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Spartan

Cleverer Politthriller von David Mamet, in dem Val Kilmer als skrupelloser Spezialagent bei der Entführung einer Politikertochter auf einen politische Verschwörung stößt.


Spartan

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Erhältlich seit:
13.04.2007

Thriller

USA/Deutschland 2004
Laufzeit: 102 Min.
FSK: ab 16

Val Kilmer
Derek Luke
William H. Macy

Regie: David Mamet
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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Spartan

Die Tochter des US-Präsidenten wurde von Mädchenhändlern gekidnappt, vermutlich ahnen die aus dem Orient stammenden Täter nicht einmal, welch Goldstück ihnen da ins Netz ging. Special Agent Scott und sein mit allen gewassenen Wassern gewaschenes Team soll sie raushauen, doch kurz vor dem entscheidenden Schlag pfeift man Scott zurück. Als kurz darauf jeder stirbt, der deswegen auch nur Fragen stellt, geht Scott in den Untergrund und forscht auf eigene Faust nach dem Mädchen.

Geheimagenten sind keine Helden, kennen keine Freunde und werden von den eigenen Vorgesetzten kaltblütig der Staatsräson bzw. den privaten Sauereien hoher Würdenträger geopfert in diesem stets spannenden, sich realistisch gebenden und dankenswerterweise trotzdem auf permanente Wackelkamera verzichtenden Geheimdienstthriller von Altmeister David Mamet. Val Kilmer überzeugt als Hauptdarsteller, in Nebenrollen sind Charakter-Koryphäen wie William H. Macy oder der als Al Bundy zu Weltruhm gelangte Ed O'Neill zu entdecken.

Spartan

Streng, spärlich, schnörkellos. Diese dem Titel entsprechenden Attribute zeichnen den cleveren Politthriller aus der Feder des Dialogkünstlers David Mamet ("Heist - Der letzte Coup", "House of Games") aus. Für die komplexe Verschwörungsgeschichte um die Rettung der entführten US-Präsidententochter durch einen Spezialagenten übernimmt Mamet zudem die Inszenierung. Dabei motiviert er Val Kilmer ('Wonderland") zu einer hervorragenden Darstellung als scheinbar skrupel- und emotionsloser Agent, der bei dieser vertrackten Mission von seiner normalen Linientreue abweicht.

Gleich ab der ersten Szene wird der Zuschauer ins Geschehen involviert. Sonderagent Robert Scott (Kilmer) ist beschäftigt, während einer Trainingsmission den Rekruten Curtis (Derek Luke aus "Antwone Fisher") auszuwählen. Anschließend wird Scott zum Secret Service gerufen, wo sich herausstellt, dass Laura Newton, die Tochter eines hochgestellten Politikers (ohne es direkt auszusprechen, handelt es sich mehreren Andeutungen zufolge um den US-Präsidenten) vermisst wird. Mamet verzichtet darauf, den Zuschauer mit Hintergrund-Informationen auszustatten, sondern lässt ihn die Ereignisse aus der Sicht Scotts miterleben. Damit ergibt sich die Gelegenheit, dass man sich auf die verschiedenen Andeutungen und Indizien selbst einen Reim machen kann. Obwohl Lauras Freund sowie einer ihrer Professoren verdächtig erscheinen, führt die Spur weiter zu einem Eskortservice, einem Mädchenhändlerring und letztlich einem Bordell in Dubai. Kurz vor dem Abflug eines Sonderkommandos nach Saudi-Arabien werden die Leichen Lauras und ihres Profs aus dem Wasser gezogen, der Einsatz wird abgebrochen. Scott ist zufrieden gestellt, sein neuer Protégé Curtis hingegen ist anderer Meinung. Er hat ein eindeutiges Zeichen von Lauras Anwesenheit in dem Haus der Mädchenschieber gesehen und kann Scott überzeugen, einen zweiten Blick zu riskieren - mit fatalen Folgen. Mit einem Mal befindet sich Scott im Fadenkreuz der eigenen Organisation (der Mamet-erprobte William H. Macy glänzt in einer kleiner, jedoch prägnanten Rolle), da er mitten in ein Wespennest gestochen hat und sich eine unfassbare politische Intrige vor ihm eröffnet, die ihn in seinen Grundfesten erschüttert.

