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Spuren eines Lebens

Gefühlvolle Romanadaption über eine Frau, die auf dem Sterbebett über eine Entscheidung in ihrer Jugend nachdenkt.


Spuren eines Lebens

Leihvideo

Erhältlich seit:
15.05.2008

Originaltitel: Evening

Drama

USA 2007
Laufzeit: 112 Min.
FSK: ab 6

Claire Danes
Toni Collette
Vanessa Redgrave

Regie: Lajos Koltai
Universal Pictures Germany

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Gefühlvolle Romanadaption über eine Frau, die auf dem Sterbebett über eine Entscheidung in ihrer Jugend nachdenkt.

Constance und Nina forschen über die Vergangenheit ihrer Mutter nach (Foto: Universal) Großansicht

Constance und Nina forschen über die Vergangenheit ihrer Mutter nach (Foto: Universal)

Als Ann Lord (Vanessa Redgrave) auf dem Sterbebett liegt, versammelt sie ihre grundverschiedenen Töchter Constance (Natasha Richardson) und Nina (Toni Collette) um sich und offenbart ihnen ein lang gehütetes Geheimnis. Sie sinniert über einen Vorfall, der 50 Jahre zurückliegt.

Damals besuchte sie die Hochzeit ihrer besten Freundin Lila Wittenborn (Mamie Gummer) und verliebte sich in zwei Männer: in Lilas Bruder Buddy (Hugh Dancy) und den Freund der Familie Harris Arden (Patrick Wilson). Schließlich musste sie eine Entscheidung treffen, die sie bis heute nicht losgelassen hat.

Ann offenbart ein Geheimnis (Foto: Universal) Großansicht

Ann offenbart ein Geheimnis (Foto: Universal)

Großes Ensemble

Regisseur Lajos Koltai versammelt in diesem Film über große Gefühle und die Frage, was letztlich im Leben Spuren hinterlässt, ein bis in die kleinste Nebenrolle herausragend besetztes Ensemble. Claire Danes, Meryl Streep und Glenn Close sind nur einige der großen Namen, die diese Roman-Adaption zum Leben erwecken.

Spuren eines Lebens

Bei seinem englischsprachigen Regiedebüt, einer gefühligen Romanadaption, kümmert sich der gelernte Kameramann Lajos Koltai eher um die Form als den Inhalt.

Eine alte Frau liegt im Sterben. Ihre Gedanken wandern zurück in ihre Jugend. Im leichten Sommerkleid entsteigt sie einem stromlinienförmigen 50er-Jahre Bus. Ein junger Mann, eine klassische, dem Alkohol zugetane F.-Scott-Fitzgerald-Figur - auf dessen "Der große Gatsby" wird später noch explizit hingewiesen - umarmt sie, verfrachtet sie schwungvoll in sein todchices Cabrio. Ganz klar: neuenglischer Geldadel. Auf Susan Minots 1998 erschienenem Roman basieren diese "Spuren eines Lebens", die der ungarische Regisseur Lajos Koltai ("Fateless - Roman eines Schicksallosen") nun seiner ersten englischsprachigen Inszenierung zu Grunde legt. Das Werk funkelt und blitzt, ist auf Optik bedacht, schwelgt in schönen Bildern, aufwändiger Ausstattung und luxuriösen Kostümen - schließlich ist Koltai gelernter Kameramann und hat unter anderem für Istvan Szabo ("Mephisto") und Giuseppe Tornatore ("Der Zauber von Malèna") das Licht gesetzt.

Auch die Besetzung ist eine Klasse für sich. Ann Lord, die greise, zwischen den Zeiten pendelnde Dame, spielt Vanessa Redgrave. An ihrem Bettrand nehmen die Töchter Platz, die Rebellin (Toni Collette), wild, mit wechselnden Beziehungen, und die Brave (Redgraves Tochter Natasha Richardson), verheiratet, zwei Kinder. Claire Danes gibt die junge Ann, eine aspirierende Sängerin, als Brautjungfer ihrer High-Society-Freundin Lila (Mamie Gummer) ins Sommerhaus der Familie auf die Hamptons geladen. Da trifft sie den wettergegerbten Harris (Patrick Wilson aus "Little Children"), einen virilen Mediziner, dem die Herzen nur so zufliegen - auch das von Lila und deren Wildfang-Bruder Buddy (Hugh Dancy), bereits erwähnter Cabrio-Besitzer und Möchtegern-Poet, der es nicht verwinden kann, dass jemand die Zeile "Nennt mich Ismael" schon lange vor ihm zu Papier gebracht hat.

Susan Minot selbst und Michael Cunningham, der die Buchvorlage zu "The Hours" besorgte, zeichnen für das Drehbuch verantwortlich, das zwar den versammelten Stars Anlass zum Schaulaufen gibt, ihnen in der Folge jedoch nicht den Weg weist. Stil geht vor Inhalt, Probleme bereitet höchstens die richtige Sitzordnung, über der Lilas Mama - blasiert-souverän: Glenn Close - brütet. Ann, die im Greenwich Village wohnt, passt nicht in diese blasierte Gesellschaft. Und doch übt sie eine gewisse Faszination auf sie aus, wie auch Harris, der Naturbursche. Sie schwankt... und sonst? - (fast) nichts. Man parliert, man flaniert, man kopuliert und hochzeitet. Meryl Streep als in die Jahre gekommene Lila stattet Ann einen letzten Besuch ab und als Nachtschwester huscht die große britische Aktrice Eileen Atkins durchs Bild. Eine gefühlige Romanadaption, luftig leicht wie das feine Gurkenbrötchen zum High Tea - und genauso wenig sättigend. geh.

Darsteller:  Claire Danes   als Ann Grant
  Toni Collette   als Nina Mars
  Vanessa Redgrave   als Ann Lord
  Patrick Wilson   als Harris Arden
  Hugh Dancy   als Buddy Wittenborn
  Natasha Richardson   als Constance Haverford
  Mamie Gummer   als Lila Wittenborn
  Eileen Atkins   als Nachtschwester
  Meryl Streep   als Lila Ross
  Glenn Close   als Mrs. Wittenborn
 
Regie:  Lajos Koltai  
Buch:  Michael Cunningham  
  Susan Minot  
Musik:  Jan A.P. Kaczmarek  
Kamera:  Gyula Pados  
Produzent:  Jeffrey Sharp  
 

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