DVD Kaufvideo

Spike Lees Spiel des Lebens

Erfindungsreiches Drama über eine Vater-Sohn-Beziehung und bissiger Kommentar über die Auswüchse in der Kommerzialisierung des Sports.


Spike Lees Spiel des Lebens

Kaufvideo

Erhältlich seit:
20.09.2005

Originaltitel: He Got Game

Drama

USA 1997
Laufzeit: 130 Min.
FSK: ab 12

Denzel Washington
Ray Allen
Milla Jovovich

Regie: Spike Lee
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

Videoplayer wird geladen ...

Filmbewertung


(0 Bewertungen)
Die Ausstattung

Die Technik

Haben Sie den Film schon gesehen?

Jetzt bewerten!


 
Spike Lees Spiel des Lebens

Während eines Freigangs will Jake Shuttlesworth seinen Sohn Jesus, einen Basketballzauberer, dazu bringen, künftig für das Ex-Collegeteam des Gouverneurs zu punkten. Dieser hat dem zu sechsjähriger Haft verurteilten Jake vorsprochen, sollte die Überzeugungsarbeit Früchte tragen, für dessen frühzeitige Entlassung zu sorgen. Die Mission des Häftlings ist sehr schwierig: Einerseits wird der Nachwuchsstar mit lukrativen Angeboten bombardiert, anderseits weigert er sich mit dem Vater zu reden, ist dieser doch für den (Unfall)Tod der Mutter verantwortlich...

Sonst eher für streitbare Polit-Pamphlete ("Malcolm X") oder schräge Komödien ("Girl 6") bekannt, hat Spike Lee mit seinem jüngsten Werk einen überaus persönlichen Film realisiert, in dem er seiner Lieblingssportart huldigt und gleichzeitig von einem komplizierten Vater-Sohn-Konflikt erzählt. Brillant choreographierte Basketballszenen, ein überzeugend agierender Denzel Washington und Malik Hassan Sayeeds geradezu entfesselte Kamera machen "He Got Game" zur seit langer Zeit unterhaltsamsten, wenn auch nicht unbedingt überzeugendsten Arbeit des Regisseurs. Sport- und Spike-Lee-Fans kommen jedoch sicher auf ihre Kosten.

Spike Lees Spiel des Lebens

Vom Vater, Sohn und dem heiligen Spiel handelt das gewohnt erfindungsreiche Sportdrama, mit dem sich Spike Lee nach Jahren des Wassertretens als Filmemacher von Format zurückmeldet. Eingepackt in eine grell überzogene, hart am Rande einer Farce vorbeischrammende Betrachtung über die Auswüchse beim Rekrutieren von aussichtsreichen Basketballeleven für Collegeteams, präsentiert der sonst so streitbare Kämpfer um das Selbstbewußtsein der Schwarzen im Kern seiner Basketball Diaries eine reife, entspannte und offensichtlich tief empfundene Geschichte über eine heikle Vater-Sohn-Beziehung, die ihre Wirkung vor allem dank Denzel Washingtons überaus besonnener Darstellung nicht verfehlt.

