DVD Leihvideo

Spurwechsel

Nachdenklicher Moralthriller um zwei grundverschiedene Männer, die zu erbitterten Feinden werden.


Spurwechsel

Leihvideo

Erhältlich seit:
05.06.2003

Originaltitel: Changing Lanes

Thriller/ Drama

USA 2002
Laufzeit: 95 Min.
FSK: ab 12

Ben Affleck
Samuel L. Jackson
Toni Collette

Regie: Roger Michell
Paramount Home Entertainment

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Ben Affleck und Samuel L. Jackson liefern sich einen erbitterten Kleinkrieg nach einem Bagatellunfall mit dramatischen Konsequenzen.

Eine Bagatelle wird zum Kleinkrieg: Anwalt Banek und Loser Gipson

Eine Bagatelle wird zum Kleinkrieg: Anwalt Banek und Loser Gipson

New York und die kleinen Zeitbomben des Alltags. Zwei Männer in höchster Eile, im Auto unterwegs zu wichtigen Gerichtsterminen. Dann ein Akt der Rücksichtslosigkeit, wie ihn die Metropole im Minutentakt erlebt. Der Ältere bleibt mit Zorn und schlappen Reifen liegen, verpasst so seine Anhörung. Der Jüngere, der ihn von der Straße drängte, rauscht davon. Zurück bleiben ein Blankoscheck und ein zynischer Spruch des Ausstellers: "Mehr Glück beim nächsten Mal."

Auftakt zu einem Horrortag und einem explosiven Privatduell, mit dem Regisseur Roger Michell Extremkontrast zu seinem romantischen Glückssoufflé "Notting Hill" bietet. "Spurwechsel" öffnet das Pulverfass Mensch und zeigt die Abgründe, die in einem ganz gewöhnlichen Leben immer wieder überschritten werden müssen.

Ben Affleck spielt den karrieregeilen Schnöselanwalt Banek, der den Unfall verursacht, aber angesichts von Frau und Schwiegervater eigentlich selbst Mitleid verdient.

Über sein Leben bestimmen immer andere: Doyle Gipson

Über sein Leben bestimmen immer andere: Doyle Gipson

Samuel L. Jackson glänzt als Verkehrsopfer Doyle, der selbst Täter ist, weil seine Zündschnur nicht zum ersten Mal durchbrennt und er den Kleinkrieg eröffnet. Denn Banek hat am Unfallort eine wichtige Akte vergessen, die Doyle nun die Chance auf Revanche gibt.

Während der Konflikt der beiden ungleichen Männer im Laufe des Tages bis zum Überdruck hochkocht und uns im Kino ein intensives Drama beschert, hält "Spurwechsel" seinen ausgewogenen Kurs und mahnt zur Besinnung im Haifischbecken.

Spurwechsel

Ein simpler Spurwechsel verursacht einen Autounfall, der die Schicksale zweier grundverschiedener Männern kollidieren lässt und beider Leben gründlich aus der Bahn wirft. Nach der gefälligen romantischen Komödie "Notting Hill" wartet Michell hier mit einem erstaunlich nonkonformistischen Film auf, der für eine Mainstream-Produktion in punkto Story, Kameraarbeit und Musikzusammenstellung einige unerwartete Wege einschlägt und mit Samuel L. Jackson ("Shaft") und Ben Affleck ("Pearl Harbor") zwei Stars aufweist, denen man gerne durch das nicht immer bequeme Gestrüpp des nachdenklich stimmenden Moralthrillers folgt.

Gleich die ersten einfallsreichen Einstellungen, die leicht zittrige Bilder von New Yorks Skyline (samt Trade Towers) unterlegt mit melancholischen Triphop-Klängen geben den Ton vor. In der Folge werden im eleganten Gegenschnitt die beiden zukünftigen, hinsichtlich sozialer Schicht und ethnischer Herkunft kontrastierenden Kontrahenten vorgestellt. Gavin Banek (Affleck) ist ein elitärer Wall-Street-Anwalt, der sich auf dem Weg zum Gericht befindet, um (unlauter erhaltene) Dokumente zu präsentieren, die seiner Firma Kontrolle über eine millionenschwere Wohltätigkeitsorganisation verleihen würden. Der Versicherungsangestellte Doyle Gipson (Jackson) hingegen, ebenfalls en route zum Gerichtsgebäude, hofft beim Familienrichter das Fortziehen seiner Exfrau und seiner Söhne zu verhindern. Unterwegs machen die beiden unliebsame Zufallsbekanntschaft, als ihre Autos zusammenstoßen. Banek wimmelt die Bitten des verzweifelten Gipson für eine Fahrt zum Gericht überheblich ab - "Mehr Glück beim nächsten Mal" - und lässt ihn stehen. Er ahnt allerdings nicht, dass er Gipson versehentlich die wichtigen Dokumente in die Hand gedrückt hat. Beide sind nun in einer äußerst prekären Lage. Gipson hat seinen Termin verpasst, und Banek kann ohne die Unterlagen womöglich sogar im Gefängnis landen. Es beginnt ein erbitterter persönlicher Kleinkrieg, der eine Kettenreaktion in Bewegung setzt.

