DVD Leihvideo

Spiel ohne Regeln

Familienfreundliche Variante von Robert Aldrich harter Gefängnis-Football-Dramedy.


Spiel ohne Regeln

Leihvideo

Erhältlich seit:
21.02.2006

Originaltitel: The Longest Yard

Komödie/ Drama

USA 2005
Laufzeit: 109 Min.
FSK: ab 12

Adam Sandler
Chris Rock
Burt Reynolds

Regie: Peter Segal
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

Videoplayer wird geladen ...

Filmbewertung


(1 Bewertungen)
Die Ausstattung

Die Technik

Haben Sie den Film schon gesehen?

Jetzt bewerten!


 
Touchdown für das Joker-Duo Adam Sandler und Chris Rock in einem aberwitzigen Gefängnis-Spaß.

Quarterback Paul und Meggert müssen zusehen, wie die Wärter ihr Team auseinander nehmen (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Quarterback Paul und Meggert müssen zusehen, wie die Wärter ihr Team auseinander nehmen (Foto: Sony Pictures)

Dumm gelaufen: Als der ehemalige NFL-Profi Paul "Wrecking" Crewe (Adam Sandler) im texanischen Knast landet, scheint seine einst glänzende Karriere endgültig vorbei.

Aber es kommt noch schlimmer: Der Gefängnisdirektor verlangt von seinem neuen Star-Insassen, ein Football-Team aus Häftlingen zusammenzustellen, gegen das sich die Mannschaft der Wärter warmspielen soll - ein Haufen halbprofessioneller Rednecks (gespielt von echten Ex-Profis und wahren Schränken wie Brian Bosworth), die nur darauf warten, den Insassen eine gehörige Abreibung zu verpassen.

Das sieht nach null Chancen aus, bis sich Paul den ehemaligen Trainer Nate (Burt Reynolds) schnappt, der aus dem Trupp von Losern langsam ein Team formt.

Paul hat in Ex-Trainer Nate eine Geheimwaffe entdeckt (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Paul hat in Ex-Trainer Nate eine Geheimwaffe entdeckt (Foto: Sony Pictures)

Bahn frei für die Gewinner

Als auch noch der superschnelle Meggert (Rapper Nelly fulminant in seinem Leinwand-Debüt) und Sandlers ehemaliger "Saturday Night Live"-Gefährte Chris Rock als Knastis mit Händchen fürs Organisieren dazustoßen, krachen beim Showdown auf dem Spielfeld nicht nur die Knochen, sondern auch die Gags.

Never change a winning team: Nachdem sich in "50 First Dates" und "Die Wutprobe" mit Regisseur Peter Segal und Hauptdarsteller Adam Sandler zwei ausgebuffte Talente für originelle Comedy gefunden hatten, vereinen beide nun erneut ihre geballte Witz-Power.

Die liebenswerte Buddy-Comedy, eine Ode an alle Underdogs, ist ein Remake des gleichnamigen Films von 1974. Burt Reynolds, der damals die Hauptrolle spielte, kehrt hier als Coach zurück - das I-Tüpfelchen in der Spitzen-Besetzungsliste.

Spiel ohne Regeln

War es für (den hier erneut in einer tragenden Nebenrolle mitwirkenden) Originalstar Burt Reynolds anno 1974 "Die härteste Meile", die es in der hart gesottenen Robert-Aldrich-Footballdramedy zu bewältigen galt, schlägt sich Adam Sandler beim Remake in derselben Rolle gewohnt lässig-lustig im "Spiel ohne Regeln" durch. Inszeniert wurde das Update von Sandler-Dauerkollaborateur Peter Segal ("50 erste Dates", "Die Wutprobe"), der seine Ode an den Underdog mit einigem Respekt für die Vorlage mit mehr familienfreundlichem Humor inszeniert. Am US-Boxoffice führte dieser abgeänderte Spielplan zu einem kommerziellen Touchdown und dem bislang besten Opening in Sandlers Karriere.

Der Anfang ist das Ende - und zwar das Ende einer einst strahlenden Karriere. Knapp wird gezeigt, wie der ehemalige NFL-Footballstar Paul "Wrecking" Crewe im Suff von Cops verfolgt den Bentley seiner Freundin demoliert. Damit wird seine Bewährung wegen Spielbetrugs (er hatte absichtlich Punkte verloren) aufgehoben und er landet in einem texanischen Staatsgefängnis unter Direktor Hazen (James Cromwell). Der verlangt, dass sein neuer Starinsasse ein Häftlingsteam zusammenstellt, an dem sich die halbprofessionelle Mannschaft der Gefängniswärter warmspielen kann. Die Wärter (zum Teil von schrankgroßen ehemaligen Football- und Wrestling-Stars wie Brian Bosworth und Steve Austin gespielt) sind ein hundsgemeiner Haufen sadistischer Rednecks, was gleich zu Anfang mit einer brutalen Abreibung, die Crewe von Captain Knauer (William Fichtner) verpasst bekommt, demonstriert wird. Auch bei seinen Mitgefangenen stößt Crewe auf null Sympathie und ist wegen seiner früheren "unamerikanischen" Mogelei ein geächteter Außenseiter. Lediglich der gewiefte Hausmeister (Chris Rock, Sandlers früherer "Saturday Night Live"-Kollege) freundet sich mit Paul an und hilft ihm beim mühseligen Unterfangen.