Nicht erst seit seiner Autobiografie "The Best Seat in the House" ist Spike Lees Begeisterung für Basketball wohlbekannt. Entsprechend präsentiert er den Lieblingssport der schwarzen Bevölkerung Amerikas als mythischen Kinostoff, streift mit seiner wie immer quicklebendigen Kamera über die Courts von Coney Island wie John Ford in seinen Westernepen über das Monument Valley. Aber Basketball, das "heilige Spiel", ist nicht Thema, sondern lediglich Leitmotiv für einen Film, dem vieles am Herzen liegt. Ein Mann wird für eine Woche aus dem Gefängnis entlassen, um seinen Sohn, den besten Highschool-Basketballspieler des Landes, zu überzeugen, sich bei der bevorstehenden Wahl seiner Universität für das einstige College des Gouverneurs zu entscheiden. Zahlreiche dramatische, bisweilen nur bedingt zusammenhängende Konflikte kommen damit ans verwaschene Tageslicht der heruntergekommenen Straßen von Coney Island, denn der Mann sitzt im Gefängnis, um für den Unfalltod der Mutter des Jungen zu büßen. Von diesem Ausgangspunkt treibt Lee seine fiktionalisierten "Hoop Dreams" in mehrere Richtungen: Mit greller Überzeichnung und den visuell oberflächlichen Mitteln der Werbung nähert er sich dem Dilemma des Jungen, für welche Universität er sich entscheiden soll, und übt nicht immer überzeugend Kritik an der Kommerzialisierung des Sports (womöglich weil Lee selbst Werbespots für Nike inszeniert), während der Versuch der Annäherung des Vaters und dessen Streben nach Absolution in besonneren und wesentlich zufriedenstellenderen Bahnen abläuft: Das ist vor allem Denzel Washington zu verdanken, der hier mit einer Komplexität der Darstellung aufwartet, die er seit "Malcolm X", seiner letzten Arbeit mit Spike Lee, nicht mehr an den Tag legte. So gewaltig ist sein Spiel, daß er auch den sympathischen Newcomer und Basketballstar Ray Allen zu einer Höchstleistung vorantreibt. Wenn sich die beiden zu einem abschließenden Mann-gegen-Mann-Match (brillant realisiert!) einfinden, um ihre Konflikte unter dem Basketballkorb auszuräumen, entlädt sich in dem nicht makellosen, aber stets beachtlichen "He Got Game" eine Emotion, die dem mythischen Anspruch von Spike Lee allemal gerecht wird. Nicht von ungefähr landete der Regisseur in den USA mit seiner poetisch verklärten Liebeserklärung an den Basketball den ersten Nummer-Eins-Erfolg seiner immerhin bereits zwölf Filme umfassenden Laufbahn. ts.

Spike Lees Spiel des Lebens

Jake Shuttlesworth erhält nach sechs Jahren Gefängnis eine Woche Freigang, um seinen Sohn Jesus - einen der besten Nachwuchsbasketballspieler des Landes - zu überzeugen, sich für die ehemalige Universität des Gouverneurs zu entscheiden. Bei Erfolg winkt ihm die vorzeitige Haftentlassung. Doch Jake ist nicht der einzige, der Jesus mit lukrativen Angeboten lockt. Viel problematischer als die Konkurrenz ist jedoch die Tatsache, dass Jesus sich weigert, mit seinem Vater zu reden, der den Unfalltod seiner Mutter zu verantworten hat.
Spike Lees beeindruckender Film über einen Vater-Sohn-Konflikt mit einem hervorragendem Denzel Washington. Musik von Public Enemy!

Quelle: Studiocanal

Behind the Scenes, Interviews, Starinfos, Public Enemy Musikvideo, Trailer, Produktionsnotizen

Quelle: Studiocanal

Darsteller:  Denzel Washington   als Jake Shuttlesworth
  Ray Allen   als Jesus Shuttlesworth
  Milla Jovovich   als Dakota Burns
  Rosario Dawson   als Lala Bonilla
  Hill Harper   als Coleman Sykes
  Zelda Harris   als Mary Shuttlesworth
  Jim Brown   als Spivey
  Joseph Lyle Taylor   als Crudup
  Ned Beatty   als Warden Wyatt
  Bill Nunn   als Onkel Bubba
  Michele Shay   als Tante Sally
  Thomas Jefferson Byrd   als Sweetness
  Lonette McKee   als Martha Shuttlesworth
  John Turturro   als Coach Billy Sunday
 
Regie:  Spike Lee  
Buch:  Spike Lee  
Musik:  Aaron Copland  
  Public Enemy  
Kamera:  Malik Hassan Sayeed  
Produzent:  Jon Kilik  
  Spike Lee  
 

Spike Lees Spiel des Lebens in der Fotoshow

 

Fassungen

 

facebook

 

Features

 

Star

Denzel Washington

Er ist inzwischen kein Darsteller mehr, er ist eine Persönlichkeit. Denzel Washington hat die Zuschreibung "Nachfolger von Sidney...

 

Star

Milla Jovovich

Milla Jovovich wurde 1975 in Kiew geboren und verbrachte ihre Kindheit in der Ukraine. Sie siedelte mit ihrer Familie nach Los Angeles um,...