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Speed 2: Cruise Control

Aufwendige High-Speed-Action, in der ein Luxusliner entführt wird und Busfahrerin Bullock auf Wasserski umwechseln muß.


Speed 2: Cruise Control

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Erhältlich seit:
13.01.2000

Action/ Thriller

USA 1997
Laufzeit: 120 Min.
FSK: ab 16

Sandra Bullock
Jason Patric
Willem Dafoe

Regie: Jan de Bont
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

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Speed 2: Cruise Control

Nach der Trennung von ihrem Freund Jack hat sich Annie nun mit dem Polizisten Alex Shaw eingelassen. Doch deshalb verläuft ihr Leben nicht weniger aufregend. Denn schon bald entpuppt sich Alex als draufgängerisches Mitglied einer Spezialeinheit. Um Annie zu beruhigen, lädt er sie auf eine Karibik-Kreuzfahrt ein. Aus dem Urlaub zu zweit wird jedoch nichts. An Bord des Luxus-Liners befindet sich nämlich nicht nur der irre Terrorist Geiger, sondern auch einige von ihm installierte Bomben, die jeden Augenblick hochgehen können.

Nachdem Jan De Bont ("Twister") mit der Inszenierung des ersten Teils erfolgreich den Sprung vom Kameramann zum Regisseur geschafft hatte, bleibt er auch in der Fortsetzung dem Hochgeschwindigkeits-Thriller-Genre treu. "Speed 2" ist ein perfekt choreographiertes Feuerwerk aus aufwendigen Stunt-Sequenzen, gigantischen Explosionen und dramatischen Verfolgungsjagden. Zwar kann Jason Patric als Sandra Bullocks Partner Keanu Reeves nicht ganz ersetzen, dafür glänzt aber Willem Dafoe als Bösewicht. Dank Bullocks Charme und De Bonts Gespür für Action erobert der Film die Gunst des Publikums.

Speed 2: Cruise Control

Der Geschwindigkeitsrausch des schnellen Erfolges sollte für Regisseur Jan De Bont ("Twister") mit dem nicht restlos überzeugenden Sequel zu seinem Debüterfolg "Speed" aus dem Jahr 1994 erstmals ein wenig gedrosselt werden. Nach einem gewaltigen Startwochenende sollte die auf einen Luxuskreuzer verlegte Standard-Action im Fahrwasser übermächtiger Konkurrenz alsbald an Einspiel-Speed einbüßen. Die nach wie vor beeindruckende Sandra Bullock sollte das Publikum dennoch für sich gewinnen können.

Nachdem Keanu Reeves, faszinierender Star des Originals, es ablehnte, an der Fortsetzung mitzuwirken, wurde er von Jason Patric (zeigte zuletzt in "Sleepers" die Qualitäten eines Leading Man) ersetzt. Erneut mit an Bord ist hingegen "Busfahrerin" Sandra Bullock, der hier jedoch weit weniger Gelegenheit gegeben wird, das Steuer bzw. Ruder selbst in die Hand zu nehmen. Abgesehen von einem couragierten Kettensägen-Einsatz wird ihr vorwiegend die unglückliche Opfer-Rolle zugewiesen, in der sie sich um ihren Boyfriend sorgt und etwas überflüssig als Geisel genommen wird. Ansonsten ist sie in ihrem hautengen, bauchfreien Minirock-Outfit aus schwarzer Spitze adrett anzusehen und bringt gekonnt ihre patentierte Persona als liebenswertes Schusselchen ein, das Alt und Jung bisher so sehr zu schätzen wußten.

In der vielversprechenden Eröffnungsszene unternimmt sie eine gemeingefährliche Fahrprüfung, während ihr Cop-Freund Alex im Gegenschnitt auf dem Motorrad einen Kriminellen verfolgt. Als sich ihre Wege schließlich kreuzen, findet Annie heraus, daß Alex gar kein verschlafener Fahrrad-Polizist, sondern ein draufgängerischer SWAT-Teamangehöriger ist. Die erste halbe Stunde versucht De Bont nun - womöglich um den Vorwurf, bisher seien seine Charakterzeichnungen eher dünn, und den mehrfach angebrachten Leitsatz "Beziehungen, die auf extremen Umständen beruhen, klappen nie", zu entkräften - ein wenig persönliches Drama einzubauen. Doch ob oder wann Alex ihr nun einen Heiratsantrag macht, ist eine Frage, die bestenfalls am Rande interessiert, da zwischen Bullock und Patric mehr kumpelhafte, denn romantische Chemie herrscht. Ungeduldig beginnt man auf die Action zu warten. Zuvor wird Willem Dafoe (zuletzt in "Der englische Patient") ohne einen Anflug von Suspense als verhärmter Bösewicht Geiger eingeführt. Seine Motivationen sind Rache, da er sich bei der Entwicklung des Computersystems des Luxuskreuzers Seabourn Legend eine "lebensbedrohliche Kupfervergiftung" zuzog und daraufhin gefeuert wurde, und die Gier auf die an Bord befindlichen Diamanten.

Bei der Inszenierung der kurz darauf folgenden Nonstop-Actionmomente ist De Bont, der als Kameramann von "Alarmstufe: Rot" und "Jagd auf Roter Oktober" hilfreiche Inspirationen sammeln konnte, endlich wieder in seinem Element. Das Schiff steuert nach Geigers Computermanipulation direkt auf einen Öltanker zu. Als ein Zusammenprall in letzter Sekunde abgewendet werden kann, zermalmt die Seabourn Legend in einer fünfminütigen Dampf(er)walz-Sequenz einen Großteil der Karibikinsel St. Martin. Gefahren lauern zudem im steckengebliebenen Schiffsaufzug, einem Rettungsboot, bei Feuer und Überflutungen im Schiffsinneren und nicht zuletzt in Gestalt eines Schiffspropellers. Erstaunlicherweise wurde das Ausmaß des Blutvergießens und der Bodycount extrem in Grenzen gehalten: Lediglich der Kapitän und Geiger segnen offensichtlich das Zeitliche.

Ein Grund, weshalb "Speed 2" nicht so recht auf Touren kommen will, ist die fehlende packend-klaustrophobische Konstellation des Originals. Der Luxuskreuzer wirkt fast zu weitläufig, sicher und unzerstörbar und - Hauptmanko - schlichtweg viel zu langsam. Für wahre "Speed"-Freaks also nicht die erhoffte rasante Turbo-Unterhaltung, aber immerhin ein solides Action-Gefährt, das Spaß macht. ara.

Darsteller:  Sandra Bullock   als Annie Porter
  Jason Patric   als Alex Shaw
  Willem Dafoe   als John Geiger
  Temuera Morrison   als Juliano
  Brian McCardie   als Merced
  Christine Firkins   als Drew
  Michael G. Hagerty   als Harvey
  Colleen Camp   als Debbie
  Enrique Murciano jr.   als Alejandro
  Kimmy Robertson   als Liza
  Bo Svenson   als Capt. Pollard
  Silver Tamia   als Sheri Silver
  Tim Conway   als Mr. Kenter
  Lois Chiles   als Celeste
  Francis Guinan   als Rupert
  Jeremy Hotz   als Ashton
 
Regie:  Jan de Bont  
Buch:  Randall McCormick  
  Jeff Nathanson  
  Jan de Bont  
Musik:  Mark Mancina  
Kamera:  Jack N. Green  
Produzent:  Jan de Bont  
  Steve Perry  
  Michael Peyser  
 

Fassungen

 

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Features

 

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