor Anstellung bei der wohlhabenden Klasky-Famlie. Flors neue Chefin ist die hochgradig neurotische Deborah (Tea Leoni wirft sich mit Elan in die Darstellung der enervierenden Hysterikerin), die weder mit ihrem sympathischen Mann, dem Vier-Sterne-Koch John, noch ihren beiden Kindern oder ihrer im Haus lebenden Mutter Evelyn (Chris Leachman als drollig-liebenswerte Alkoholikerin) ein besonders gutes Verhältnis hat. Denn Deborah ist ein sehniges Nervenbündel, das vollkommen auf sich selbst bezogen ist und ständig mit emotionalem Desaster flirtet. So sind ihr peinliche Übergriffe (wie Christina ein Stipendium an einer Privatschule zu verschaffen, ohne sie vorher gefragt zu haben, oder ihrer übergewichtigen Tochter Kleidung eine Nummer zu klein zu kaufen) unbewusst. Ihre bevorzugte Antwort in Konfliktsituationen ist es, den anderen zu versichern, dass sie nicht sauer auf sie wäre. Im Kontrast zu Deborah ist Flor eine mexikanische Madonna, zu deren Warmherzigkeit und natürlichem Charme sich die ganze Familie, inklusive des Haushunds, hingezogen fühlt. Insbesondere John, der von seiner Frau sträflich vernachlässigt wird, ist von der attraktiven und mittlerweile Englisch sprechenden Flor hoffnungslos in den Bann gezogen. Wie zwischen Bill Murray und Scarlett Johansson in "Lost in Translation" bilden sich zart-bittersüße Gefühlsbande zwischen ihnen. Dabei geht ihre Zuneigungsäußerung ebenfalls nicht über einen Kuss hinaus. Allerdings fallen hier die Dialoge etwas weniger gewitzt und fließend als in Sofia Coppolas Kleinod aus.

Wie in seinen anderen Filmen interessiert sich Brooks für die verschiedenen zwischenmenschlichen Töne, ohne sich auf einen Protagonisten per se festzulegen. Noch aus "Zeit der Zärtlichkeit"-Tagen geübt, legt Brooks Augenmerk auf den dreifachen Mutter-Tochter-Konflikt. Insgesamt werden die verschiedenen Figuren jedoch vergleichsweise oberflächlich skizziert, sodass auch manche Frage unbeantwortet bleibt. Weshalb beispielsweise ist Deborah so unzufrieden oder warum lässt sich John von ihr emotional (und einer bizarren Szene zufolge sexuell) benutzen? Überhaupt ist die Rolle von Leoni im Gegensatz zu der von Jack Nicholsons Ekelpaket in "Besser geht's nicht" charmefrei und weist keine sympathischen Merkmale auf. Zweifellos wäre es in Brooks' neuem Film in vielerlei Hinsicht auch besser gegangen: Die zynisch angehauchte Sozialkomödie mit unterschwelligem Sitcom-Flair ist in einer Saison der großen Knüller eher als Geheimtipp zu werten. ara.

Spanglish (I Feel Good!)

Die schöne Flor und ihre 12-jährige Tochter immigrieren von Mexiko nach Los Angeles, um sich ein besseres Leben aufzubauen. Bei John und Deborah Clasky tritt sie einen Job als Haushälterin an. Doch nicht alles klappt gleich so, wie Flor es sich vorgestellt hat. Die Sprache ist fremd, die Kultur unterschiedlich und ihre neuen Arbeitgeber irgendwie anders. Denn das wohlhabende Ehepaar pflegt einen recht exzentrischen Lebensstil. Während John als Starkoch in Kalifornien hohe Anerkennung genießt und obendrein der perfekte Vater und Ehemann ist, hat seine neurotische Frau mit der typischen Unausgefülltheit einer reichen Hausfrau zu kämpfen. Gleichzeitig führt sie Flor ein ihr bislang unbekanntes, extravagantes Leben vor. Hinzu kommt, dass Flors Tochter gerade mächtig pubertiert und sie somit ständig auf Trab hält. So ist für turbulente Zeiten im Leben beider Familien gesorgt ...

Kurzbewertung:
Ein Geniestreich von Multitalent James L. Brooks (mehrfach Oscarprämiert für "Besser geht's nicht"). Mit scharfem Blick und jeder Menge Witz zeigt er uns den ganz normalen Alltag am Rande des Wahnsinns - zum Brüllen komisch! In den Hauptrollen: Adam Sandler (50 erste Dates), Téa Leonie (Bad Boys) und Paz Vega (Sprich mit ihr) in ihrem sehenswerten Hollywood-Debüt.

Quelle: Sony Pictures

Darsteller:  Adam Sandler   als John Clasky
  Téa Leoni   als Deborah Clasky
  Paz Vega   als Flor Moreno
  Cloris Leachman   als Evelyn Norwich
  Shelbie Bruce   als Cristina
  Sarah Steele   als Bernice
  Ian Hyland   als Georgie
  Victoria Luna   als sechsjährige Cristina
  Cecilia Suarez   als Monica
  Rolando Molina   als Flors Ehemann
  Brenda Canela   als Luz
  Eddy Matin   als 14-jähriger Junge
 
Regie:  James L. Brooks  
Buch:  James L. Brooks  
Musik:  Hans Zimmer  
Kamera:  John Seale  
Produzent:  James L. Brooks  
  Richard Sakai  
  Julie Ansell  
 

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