Zunächst tritt nur der übliche Trupp von Verlierern (vom bierbäuchigen Fettwanst zum unsportlichen Möchtegernspieler) an. Ein Lichtblick ist der blitzschnelle Meggert (Rapper Nelly in seinem ordentlichen Filmdebüt). Seine Demütigung durch die rassistischen Wärter führt schließlich dazu, dass die Gang der superathletischen Schwarzen bei der Mannschaft einsteigt und so eine echte Chance besteht, den verhassten Gegnern die verdiente Abreibung zu erteilen. So wird der große Spieltag (dazu steigert sich der Stadionrock-Hymnen-lastige Soundtrack zur Frenetik) zum kathartischen Spektakel, bei dem sich das ewig unterdrückte und machtlose dreckige Dutzend der Häftlinge wenigsten einmal gegenüber den unfairen Autoritätsfiguren behaupten können.

Drehbuchautor Tracy Kennan Wynn modernisierte das Originalskript von Sheldon Turner mit gängigen Popkulturreferenzen und tilgte weitgehend die Unflätigkeiten der ursprünglichen Dialoge (das einzige "Fuck" des Films bleibt Chris Rock vorbehalten). Originalgetreu übernommen wurden hingegen einige Szenen, manche Kameraeinstellungen und ein tragischer Plottwist, der seine Wirkung nicht verfehlt. Die ernsten Känge werden von Albernheiten (verschiedene bizarre Macken und sexuelleVorlieben der Sträflinge, eine Schlammschlacht in Zeitlupe) aufgewogen. Insgesamt dominiert ein überraschend liberaler Ton, da der Film seine Spitzen und Witze gleichmäßig verteilt und Minderheiten zwar für Gags herhalten müssen (dann aber homogen in die Gruppe der Underdogs eingegliedert werden), die eigentliche Zielscheibe des Spotts aber Establishment, Autoritäten und Gefängniswärter sind. Zudem ist Sandler in seiner Rolle des gefallenen Helden, der sich rehabilitieren will, angenehm sympathisch. Reynolds mimt diesmal einen ehemaligen Footballspieler und Coach, während Ed Lauter, der in der ersten Version Captain Knauer spielte, diesmal amüsant auf der anderen Seite der Gefängnisstäbe zu sehen ist. Ein schlagkräftiges Plädoyer für Jux und Dollerei, in dem ein gesellschaftskritisches Herz für die Außenseiter der Gesellschaft pocht. ara.

Darsteller:  Adam Sandler   als Paul "Wrecking" Crewe
  Chris Rock   als Caretaker
  Burt Reynolds   als Coach Nate Scarboro
  James Cromwell   als Gefängniswärter Hazen
  Nelly   als Megget
  William Fichtner   als Captain Knauer
  Michael Irvin   als Deacon Moss
  Terry Crews   als Cheeseburger Eddy
  Bill Goldberg   als Battle
  Bill Romanowski   als Guard Lambert
  Brian Bosworth   als Guard Garner
  Bob Sapp   als Switowski
  Nicholas Turturro   als Brucie
  David Patrick Kelly   als Unger
  Kevin Nash   als Guard Engleheart
  Steve Austin   als Guard Dunham
  Dalip Singh   als Turley
  Cloris Leachman   als Lynette
  Tracy Morgan   als Ms. Tucker
  Lobo Sebastian   als Torres
  Ed Lauter   als Duane
  Courteney Cox  
  Jim Rome  
  Dan Patrick  
  Chris Berman  
  Rob Schneider  
 
Regie:  Peter Segal  
Buch:  Sheldon Turner  
Musik:  Teddy Castellucci  
Kamera:  Dean Semler  
Produzent:  Jack Giaraputto  
  Adam Sandler  
 

Spiel ohne Regeln in der Fotoshow

 

Fassungen

 

facebook

 

Features

 

Star

Adam Sandler

Das Publikum liebt oder hasst ihn wahlweise mit gleicher Leidenschaft: Als Komiker, Drehbuchautor, Produzent und Musiker erlebt Adam Sandler...

 

Star

Chris Rock

Mit Eddie Murphy, Chris Tucker, den Wayans-Brüdern und Martin Lawrence gehört Chris Rock zu den populären schwarzen Entertainern der USA. Seine...