Gemäß eines guten Mamets ist nichts so, wie es zunächst oberflächlich den Anschein hat. Eine Reihe falscher Fährten wird gelegt, ein minimalistisches Puzzleteil nach dem anderen wird offenbar, um schließlich dem harten Kern der Story auf den Grund zu gehen. Dabei hält Mamet ein straffes Tempo aufrecht und lässt die Spannungsschraube nie locker. Optisch elegant in verblichenen blau-grau Tönen gefilmt, wird so der unterkühlte Stil des Film widergespiegelt. Ein weiteres Markenzeichen Mamets sind die stilisiert-geschliffenen Dialoge. Ebenfalls zum Tragen kommt seine Vorliebe, das Wesen eines Mannes anhand seiner Berufsethik (siehe "Glengary Glenn Ross", "State and Main" und "Heist") zu sezieren. Kilmers Figur hinterfragt erstmals den moralischen Aspekt eines Auftrags und wandelt sich somit vom "Shooter" zum "Denker". Er führt unautorisiert die Rettungsaktion (fast) im Alleingang durch, was mit dem Titel und einer Referenz im Film auf den Spartanerkönig Leonidas verweist, der, wenn um militärische Hilfe gebeten, einen einzelnen Soldaten schickte. Vielschichtige Details wie diese werden das Arthouse-Publikum auf der Suche nach einem intelligent-kompetenten Konspirationsthriller - die bluternste Variation zu Mamets Politsatire "Wag The Dog" - sicherlich blendend unterhalten. ara.

Spartan

Spezialagent Robert Scott soll in einem hochbrisanten Fall ermitteln. Laura Newton, die Tochter des Präsidenten, ist spurlos verschwunden. Zunächst erscheinen sowohl ihr Freund als auch ihr Professor verdächtig, bald stößt Scott jedoch auf einen Mädchenhändlerring, dessen Spur zu einem Bordell in Dubai führt. Kurz bevor sich ein Sonderkommando auf den Weg dorthin machen kann, klärt sich der Fall auf: Das Mädchen und ihr Professor sind bei einem Segelunfall ums Leben gekommen, die Leichen wurden bereits geborgen. Für Scott ist die Sache damit erledigt, doch sein junger Partner Curtis drängt ihn, einen zweiten Blick zu riskieren. Scott lässt sich überreden und ermittelt weiter. Dabei stößt der abgebrühte Spezialagent auf eine politische Intrige, die er nie für möglich gehalten hätte ...

Exzellenter Politthriller mit komplexer, aber klar strukturierter Handlung, die durch intelligente Wendungen an Spannung kaum zu übertreffen ist. Val Kilmer läuft unter der Regie von David Mamet zur Hochform auf!

Exzellenter Politthriller mit komplexer, aber klar strukturierter Handlung, die durch intelligente Wendungen an Spannung kaum zu übertreffen ist. Val Kilmer läuft unter der Regie von David Mamet zur Hochform auf!

Quelle: Studiocanal

Darsteller:  Val Kilmer   als Scott
  Derek Luke   als Curtis
  William H. Macy   als Stoddard
  Ed O'Neil   als Burch
  Kristen Bell   als Laura Newton
  Saïd Taghmaoui   als Tariq Asani
  Linda Kimbrough   als Donny
  Tia Texada   als Jackie Black
  Jeremie Campbell   als Cadre Candidate
 
Regie:  David Mamet  
Buch:  David Mamet  
Musik:  Mark Isham  
Kamera:  Juan Ruiz-Anchia  
Produzent:  Art Linson  
  Moshe Diamant  
  Elie Samaha  
  David Bergstein  
 

Spartan in der Fotoshow

 

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