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Leihvideo
Erhältlich seit:
21.02.2006
Originaltitel: The Longest Yard
USA 2005
Laufzeit: 109 Min.
FSK: ab 12
Adam Sandler
Chris Rock
Burt Reynolds
Regie: Peter Segal
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

War es für (den hier erneut in einer tragenden Nebenrolle mitwirkenden) Originalstar Burt Reynolds anno 1974 "Die härteste Meile", die es in der hart gesottenen Robert-Aldrich-Footballdramedy zu bewältigen galt, schlägt sich Adam Sandler beim Remake in derselben Rolle gewohnt lässig-lustig im "Spiel ohne Regeln" durch. Inszeniert wurde das Update von Sandler-Dauerkollaborateur Peter Segal ("50 erste Dates", "Die Wutprobe"), der seine Ode an den Underdog mit einigem Respekt für die Vorlage mit mehr familienfreundlichem Humor inszeniert. Am US-Boxoffice führte dieser abgeänderte Spielplan zu einem kommerziellen Touchdown und dem bislang besten Opening in Sandlers Karriere.
Der Anfang ist das Ende - und zwar das Ende einer einst strahlenden Karriere. Knapp wird gezeigt, wie der ehemalige NFL-Footballstar Paul "Wrecking" Crewe im Suff von Cops verfolgt den Bentley seiner Freundin demoliert. Damit wird seine Bewährung wegen Spielbetrugs (er hatte absichtlich Punkte verloren) aufgehoben und er landet in einem texanischen Staatsgefängnis unter Direktor Hazen (James Cromwell). Der verlangt, dass sein neuer Starinsasse ein Häftlingsteam zusammenstellt, an dem sich die halbprofessionelle Mannschaft der Gefängniswärter warmspielen kann. Die Wärter (zum Teil von schrankgroßen ehemaligen Football- und Wrestling-Stars wie Brian Bosworth und Steve Austin gespielt) sind ein hundsgemeiner Haufen sadistischer Rednecks, was gleich zu Anfang mit einer brutalen Abreibung, die Crewe von Captain Knauer (William Fichtner) verpasst bekommt, demonstriert wird. Auch bei seinen Mitgefangenen stößt Crewe auf null Sympathie und ist wegen seiner früheren "unamerikanischen" Mogelei ein geächteter Außenseiter. Lediglich der gewiefte Hausmeister (Chris Rock, Sandlers früherer "Saturday Night Live"-Kollege) freundet sich mit Paul an und hilft ihm beim mühseligen Unterfangen.
Zunächst tritt nur der übliche Trupp von Verlierern (vom bierbäuchigen Fettwanst zum unsportlichen Möchtegernspieler) an. Ein Lichtblick ist der blitzschnelle Meggert (Rapper Nelly in seinem ordentlichen Filmdebüt). Seine Demütigung durch die rassistischen Wärter führt schließlich dazu, dass die Gang der superathletischen Schwarzen bei der Mannschaft einsteigt und so eine echte Chance besteht, den verhassten Gegnern die verdiente Abreibung zu erteilen. So wird der große Spieltag (dazu steigert sich der Stadionrock-Hymnen-lastige Soundtrack zur Frenetik) zum kathartischen Spektakel, bei dem sich das ewig unterdrückte und machtlose dreckige Dutzend der Häftlinge wenigsten einmal gegenüber den unfairen Autoritätsfiguren behaupten können.
Drehbuchautor Tracy Kennan Wynn modernisierte das Originalskript von Sheldon Turner mit gängigen Popkulturreferenzen und tilgte weitgehend die Unflätigkeiten der ursprünglichen Dialoge (das einzige "Fuck" des Films bleibt Chris Rock vorbehalten). Originalgetreu übernommen wurden hingegen einige Szenen, manche Kameraeinstellungen und ein tragischer Plottwist, der seine Wirkung nicht verfehlt. Die ernsten Känge werden von Albernheiten (verschiedene bizarre Macken und sexuelleVorlieben der Sträflinge, eine Schlammschlacht in Zeitlupe) aufgewogen. Insgesamt dominiert ein überraschend liberaler Ton, da der Film seine Spitzen und Witze gleichmäßig verteilt und Minderheiten zwar für Gags herhalten müssen (dann aber homogen in die Gruppe der Underdogs eingegliedert werden), die eigentliche Zielscheibe des Spotts aber Establishment, Autoritäten und Gefängniswärter sind. Zudem ist Sandler in seiner Rolle des gefallenen Helden, der sich rehabilitieren will, angenehm sympathisch. Reynolds mimt diesmal einen ehemaligen Footballspieler und Coach, während Ed Lauter, der in der ersten Version Captain Knauer spielte, diesmal amüsant auf der anderen Seite der Gefängnisstäbe zu sehen ist. Ein schlagkräftiges Plädoyer für Jux und Dollerei, in dem ein gesellschaftskritisches Herz für die Außenseiter der Gesellschaft pocht. ara.
| Darsteller: | Adam Sandler | als Paul "Wrecking" Crewe | |
|---|---|---|---|
| Chris Rock | als Caretaker | ||
| Burt Reynolds | als Coach Nate Scarboro | ||
| James Cromwell | als Gefängniswärter Hazen | ||
| Nelly | als Megget | ||
| William Fichtner | als Captain Knauer | ||
| Michael Irvin | als Deacon Moss | ||
| Terry Crews | als Cheeseburger Eddy | ||
| Bill Goldberg | als Battle | ||
| Bill Romanowski | als Guard Lambert | ||
| Brian Bosworth | als Guard Garner | ||
| Bob Sapp | als Switowski | ||
| Nicholas Turturro | als Brucie | ||
| David Patrick Kelly | als Unger | ||
| Kevin Nash | als Guard Engleheart | ||
| Steve Austin | als Guard Dunham | ||
| Dalip Singh | als Turley | ||
| Cloris Leachman | als Lynette | ||
| Tracy Morgan | als Ms. Tucker | ||
| Lobo Sebastian | als Torres | ||
| Ed Lauter | als Duane | ||
| Courteney Cox | |||
| Jim Rome | |||
| Dan Patrick | |||
| Chris Berman | |||
| Rob Schneider | |||
| Regie: | Peter Segal | ||
| Buch: | Sheldon Turner | ||
| Musik: | Teddy Castellucci | ||
| Kamera: | Dean Semler | ||
| Produzent: | Jack Giaraputto | ||
| Adam Sandler | |||
Spiel ohne Regeln in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
Bildformat: 1:2,35/16:9
Extras: Outtakes, Entfallene & erweiterte Szenen, Making of, Featurettes, Musikvideo
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