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Speed Racer

Von den "Matrix"-Machern realisiertes visuelles Spektakel um eine berühmte Rennfahrerfamilie und ihre mächtigen Gegner.


Speed Racer

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Erhältlich seit:
07.11.2008

Action

USA 2008
Laufzeit: 135 Min.
FSK: ab 12

Emile Hirsch
John Goodman
Susan Sarandon

Regie: Andy Wachowski, ...
Warner Home Video Germany

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Packende Familienunterhaltung und hypermoderne Bildwelten - die "Matrix"-Schöpfer bestätigen mit dieser Manga-Verfilmung ihr Ausnahmetalent.

Speed Racer konzentriert sich auf sein Rennen (Foto: Warner) Großansicht

Speed Racer konzentriert sich auf sein Rennen (Foto: Warner)

Das Kino kennt viele Schöpfer virtueller Universen, ob George Lucas oder Peter Jackson - aber in den letzten zehn Jahren war kaum jemand so ästhetisch und konzeptionell prägend wie die Gebrüder Wachowski.

Mit der "Matrix"-Trilogie gelang ihnen das Kunststück, futuristische Actionszenarien mit östlichen Philosophien zu verschmelzen und mit dieser Verbindung nie da gewesene Bildwelten zu schaffen. Das machte die Cyber-Saga zum überzeugendsten Versuch Hollywoods, die Visionen der japanischen Sci-Fi-Mangas in den Realfilm zu übertragen.

Mit "Speed Racer" gehen die Regie-Geschwister konsequent einen Schritt weiter. Diesmal greifen sie offiziell auf eine japanische Vorlage zurück - die auf dem gleichnamigen Manga beruhende Anime-Serie "Mach Go Go Go", in der es ein junger, genialer Rennfahrer (Shooting-Star Emile Hirsch als Speed-Junkie) mit skrupellosen Automobilunternehmen aufnimmt. Aber von den Bleigewittern der Formel 1 ist "Speed Racer" so weit entfernt wie Luke Skywalker von Michael Schumacher.

Auf der Strecke geht's voll zur Sache (Foto: Warner) Großansicht

Auf der Strecke geht's voll zur Sache (Foto: Warner)

Kult aus Japan

Die Wachowskis versetzen die Handlung in ein effektgeladenes Pop-Universum, beschwören keine überdrehten Gewaltfantasien, sondern 'Family Entertainment'. Denn ihr Held kämpft nicht für sein Ego, sondern das Unternehmen seiner Familie (darunter Oscarpreisträgerin Susan Sarandon als Racer-Mama und Christina Ricci als seine Freundin).

Dabei schütten die Filmemacher eine Wundertüte an erzählerischen und visuellen Ideen aus - besonders beim großen Showdown, wenn der Über-Pilot eine berüchtigte Querfeldein-Rallye absolviert, bei der sein Bruder den Tod fand. Eine Geschichte mit bewährtem Identifikationspotenzial im aufregenden Look des 21. Jahrhunderts.

Speed Racer

Mit einem poppig-bunten Bilderrausch und der Story einer Macht und Manipulation trotzenden Rennfahrerfamilie haben die "Matrix"-Macher erstmals junge Zuschauer für ihre visionären Actionwelten im Visier.

Gab es in "Matrix" noch Pillen zur Bewusstseinstäuschung und Wirklichkeitserfahrung, kennt "Speed Racer" nur eine Droge, die auch im Triumph konsumiert wird: Milch. Ein Symbol für die veränderte Zielgruppenperspektive der Wachowski-Brüder für ihre Adaption der japanischen Kult-Zeichentrickserie der Sixties. So sind auch die Helden wirklich Milchgesichter - ob sie nun mit Traumauto und Kulleraugenfreundin oder einem Schimpansen das Böse bekämpfen.

Der eine ist Speed (Emile Hirsch), nach dem Unfalltod seines Bruders Rex die Frontfigur im Racer-Rennfahrerclan. Der andere ist Speeds kleiner Bruder, die Identifikationsfigur für rebellische Racker. Der Antagonist ist ein Konzernchef, der Rennen manipuliert, um Profite maximieren und den Geruch von Macht inhalieren zu können. Als Speed nicht für ihn fahren will, bedroht das Großkapital den Kleinbetrieb, der von der resoluten Mutter und dem Konstrukteursvater geführt wird.

