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Stammheim

1972 werden die RAF-Terroristen Baader, Raspe, Meinhof und Ensslin gefangengenommen und 1977 zu lebenslanger Haft verurteilt. Reinhard Hauff ist mit seinem umstrittenen Werk ein unter die Haut gehender Justiz- und Politkrimi gelungen.


Stammheim

Kaufvideo

Erhältlich seit:
16.10.2009

Drama

BRD 1985
Laufzeit: 104 Min.
FSK: ab 16

Ulrich Pleitgen
Ulrich Tukur
Therese Affolter

Regie: Reinhard Hauff
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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1972 werden die RAF-Terroristen Andreas Baader und Jan-Carl Raspe gefangengenommen. Wenig später faßt die Polizei auch Ulrike Meinhof und Gudrun Ensslin. Nach Jahren der Isolationshaft im Hochsicherheitsgefängnis von Stammheim beginnt im Mai 1975 der Prozeß. Das Urteil heißt 1977 lebenslänglich für alle. Ulrike Meinhof ist zu diesem Zeitpunkt bereits tot - sie hatte sich kurz vorher in ihrer Zelle erhängt. Nach der Befreiung der Lufthansa-Geiseln in Mogadischu begehen auch ihre drei Gesinnungsgenossen Selbstmord.

Reinhard Hauffs umstrittenes Werk um den Stammheimer RAF-Prozeß kam bereits 1985 in die Kinos, hat aber von seiner Wirkung nur wenig eingebüßt. In kalten, oft kaum erträglichen Bildern porträtiert Hauff vier Menschen auf dem Weg aus der Gesellschaft. Therese Affolter (Meinhof), Sabine Wegner (Ensslin), Ulrich Tukur (Baader) und Hans Kremer (Jan-Carl Raspe) meistern ihre schwierigen und äußerst strapaziösen Rollen mit Bravour. Ein unter die Haut gehender Justiz- und Politkrimi.

Reinhard Hauffs viel diskutierter Gerichtsfilm über den Mordprozess gegen die führenden Mitglieder der RAF entstand auf Grundlage der Originalprotokolle nach einem Drehbuch des ehemaligen SPIEGEL-Chefredakteurs Stefan Aust. Der Film, der die Ideen und Stimmungen dieser Zeit intensiv erleben und dabei beide Seiten schonungslos zu Wort kommen lässt, gewann 1986 den Golden Bären bei der Berlinale.

Quelle: Studiocanal

Interviews mit Regisseur Reinhard Hauff und Produzent Eberhard Junkersdorf; Alle Filme der Edition im Überblick

Quelle: Studiocanal

Darsteller:  Ulrich Pleitgen   als Gerichtsvorsitzender
  Ulrich Tukur   als Andreas Baader
  Therese Affolter   als Ulrike Meinhof
  Sabine Wegner   als Gudrun Ensslin
  Hans Kremer   als Jan-Carl Raspe
  Hans Christian Rudolph   als Verteidiger
  Peter Danzeisen   als Verteidiger
  Holger Mahlich   als Verteidiger
  Marina Wandruszka   als Verteidigerin
  Horst Mendroch   als Bundesanwalt
 
Regie:  Reinhard Hauff  
Buch:  Stefan Aust  
  Günter Wulff  
Musik:  Marcel Wengler  
Kamera:  Frank Brühne  
Produzent:  Eberhard Junkersdorf  
  Jürgen Flimm  
 

Fassungen

 

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