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Spirit - Der wilde Mustang

Zeichentrickabenteuer über den Freiheitskampf eines Mustangs im Wilden Westen.


Spirit - Der wilde Mustang

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Erhältlich seit:
09.11.2006

Originaltitel: Spirit: Stallion of the Cimarron

Zeichentrick/ Abenteuer

USA 2002
Laufzeit: 80 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Regie: Kelly Asbury, ...
Paramount Home Entertainment

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Filmbewertung


(11 Bewertungen)
Die Ausstattung

Die Technik



 

Sein Stolz und sein unbeugsamer Wille machen den unbändigen Hengst zu einem wahren Helden des Wilden Westens.

Der wilde Mustang Spirit schließt erste Freundschaften

Der wilde Mustang Spirit schließt erste Freundschaften

Unzählige Kino-Geschichten handeln vom Wilden Westen, von weißen Siedlern, von Indianern, vom Bau der Eisenbahn. Doch noch nie wurde uns die Eroberung des Wilden Westens aus der Perspektive eines Pferdes erzählt.

Dabei sind die prächtigen Vierbeiner aus der amerikanischen Geschichte nicht wegzudenken. Für Erfolgsproduzent Jeffrey Katzenberg ("Shrek - Der tollkühne Held") war es höchste Zeit, diesem schönsten Geschöpf unter der Sonne, wie er selbst sagt, ein filmisches Denkmal zu setzen. Die Idee war geboren, doch für Katzenberg gab es nur eine Form der Umsetzung: "Spirit - Der wilde Mustang" musste ein Animationsfilm werden.

Damit standen die Zeichner vor einer gewaltigen Aufgabe. Denn kein Tier ist schwieriger zu animieren als ein Pferd. Sie verfügen über verschiedene Gangarten, bei jeder Bewegung wird ihre Muskulatur sichtbar. Kein Wunder, dass ein Pferd noch nie die Hauptrolle in einem Zeichentrickfilm spielte.

Die Bewegungen von echten Pferden wurden für "Spirit" genau studiert

Die Bewegungen von echten Pferden wurden für "Spirit" genau studiert

Doch die Zeichner von DreamWorks nahmen die Herausforderung an. Monatelang beobachtete das Team die Vierbeiner und ließ sich von zwei Pferdeexperten beraten. Die meisten Szenen wurden, wie beim klassischen Zeichentrickfilm üblich, Bild für Bild mit der Hand gezeichnet.

Doch von Anfang an stand fest, dass auch die Möglichkeiten der Computeranimation genutzt werden sollten, um den besten optischen Eindruck zu vermitteln. Dabei sind die Übergänge von einer Technik zur anderen so fließend, dass noch nicht mal Kenner ausmachen können, welche Szenen am Zeichentisch und welche am Computer entstanden sind.

Wer nun allerdings eine süße Handlung mit plappernden Tierchen erwartet, wird eines Besseren belehrt. Die Regisseure Kelly Asbury und Lorna Cook verfolgten die Absicht, die Geschichte so realistisch wie möglich zu gestalten.

In Panik fliehen die Wildpferde vor ihren Feinden: den Menschen

In Panik fliehen die Wildpferde vor ihren Feinden: den Menschen

Die Empfindungen und Gedanken von Spirit werden zum einem wunderbar durch die Balladen von Bryan Adams, zum anderen durch einen Sprecher vermittelt. In der deutschen Fassung erzählt Steffen Wink vom heimlichen Helden des Wilden Westens, der in der herrlichen Wildnis unbekümmert aufwächst.

Doch dann macht er die Bekanntschaft mit den ersten Menschen, die nichts Gutes im Schilde führen. Spirit gerät in Gefangenschaft und wird an die Kavallerie verkauft. Ein Colonel will den wilden Hengst zähmen, doch keiner seiner Soldaten kann sich auf dem Rücken des Pferdes halten. Gemeinsam mit dem Indianer Little Creek gelingt Spirit die Flucht. In dem Indianerdorf findet der wilde Mustang nicht nur eine neue Heimat, sondern auch die Liebe zu der wunderschönen Stute Rain.

Eine herzergreifende Story und atemberaubende Bilder machen "Spirit - Der wilde Mustang" zu einem unvergesslichen Kinoerlebnis.

Spirit - Der wilde Mustang

Kaum ein Jahr, nachdem die Dreamworks-Company mit "Shrek - Der tollkühne Held" einen grandiosen internationalen Blockbuster hinlegen und damit die (Disney-) Konkurrenz in Angst und Schrecken versetzen konnte, setzt man im Hause Katzenberg und Co. nun auf Pferde und - zumindest teilweise - wieder auf die klassische Animation. Im Zentrum der Handlung von "Spirit - Der wilde Mustang" steht der titelgebende Hengst Spirit, der im guten alten Westen Amerikas zum ersten Mal mit Menschen in Berührung kommt. Allerdings sollte diese Dreamworks-Produktion, die wenig Humor, dafür aber jede Menge - jugendfreundlich aufbereitete - gefährliche Abenteuer zu bieten hat, nicht am Erfolg von "Shrek" gemessen werden, ist doch die Zielgruppe in erster Linie auf Kinder, Pferdenarren und Liebhaber des Wilden Westens beschränkt.