Diese idealisierte Familie ist die Realisierung des elementarsten Kinderwunschs, der Sehnsucht nach einem emotionalen Hafen, in dem sich alle Wellen glätten. Einen anderen, das Rasen mit coolen Boliden und giftigen Gegnern, erfüllen die Wachowskis mit Rennkursen, die mit extremen Gefällen, Kurven und Schanzen an Achterbahnen und Skateboard-Parks erinnern. Speed wird hier mehr geboten als Dramatik, weil der Schnitt einen Spannungssog selten zulässt, weil trotz übelster Crashs niemand zu Schaden kommt, weil Überblick in der Orchestrierung von springenden, fliegenden, Pirouetten schlagenden Autos nur die Figuren auf der Leinwand haben. Mehrere Rennen bis hin zum finalen Grand Prix flankieren den Plot, in den auch das Geheimnis um Speeds verstorbenen Bruder eingebunden ist.

Den Charme und Witz, den die Rückblenden in Speeds Kindheit zeigen, können die Wachowskis nicht zweistündig konservieren. Figuren und Gefühle treten hinter der optischen Wucht von Schwenks und Zooms, Lichtspielen und Farbrausch, Backgroundcollagen und surrealen Kompositionen zurück. Handgreifliche Action ist auf eine Ninja-Attacke und kleinere Prügeleien reduziert. Sonst dominieren Motoren in diesem in Babelsberg, wie "Sin City" mit Greenscreens und Digitaltechnik entstandenem Big-Budget-Abenteuer. Künstlichkeit ist Stilprinzip in diesem Mix aus "Spy Kids", "Tron", "Rollerball", "The Fast and the Furious" und "Starlight Express", in dem deutsche Filmprominenz Gastauftritte hat und Koreas Popidol Rain die Brücke zum asiatischen Markt schlägt. Nicht jeder Zuschauer wird die visuellen Wunder und den Aufwand dahinter erkennen oder honorieren können. Dennoch haben die Wachowski-Brüder hier eine eigene Welt, unabhängig von bekannten Realitäten, geschaffen. Eine Welt für die kleinen Fantasten, frei nach dem Motto der Coen-Brüder aus "Hudsucker - Der große Sprung": "You know, for kids!". kob.

Speed Racer

Die Motoren heulen auf, die Sicherheitsgurte klicken: Start frei für diesen oktanstarken Familienfilm über die Abenteuer des jungen
Rennfahrers Speed (Emile Hirsch), der hinter dem Lenkrad seines donnernden Mach 5 um Ruhm und Rekorde kämpft immer tatkräftig
unterstützt von Pops und Mom Racer (John Goodman und Susan Sarandon), seiner Freundin Trixie (Christina Ricci), seinem jüngeren
Bruder Spritle (Paulie Litt) und dem geheimnisvollen
Racer X (Matthew Fox). Denn nur so kann Speed es mit den gnadenlosen Konkurrenten aufnehmen, um das Familienunternehmen zu retten
und die Integrität des geliebten Motorsports zu bewahren. Wenn Speed die Piste betritt, geht es nicht nur um das Rennen sondern um
einen Adrenalinschub, der bis zur Ziellinie für Spitzentempo sorgt. Go, Speed Racer, go!!

Quelle: Warner Home Video

Darsteller:  Emile Hirsch   als Speed Racer
  John Goodman   als Pops Racer
  Susan Sarandon   als Mom Racer
  Christina Ricci   als Trixie
  Matthew Fox   als Racer X
  Roger Allam   als Royalton
  Paulie Litt   als Spritle
  Benno Fürmann   als Inspector Detector
  Hiroyuki Sanada   als Mr. Musha
  Rain   als Taejo Togokhan
  Richard Roundtree   als Ben Burns
  Kick Gurry   als Sparky
 
Regie:  Andy Wachowski  
  Lana Wachowski  
Buch:  Lana Wachowski  
  Andy Wachowski  
Musik:  Michael Giacchino  
Kamera:  David Tattersall  
Produzent:  Joel Silver  
  Andy Wachowski  
  Lana Wachowski  
  Grant Hill  
 

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