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Spun

Aufregend besetzter und ebenso abgefahrener Drogentrip eines Loser-Typen und seines durchgedrehten Dealers.


Spun

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Erhältlich seit:
22.10.2010

Komödie/ Drama

USA 2002
Laufzeit: 97 Min.
FSK: ab 16

Jason Schwartzman
John Leguizamo
Mena Suvari

Regie: Jonas Akerlund
Universum Film

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Gilt schon jetzt als eines der Meisterwerke des Drogenkinos: die abgefahrene Odyssee durchs Rausch-Paradies.

Nikki und Ross Großansicht

Nikki und Ross

Wer solche Vorbilder hat, darf nicht kleckern: In bester Tradition von Kultfilmen wie "Trainspotting" oder "Requiem for a Dream" lässt es der Schwede Lars Akerlund (bekannt durch Musik-Videos wie "Ray of Light") in seinem Spielfilmdebüt denn auch so richtig krachen.

Und das mit Hilfe des momentan angesagtesten Hollywood-Casts. Ross (Jason Schwartzman), ein Loser-Typ um die 20, konsumiert alles, was ihm in die Finger kommt. Speed, Dope, Meth, Cristal, Ice - egal, ob geschüttelt oder gerührt.

Als er den vollkommen durchgeknallten Drogendealer "The Cook" (Mickey Rourke is back!) kennen lernt, beginnt für ihn ein Trip in Sphären, von denen er selbst in seinen wildesten Rauschgift-Odysseen nicht zu träumen wagte.

Dieser durchgeknallte Cocktail nach den Erfahrungen eines Drogen-Kochs ist provokativ, schräg und ultrakomisch, die Jungstars spielen auf, als wären sie selbst auf Trip - Kino als Rauschzustand!

Spun

Normalität steht auf der Fahndungsliste im Drei-Tage-Trip eines Junkies, der synthetische Suchtmittel jeder Art im Akkord vernichtet und als schlafloser Chauffeur eines Drogen-Kochs im Hyper-High jegliche Bodenhaftung verliert. Unbeschwerter als Darren Aronofskys Absturzporträt "Requiem For A Dream" und dramaturgisch undisziplinierter als "Trainspotting" ist der Hip-Faktor groß in dieser Premiere des diesjährigen Sundance Film Festivals: Regisseur Jonas Akerlund ist ein Guru der Clip-Szene, die Besetzung ein Mix aus Young und Forgotten Hollywood und die erzählerische Haltung moralfreie Zone. Alternativkino also für ein ausgewähltes Publikum, das nach einer Überdosis Mainstream ein Fluchtfenster sucht.

Ohne zwingenden Plot, durch den das Schicksal irgendeiner Figur übermäßig dramatische Bedeutung bekommt, streift dieses Regiedebüt in lockerer Form drei Tage das Leben einiger Junkies. Zentrale Figur in der Konsumwelt von Methamphetaminen, synthetisch hergestellten Drogen, ist Ross (Jason Schwartzman aus "Rushmore"), der erst das College, dann auch Freundin Amy ziehen lassen musste. Durch Stripperin Nikky (Brittany Murphy) lernt Ross "The Cook" kennen, der für einen exaltierten Geldgeber (Eric Roberts auf witzigem "Siegfried & Roy"-Trip) die Euphoriecocktails zusammenbraut und auch den lokalen Dealer Mike damit versorgt. Um etwas Geld oder zumindest synthetischen Nachschub zu verdienen, spielt Ross Chauffeur für den "Cook", den Mickey Rourke mit magnetischer, selbstironischer Präsenz zum heimlichen Mittelpunkt des Films macht. Spun heißt "drauf sein", womit jede der Hauptfiguren hinreichend beschrieben ist. Ross hat Powersex mit einer Stripperin, aber einen so aufgeweichten Denkapparat, dass er sie nackt ans Bett gefesselt lässt und dort vergisst, während er den "Cook" um die Häuser fährt. Selbiger tourt derweil durch Supermärkte, besorgt als L.A.-Cowboy chauvinistischen Latinos Spontanprügel und sich selbst in Pornoläden Triebabbau. Dealer Mike hat Telefonsex mit einer Socke, während die Cops ihn über einen Spitzel belauern, der ein Mikro am Bauch und simultan Mikes sexuell ausgehungerte Freundin am Hals hat.

Schrill, hysterisch, komisch und latent tragisch geht es zu auf diesem Trip, der mit farblich ausgewaschenen Bildern, hektischen Schnitten und frechen Zeichentrick-Rauschsequenzen auch formal eine Sprache findet, die dem Titel angemessen ist. Authentisch wirkt das oft, pädagogisch aber nie, ausgeflippt jedoch immer. "Mein Leben als Hund" hieß ein früher Kinotitel von Lasse Hallström. Nach "Spun" hat man irgendwie das Gefühl, dass ihn Hallströms Landsmann Akerlund neu verfilmt hat. kob.

Spun

Nenn es Speed. Dope. Meth. Crystal. Ice. Zip. Tweed. Egal wie Du es nennst. Egal wie Du es nimmst - geschnupft, geschluckt, geraucht, gebacken, gespritzt, geschüttelt oder gerührt. Ross ist gerade vom College geflogen, von seiner Freundin verlassen worden und konsumiert jedenfalls alles, was ihm unter die Nase kommt. Als er den durchgeknallten Drogenbaron "The Cook" (Mickey Rourke) kennen lernt, beginnt eine Odyssee, die jeden Ecstasy-Trip wie eine Renterkaffeefahrt erscheinen lässt.

Quelle: Universum Film

Darsteller:  Jason Schwartzman   als Ron
  John Leguizamo   als Spider Mike
  Mena Suvari   als Cookie
  Patrick Fugit   als Frisbee
  Brittany Murphy   als Nikki
  Mickey Rourke   als The Cook
  Peter Stormare   als Cop #1
  Alexis Arquette   als Cop #2
  Deborah Harry   als Ross' Nachbarin
  Eric Roberts   als The Man
  Chloe Hunter   als April
  Julia Mendoza   als trauriges Mädchen
  Elisa Bocanegra   als Giggles
  Josh Peck   als Fat Boy
  Larry Drake   als Dr. K
  Charlotte Ayanna   als Amy
  Ron Jeremy   als Barkeeper
  Tony Kaye   als Emcee
  Nicholas Gonzalez   als Angel
 
Regie:  Jonas Akerlund  
Buch:  Will De Los Santos  
  Creighton Vero  
Musik:  Billy Corgan  
Kamera:  Eric Broms  
Produzent:  Chris Hanley  
  Fernando Sulichin  
  Timothy Wayne Peternel  
  Danny Vinik  
 

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