- Service:
- Newsletter
- RSS
- kino.de mobil
- Sitemap
- Kontakt
Kaufvideo
Erhältlich seit:
23.05.2005
Originaltitel: Star Wars: Episode I - The Phantom Menace
USA 1999
Laufzeit: 127 Min.
FSK: ab 6
Liam Neeson
Ewan McGregor
Natalie Portman
Regie: George Lucas
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany
Filmbewertung
(2 Bewertungen)

Die Macht war erwartungsgemäß wieder mit ihm. Innerhalb von fünf Tagen konnte George Lucas' mit Spannung erwartetes Prequel der kultklassischen Space-Saga "Krieg der Sterne" die sensationelle Summe von 105,7 Mio. Dollar einspielen. Der Drei-Tages-Rekord von "Vergessene Welt" (90,3 Mio.) wurde damit nicht überflügelt. Der gigantische Hype um den als das Popkulturereignis angekündigten ersten Teil der neuen Trilogie löste in den USA eine derart mediengeschürte Massenhysterie aus, daß das weniger fanatische Publikum beschloß, die ellenlangen Schlangen um die Kinohäuser vorerst zu meiden. Die loyale Fangemeinde ließ es sich hingegen nicht nehmen, dem extravaganten Effekteepos um die Generation vor Luke Skywalker und Han Solo am ersten Wochenende Tribut zu zollen.
Wohliges Nostalgiefieber wird schon beim Prolog mit der vertrauten Titelmelodie von John Williams (zeichnet zudem für den restlichen opulenten Score verantwortlich) eingeläutet. Vor langer Zeit in einer weitentfernten Galaxie haben Mitglieder der mächtigen Handelsföderation den friedlichen Planeten Naboo unter der Herrschaft der jungen Königin Amidala (Natalie Portman außerirdsich schön und herrschaftlich hölzern) besetzt. Sie weigert sich, sich der Invasion zu beugen und begibt sich mit Hilfe der Jedi-Ritter Qui-Gon Jinn (Liam Neeson als väterlich-ernsthafter Mentor) und Obi-Wan Kenobi (Ewan McGregor spielt in diesem Teil in der später von Alec Guinness verkörperten Rolle lediglich die zweite Geige) auf den Weg, um beim Senat der Föderation vorzusprechen. Doch ihr Raumschiff wird im Kampf beschädigt, und sie müssen auf dem Planeten Tatooine notlanden. Dort treffen sie auf den neunjährigen Sklaven Anakin Skywalker (Jake Lloyd sehr ordentlich, aber manchmal doch überfordert), in dem Qui-Gon alsbald einen würdigen Jedi-Kandidaten erkennt. Gemeinsam setzen sie ihre weitere Mission fort. Bei ihrer Rückkehr nach Naboo kommt es zum kosmischen Krieg zwischen den mobil gemachten Bewohnern und einem Heer zahlloser Kampfroboter.
Lucas ließ in der Vergangenheit immer verlauten, er würde seine intergalaktische Weltraumoper erst dann fortsetzen, wenn der Stand der Technik ihm ermögliche, seine ambitionierte Vision perfekt umzusetzen. Mit über 2000 von seiner Firma Industrial Light & Magic realisierten Effekten ("Titanic" im Vergleich verfügt über ca. 500), wo sich praktisch in jeder Einstellung computergenierte Bildeinfügungen finden, ist Lucas dieses Anliegen nun auch mit fliegenden Fahnen gelungen. Wieder wurden fantastische Welten mit bizarren Kreaturen kreiert, wobei es auch ein Wiedersehen mit bekannten Favoriten wie den Robotern R2D2 und C-3PO (noch im nackten Stadium ohne Verschalung), Yoda und Jabba the Hutt gibt. Bei den neuen Figuren tut sich in erster Linie Jar Jar Binks hervor - eine Kreuzung aus aufrechtgehender Amphibie und Schlappohrhase, der mit seiner Schusseligkeit und seinem eigenwillig runtergerasselten Rastafari-Slang für das Gros des großzügig eingestreuten Humors zuständig ist. Die Unterwasserstadt der Gungans ist ein weiteres Highlight und eine Verfolgungsszene mit gefräßigen Riesenfischen erweist sich ebenfalls als erstaunlich. Absoluter Höhepunkt ist jedoch ein großartiges "Ben Hur"-als-Videospiel-artiges, entscheidendes Flugrennen, das garantiert eine adrenalinsteigernde Themenpark-Attraktion inspirieren sollte. Bei all dieser technischen Finesse scheinen menschliche Elemente, Herz und Seele zeitweise in einem schwarzen Loch abhanden gekommen zu sein. Der selbstironisch-lockere Ton, der der Originaltrilogie so viel von ihrem Charme verlieh, wird hier mit unschuldiger Albernheit eingetauscht. Zudem drückt auf Jake Lloyds kindlichen Schultern die Atlas-Last, das actionreiche All-Abenteuer als zentrale Figur zu tragen, was bei den Kids glänzend ankommen dürfte, im filmischen Zusammenhang aber problematisch ist. Am empfindlichsten macht sich die weitgehende Abwesenheit eines fiesen Finsterlings bemerkbar. Der teufelsähnliche Bösewicht Darth Maul (Ray Park) hat zwar coole Leinwandpräsenz und verfügt über tolle Kung-Fu-Künste, doch wird ihm kaum Gelegenheit gegeben, sich diabolisch zu profilieren. Gerade deshalb - und auch aufgrund zahlreicher angedachter, aber nicht weiter ausgeführter Elemente - darf man sich schon jetzt auf den nächsten Teil des comichaften Science-fiction-Abenteuers freuen. So lange muß man mit einem Film Vorlieb nehmen, der nicht restlos überzeugt, aber lange nicht so enttäuschend ausgefallen ist, wie es die US-Presse darstellt. ara.
| Darsteller: | Liam Neeson | als Qui-Gon Jinn | |
|---|---|---|---|
| Ewan McGregor | als Ben (Obi-Wan) Kenobi | ||
| Natalie Portman | als Prinzessin Amidala | ||
| Jake Lloyd | als Anakin Skywalker | ||
| Pernilla August | als Shmi Skywalker | ||
| Ian McDiarmid | als Senator Palpatine | ||
| Frank Oz | als Yoda | ||
| Samuel L. Jackson | als Mace Windu | ||
| Oliver Ford Davies | als Sio Bibble | ||
| Hugh Quarshie | als Captain Panaka | ||
| Ahmed Best | als Jar Jar Binks | ||
| Ray Park | als Darth Maul | ||
| Ralph Brown | als Ric Olie | ||
| Terence Stamp | als Kanzler Valorum | ||
| Brian Blessed | als Boss Nass | ||
| Sofia Coppola | als Sache | ||
| Anthony Daniels | als C-3PO | ||
| Kenny Baker | als R2-D2 | ||
| Keira Knightley | als Sabé | ||
| Regie: | George Lucas | ||
| Buch: | George Lucas | ||
| Musik: | John Williams | ||
| Kamera: | David Tattersall | ||
| Produzent: | Rick McCallum | ||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch
Bildformat: 1:2,35/16:9
Star
Liam Neeson
Top-Mime und Jedi-Ritter: Der hoch gewachsene (1,90 m) Schauspieler aus Nordirland ist zwar durch seine Rolle des über tausend Juden rettenden...
Star
Ewan McGregor
Vom Junkie bis zum Dandy und Sternenkrieger reicht die Karriere des schottischen Shooting Stars der 90er-Jahre. Ewan McGregor fiel bereits...
Registrieren