Die Drehbuchautoren Chap Taylor und Michael Tolkin ("The Player", "Deep Impact") skizzieren beide Männer überaus menschlich mit gravierenden Charakterschwächen und vermeiden es bewusst, die Sympathiewaagschale aus der Balance geraten zu lassen. Banek ist gedankenlos, selbstgefällig, lügt ohne mit der Wimper zu zucken, schaltet einen Computerhacker ein, der Gipson finanziell ruiniert. Und doch regt sich in ihm das schlechte Gewissen, das ihn ermutigt, seine Fehltritte wieder gut zu machen. Gipson dagegen, der zunächst alles immer "auf die richtige Art machen" will, ist ein ehemaliger Alkoholiker, mit entzündbarem Temperament, der laut Aussage seines besten Freundes "chaossüchtig" ist. In seiner blinden Wut wird er Fremden gegenüber handgreiflich und spielt mit dem Gedanken, Banek umzubringen. Doch letztlich gewinnt auch sein guter Kern Oberhand.

Der Reiz des zügig inszenierten psychologischen Dramas im Deprie-Look liegt in der meisterhaften Charakterbeschreibung der beiden Figuren, deren Reaktionen und Gegenreaktionen trotz Kontraste auch ihre Parallelen verdeutlichen. Sowohl Jackson als auch Affleck, der in anderen Filmen gerne etwas steif wirkt, liefern eindringliche schauspielerischen Leistungen. Unterstützt werden sie von einer kompetenten Besetzungsriege, die von Sydney Pollack als hochgestellter Rechtsverdreher, der überzeugt ist, "am Ende des Tages mehr Gutes als Schädliches getan" zu haben, über Toni Collette als Baneks ehemalige Geliebte und Amanda Peet als Baneks Ehefrau zu William Hurt als Gipsons AA-Sponsor reichen. Ein intensives Menschenporträt voller Paradoxe ist das Ergebnis, das Roger Michells "Falling Down"-Prämisse auf geradezu genialische Weise variiert und ausreizt. ara.

Darsteller:  Ben Affleck   als Gavin Banek
  Samuel L. Jackson   als Doyle Gipson
  Toni Collette   als Michelle
  Sydney Pollack   als Stephen Delano
  William Hurt   als Sponsor
  Amanda Peet   als Cynthia Banek
  Kim Staunton   als Valerie Gipson
  Richard Jenkins   als Walter Arnell
  Dylan Baker   als Finch
  Matt Malloy   als Ron Cabot
  Michael Patrick McGarth   als Seavers
  Joe Grifasi   als Cosell
  John Benjamin Hickey   als Carlyle
  Myra Taylor   als Abarbanel
  Cole Hawkins   als Danny Gipson
  Kevin Sussman   als Tyler Cohen
  Angela Goethals   als Sarah Windsor
  Ileen Getz   als Ellen
  Bruce Altman   als Joe Kaufman
  Jennifer Dundas   als Mina Dunne
  Olga Merediz   als Mrs. Miller
  Akil Walker   als Stephen Gipson
  Lisa Leguillou   als Gina Gugliotta
  Ray Bokhour   als Willard
  Susan Varon   als Sheryl Buckburg
  Bradley Cooper   als Gordon Pinella
 
Regie:  Roger Michell  
Buch:  Chap Taylor  
  Michael Tolkin  
Musik:  David Arnold  
Kamera:  Salvatore Totino  
Produzent:  Scott Rudin  

Affleck feiert mit Gandolfini Weihnachten

Ben Affleck dürfte dieses Jahr äußerst entspannte Weihnachten feiern. Privat läuft es für den neuen Superstar der Traumfabrik super. Latino-Schönheit Jennifer Lopez ist ganz vernarrt in sexy Ben und auch beruflich war das letzte Jahr nur so mit Höhepunkten gespickt.

Große Weihnachtspläne:<br />Ben Affleck

Große Weihnachtspläne:<br />Ben Affleck

Erst brillierte Ben Affleck neben Samuel L. Jackson in dem Thriller "Spurwechsel" und dann legte er noch einen richtigen Blockbuster nach: "Der Anschlag" spielte locker über 100 Millionen Dollar ein. Grund genug, am Fest der Liebe eine ruhige Kugel zu schieben - möchte man meinen. Doch Affleck denkt gar nicht daran, in der stillen Zeit die Beine hochzulegen und auszuspannen. Er plant schon sein nächstes Projekt.

In "Surviving Christmas" wird Affleck einen erfolgreichen Geschäftsmann spielen, der Weihnachten auf keinen Fall alleine verbringen möchte. Deshalb fährt er über die Feiertage zu seiner Familie. Allerdings hat er keine Ahnung, wie die lieben Eltern und Geschwister sein plötzliches Auftauchen aufnehmen werden. Schließlich ist er als Jugendlicher von zu Hause abgehauen.

Neben Affleck wirdJames Gandolfini ("The Mexican") als Familienoberhaupt zu sehen sein, Christina Applegate ("Super süß und super sexy") mimt eine verrückte Wissenschaftlerin. Die Dreharbeiten beginnen im Frühling nächsten Jahres, damit "Surviving Christmas" pünktlich zu Weihnachten in den Kinos anlaufen kann.

 

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