VHS Leihvideo

Spy Kids

Kommerzielles Turbo-Actionpäckchen über Agentenkinder, die im Crashkurs das Agentenleben lernen, um selbst die Welt zu retten.


Spy Kids

Leihvideo

Erhältlich seit:
11.04.2002

Action/ Komödie

USA 2001
Laufzeit: 84 Min.
FSK: ab 6

Antonio Banderas
Carla Gugino
Alexa Vega

Regie: Robert Rodriguez
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Spy Kids

Die Geschwister Carmen und Juni Cortez führen als Kinder ihrer wohlsituierten Eltern Gregorio und Ingrid ein angenehmes Leben. Eines Tages werden Mama und Papa, die früher einmal als Superagenten gearbeitet haben, vom bösen Superhirn Fegan Floop gekidnappt. Der schlimme Finger plant nichts Geringeres als die Unterwerfung der Welt. Bis ins letzte Detail hat er seinen finsteren Plan, bei dem auch ultrastarke Roboter-Gören zum Einsatz kommen, ausgeheckt, nur mit superschlauen Dreikäsehochs als Gegner hat er nicht gerechnet...

Tempo, Witz, Action und verblüffende Spezialeffekte - "Faculty"-Macher Robert Rodriguez zeigt, dass er sich in der Welt von Bond und Co., die er heftig parodiert, bestens auskennt. Seine kleinen Helden brauchen keine Kanonen, wissen dafür aber, wie man mit Elektroschock-Kaugummis umgeht. Das Ergebnis ist fast gewaltfreies Family Entertainment auf höchstem Niveau, das den Vergleich zu den viel gepriesenen Disney-Produktionen nicht zu scheuen braucht. Und Latino-Star Antonio Banderas sorgt als Daddy für Starmitwirkung.

Spy Kids

Neue Filme braucht das Kind. Denkt sich zumindest der texanische Tausendsassa Robert Rodriguez, bislang eher abonniert auf ebenso groteske wie unverkennbare Turbo-Action mit Comic-Touch ("Desperado", "From Dusk Till Dawn", "Faculty"). Bei seiner fünften abendfüllenden Regiearbeit hat er nicht nur sein Herz für Grundschüler, sondern auch für High Concept entdeckt: James Bond für Kids ist die Vorgabe für eine hyperaktive Spionage-Action-Suppe über zwei Kinder, die zur Tat und Weltrettung schreiten müssen, als ihre Agenten-Eltern bei deren erster Mission seit Jahren gekidnappt werden. 007-artige Gadgets, knallbunte Sets (Ken Adam im Kreativ-Kindergarten?), Plastikgewalt und Familienbotschaft à la Disney ergeben eine sehr kommerzielle Mischung, müssen sich aber auch den Vorwurf der Überproduziertheit gefallen lassen.

Dass Rodriguez mit Kindern besser umgehen kann, als mit erwachsenen Schauspielern, bewies er bereits bei seinem hinreißenden Segment der ansonsten vergessenswerten Kurzfilm-Anthologie "Four Rooms" aus dem Jahr 1995: "The Misbehavers" über die Sprösslinge von Gangstereltern, die bei deren Abwesenheit trotz ausdrücklichen Verbots das Hotelzimmer auf den Kopf stellen und in der Matratze eine verweste Leiche finden, ist das Juwel seiner bisherigen Filmografie. Rasend geschnitten, mit schrägen Kamerawinkeln und bestechend überzogener Comic-Sensibilität rastlos gefilmt, erwies sich der 25-Minuten-Zeitrahmen als ideale Spielweise für Hollywoods König des infantil verspielten Full-Impact-Movies.

"Spy Kids" übernimmt nicht nur den damaligen Hauptdarsteller, Antonio Banderas (ebenso attraktiv wie wild grimassierend), sondern auch die konzeptionelle Grundlage. Das erweist sich als seine Stärke, aber auch als Schwäche: Dank Rodriguez' ungemindertem Spieltrieb ist jede Einstellung so prall vollgestopft mit Farben, Details und Bewegung, dass Rodriguez beim nächsten Mal auf Cinemascope umsteigen muss, will er noch mehr Information auf der Leinwand unterbringen. Das hat Charme und wird der angestrebten Zielgruppe gefallen. Aber das ist auch so aufdringlich lärmend und nährstoff- und inhaltsarm, dass sich auf Spielfilmlänge in Ermangelung an Kontinuität eine gewisse Monotonie breit macht. Selten war ein Film, der mit augenscheinlich so viel Herz gemacht wurde, im Ergebnis so freudlos und auch berechnend: ein aus allen Nähten berstender "Last Action Hero" für Kids an der Altersschnittstelle von "König der Löwen" zu "Krieg der Sterne".