Eine Mischung aus dem lieblichen "Bambi" und dem epischen "Der mit dem Wolf tanzt" hatte das Regie-Duo Kelly Asbury und Lorna Cook, beide seit Jahrzehnten im Zeichentrickgeschäft und zuletzt in leitender Funktion bei "Der Prinz von Ägypten" tätig, wohl im Sinn, als es sich an die Realisierung von "Spirit - Der wilde Mustang" machte. Schließlich steht zum einen ein Tier im Mittelpunkt der Story, zum anderen dient der amerikanische Westen des vorletzten Jahrhunderts als Hintergrund. Vor diesem tummelt sich der stolze Hengst Spirit, der mit seiner Herde frohgemut über die nicht enden wollende Prärie galoppiert. Eines Tages aber macht Spirit unliebsame Bekanntschaft mit dem Menschen, genauer gesagt, mit einem finsteren Colonel, der ihn in seinem Fort gefangen hält und dort mit allen Mitteln versucht, ihn zu zähmen. Als es endlich gelungen ist, Spirits schier unbeugsamen Willen zu brechen, erhält dieser unerwartete Hilfe von einem jungen Indianer namens Little Creek. Beiden gelingt die Flucht aus dem Fort. Doch für den Mustang hat die wiedergewonnene Freiheit einen bitteren Beigeschmack, schließlich möchte ihn auch sein neuer Freund am liebsten als Reitpferd behalten...

Bei der Umsetzung des Drehbuchs von John Fusco, der seine "Western-Tauglichkeit" mit Skripts zu Filmen wie Christopher Cains "Young Guns" oder Michael Apteds "Halbblut" unter Beweis stellen konnte, wurden Asbury und Cook mit einer entscheidenden Frage konfrontiert: Soll Spirit, aus dessen Perspektive der gesamte Film erzählt wird, sprechen können oder nicht? Da man allerdings befürchtete, ein Pferd, das reden kann, würde lächerlich wirken, beschloss man, lediglich dessen Gedanken hörbar zu machen. Diese Aufgabe übernahm schließlich Oscar-Preisträger und Hollywood-Liebling Matt Damon, der im US-Original mit salbungsvoll-sanfter Stimme als Spirits Medium agiert. Damit war auch der Ton des Films endgültig festgelegt: eher melancholisch-majestätisch denn lustig-verspielt, mehr episch breit als kurz und knapp, mehr "Pocahontas" als "Susi und Strolch". Passend dazu auch Hans Zimmers Soundtrack, der die unendlichen Weiten der amerikanischen Prärie mit entsprechend mächtigen Klängen untermalt, während Bryan Adams, der sämtliche Songs beisteuert, mit seiner sanft rauen, sehr emotionalen und ans Herz gehenden Stimme die sentimentale Note des Films unterstreicht. Dass sich Dreamworks bei dieser Produktion dafür entschieden hat, neben der zuletzt bei "Shrek" bewährten CGI-Technik auch klassische Animation einzusetzen, tut insbesondere den Hauptdarstellern, den Pferden, gut. Sie wirken durchweg vital, ihre Bewegungsabläufe natürlich und das Wehen ihrer Mähnen beim Galopp sehr anmutig. Und da bis auf den Angriff eines Berglöwen, der indes nur von kurzer Dauer ist, keine allzu aufregenden Spannungselemente vorkommen, wird sich das junge Kinopublikum gut unterhalten fühlen. lasso.

Sprecher:  Steffen Wink   als Spirit
 
Regie:  Kelly Asbury  
  Lorna Cook  
Buch:  John Fusco  
Musik:  Hans Zimmer  
Produzent:  Mireille Soria  
  Jeffrey Katzenberg  

Spiel mir das Lied von Cannes!

Stars, Sternchen, Juroren und eine Hommage an die besten Komponisten der Filmgeschichte.

Filmexperte Thomas Schultze live aus Cannes

Filmexperte Thomas Schultze live aus Cannes

So ist das mit den Filmfestspielen in Cannes: "Wir werden einige gute Filme sehen, diskutieren, guten Café trinken und - das exzellente Essen genießen."

Das ist nicht der Satz eines sarkastischen Journalisten, sondern das Statement des diesjährigen "Mr. Cannes": David Lynch, Vorsitzender der Jury und damit entscheidend daran beteiligt, wer am Ende unter goldenen und silbernen Palmen schlafen darf, oder wessen Kopf unsanft von den harten Kokosnüssen der Realität getroffen wird, wenn das eigene Kunstwerk leer ausgeht.

Aber es geht ja nicht nur um Filme: Wo Cameron Diaz, Leonardo DiCaprio, George Lucas, Catherine Zeta-Jones, Jack Nicholson, Adam Sandler, Christina Ricci und Nicole Kidman auftauchen, da klicken die Kameras der Fotografen im Sekundentakt. Und im Kielwasser der echten Stars versuchen die Sternchen aus der 2. bis 5. Reihe verzweifelt, ebenfalls von den Szene-Reportern verewigt zu werden.

Richtet ihren kritischen Blick auf die Festivalbeiträge: Sharon Stone

Richtet ihren kritischen Blick auf die Festivalbeiträge: Sharon Stone

David Lynch wird in der Jury übrigens unter anderem von Sharon Stone unterstützt, die ihre Karriere vorübergehend auf Eis gelegt hat, um sich ihrer Mutterrolle zu widmen. Ihre Erwartungen sind hoch: "Ich hoffe während des Festivals die Empfindsamkeit des Kinos zu erleben und von der Magie der Filme berührt und auch schockiert zu werden."

Gelegenheit dazu bietet am Samstag ein in dieser Form unangekündigtes Zeichentrick-Spektakel: "Spirit - Der wilde Mustang" wird dem Festspielpublikum in einer riesigen Galavorstellung präsentiert. Das Besondere: Hans Zimmer und Bryan Adams werden dazu live in die Tasten bzw. Gitarrensaiten hauen, und die Filmmusik in einer großen Open-Air-Show in den Nachthimmel von Cannes aufsteigen lassen (siehe dazu ab 21. Mai auch das neue Gewinnspiel bei win@kino.de).

Für die beteiligten Musiker wird die Gala mächtig anstrengend: Wenn die Techniker am Samstag morgens um 3 Uhr (!) die Bühne eingerichtet haben, wird geprobt bis 8:30. Dann findet die Pressevorführung statt, anschließend geht's kurz in die Heia, um fit für die Abendveranstaltung zu sein.

Auch in "Gangs of New York" wird DiCaprio die Waffe ziehen

Auch in "Gangs of New York" wird DiCaprio die Waffe ziehen

Noch eine Cannes-Premiere: Gestern um halb zwölf lief zum ersten Mal in Europa die komplett digitale Fassung von "Star Wars: Episode II - Angriff der Klonkrieger". Die Kritiker bestätigten einhellig die Aussagen von George Lucas und Produzent Rick McCallum auf der anschließenden Pressekonferenz: Der Film gewinnt durch die neue Technik ungemein.

Mit Spannung erwartet wird in den nächsten Tagen eine zwanzigminütige Preview von Martin Scorseses Gangster-Rache-Drama "Gangs of New York" mit Leonardo DiCaprio (kino.de: "Leonardo doppelt böse").

Ein weiteres Highlight dürfte dann Roman Polanskis "Der Pianist" werden: Nach der autobiografischen Geschichte von Wladyslaw Szpilman erzählt der Film, wie der polnische Pianist durch seine Liebe zur Musik die Nazi-KZs überlebte und sich in den Warschauer Ghettos durchschlug.

Aus deutscher Sicht ist besonders das Abschneiden der deutsch-finnischen Koproduktion "Der Mann ohne Vergangenheit" interessant, die Aki Kaurismäki inszenierte. Ken Loach bringt in einer deutsch-britischen Produktion "Sweet Sixteen" auf die Leinwand und Alexander Sokurow setzt in einer deutsch-russischen Produktion "Russian Ark" in Szene (das komplette Programm unter kino.de: "Cannes beginnt mit 'Hollywood Ending'").

Na bitte, es geht auch mit deutscher Beteiligung: "Sweet Sixteen"

Na bitte, es geht auch mit deutscher Beteiligung: "Sweet Sixteen"

Auffällig sind die starken Sicherheitsvorkehrungen; keine Tasche bleibt unkontrolliert. Grund dafür sind einige Festivalbeiträge, die sich mit dem Konflikt im Nahen Osten beschäftigen.

Ansonsten war am Mittwoch abend für viele Fußball statt Film angesagt gewesen. Die Bars waren überfüllt, ganz Cannes fieberte mit - meist für Real.

Gestern Mittag haben die Filmfreunde an der Côte d'Azur den Blick dann in die Vergangenheit gerichtet: An der Croisette, der wunderschönen Uferpromenade, gab es eine Hommage an die besten Komponisten der Filmgeschichte zu hören. Der renommierte Musik-Journalist Stéphane Lerouge wählte die Scores aus, und viele der Geehrten zeigten sich gut gelaunt vor dem Hintergrund des azurblauen Meeres: Ennio Morricone, Jean-Claude Petit, Howard Shore, Randy Newman (den Oscar für "Die Monster AG" unter dem Arm), Antoine Duhamel und Angelo Badalamenti.

Die Stimmung in Cannes ist nicht nur wegen der Temperaturen nahe 30 Grad prächtig: Das Festival ist deutlich besser besucht als im Vorjahr.

 

Spirit - Der wilde Mustang in der Fotoshow

 

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