Gleichzeitig aber ist "Spy Kids" ein cleveres, nach allen Regeln der Kunst geschnürtes Kommerz-Päckchen; ein kunterbuntes Knallbonbon, das Dimension/Miramax in den USA mit derart vielen Product Placements, Tie-Ins und Crossover-Promotion-Partnern bestückt hat, dass man mit der Arbeit an einer Fortsetzung bereits vor dem US-Kinostart begonnen hat. Die Marketing-Abteilung hat hier wenigstens ebenso hart gearbeitet wie Robert Rodriguez, der nicht nur - wie gewohnt - Regie, Kamera und Schnitt übernahm, sondern auch die Story der zehnjährigen Carmen und des sechsjährigen Wonneproppens Juni (so muss Ain't-It-Cool-Dickerchen Harry Knowles im Vorschulalter ausgesehen haben) erdachte. Zwei ganz normale Kids eigentlich, die mit ihren Eltern Gregorio und Ingrid Cortez wohlbehütet aufwachsen. Nur Hänseleien in der Schule machen der Idylle zu schaffen, und manchmal wünschten sie sich, dass Papa und Mama Superhelden sind, die Probleme im Handumdrehen lösen. Sie wissen nicht, dass die Eltern genau das vor der Geburt der Kids waren: Spitzenagenten, denen das Ausschalten von größenwahnsinnigen Bösewichten leichter fiel als die Verantwortung des Aufziehens von Kindern. Das ändert sich schlagartig, als die beiden von dem durchgedrehten Fegan Floop auf seine Fantasyinsel entführt werden, wo er Spione versklavt und mit Roboterkindern nach der Weltherrschaft trachtet. Jetzt sind Carmen und Juni gefragt. Nach einem Crashkurs in Sachen Geheimagent, diversen wilden Verfolgungsjagden zu Lande, Wasser und in der Luft und eine Konfrontation mit ihren maschinellen Alter egos ist zum Showdown bei der Familienvereinigung ihre kindliche Fantasie gefragt.

Klar, das wird Kids gefallen, die sich liebend gerne mit den beiden kickboxenden Hosenmatz-Helden identifizieren werden. Man hätte ihnen nur einen weniger hektischen Film für die Erfüllung ihrer Tagträume gewünscht, in dem Rodriguez ähnlich übers Ziel hinausschießt wie die Kiddies bei ihren ersten Flugversuchen mit ihren Raketenrucksäcken oder Alan Cumming bei seiner schrill-überkandidelten Performance als Bad-Guy-Clown mit grundsätzlich guter Seele. Letztlich sind das geschmäcklerische Einwände. Was für Kinobesitzer zählen sollte, ist das, was für Miramax zählte: ein hochkommerzielles Produkt, das sich als Alternative zum gegenwärtigen brav-altbackenen Kinderangebots tatsächlich ganz prächtig macht. In diesem Sinne: "Spy Kids" in der Nachmittagsvorführung; am Abend dann Arnold und Bruce als Weltretter. ts.

Darsteller:  Antonio Banderas   als Gregorio Cortez
  Carla Gugino   als Ingrid Cortez
  Alexa Vega   als Carmen Cortez
  Daryl Sabara   als Juni Cortez
  Alan Cumming   als Fegan Floop
  Tony Shalhoub   als Alexander Minion
  Teri Hatcher   als Ms. Gradenko
  Richard "Cheech" Marin   als Felix Gumm
  Robert Patrick   als Mr. Lisp
  Danny Trejo   als Machete
  Mike Judge   als Donnagon/Donnamigh
  Richard Linklater   als Cooler Spion
  Guillermo Navarro   als Pastor
  Kelly Preston  
 
Regie:  Robert Rodriguez  
Buch:  Robert Rodriguez  
Musik:  Danny Elfman  
  Gavin Greenaway  
  Heitor Pereira  
  John Debney  
  Robert Rodriguez  
  Los Lobos  
Kamera:  Guillermo Navarro  
Produzent:  Elisabeth Avellán  
  Robert Rodriguez  

Cheech & Chong planen neuen Kinofilm

Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt! Nachdem das Komiker-Duo Cheech & Chong jahrelang kein Wort mehr miteinander redeten, basteln sie nun eifrig an einem Comback.

Jep - so sahen Kiffer 1979 aus

Jep - so sahen Kiffer 1979 aus

Sie dürften in der Filmhistorie wohl einen Ehrenplatz als eines der durchgeknalltesten Komiker-Gespanne überhaupt einnehmen: Cheech & Chong. Mit "Viel Rauch um nichts", einer Brachial-Komödie um zwei dauerbekiffte Chaoten, gelang Richard Marin und Thomas Chong - wie die beiden mit bürgerlichen Namen heißen - 1979 der Durchbruch.

Munter weiter auf dem Anarcho-Trip wurden auch gleich die Sequels "Noch mehr Rauch um überhaupt nichts" und "Cheech & Chongs heiße Träume" hinterhergeschoben. Erste Meinungsverschiedenheiten traten dann bei Cheech & Chong im Dauerstreß zwischen den beiden auf, waren sie doch immer als Autoren, Produzenten und Hauptdarsteller mit den Filmen befasst. Nach zwei weiteren Filmen, die beide floppten, war das Tischtuch zwischen dem Duo endgültig zerschnitten, über Jahre herrschte totale Funkstille.

Chong tauchte in der B- bzw. eher C-Movie-Versenkung unter, Marin konnte sich zumindest mit kleineren Rollen in "Tin Cup", "Spy Kids" über Wasser halten.

Doch nun kündigten die beiden völlig überraschend an, dass sie sich wieder versöhnt haben und einen gemeinsamen Film planen. Thomas Chongs Tochter Rae Dawn schrieb sogar bereits ein Drehbuch, in dem die beiden früheren Extremkiffer auch Jahre später noch an der Drogenfront ganz vorne kämpfen - allerdings nun als Streetworker auf der anderen Seite!

 

Spy Kids in der Fotoshow

 

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Antonio Banderas

Mit seiner Tollkühnheit, Artistik und eleganten Körpersprache als Degen schwingender, glutvoller und von mitreißender Spielfreude...

 

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Carla Gugino

Flott, temperamentvoll, quirlig, nervös, unwirsch, robust und voller kämpferischer Entschlossenheit: So behauptet sich Carla Gugino an der...