VHS Leihvideo

Starsky & Hutch

Leinwandadaption der 70er-Kult-TV-Serie mit den Comedy-Assen Ben Stiller und Owen Wilson als ungleiches Cop-Duo.


Starsky & Hutch

Leihvideo

Erhältlich seit:
22.07.2004

Action/ Komödie

USA 2004
Laufzeit: 96 Min.
FSK: ab 12

Ben Stiller
Owen Wilson
Snoop Dogg

Regie: Todd Phillips
Walt Disney Studios Home Entertainment

Videoplayer wird geladen ...

Filmbewertung


(0 Bewertungen)
Die Ausstattung

Die Technik

Haben Sie den Film schon gesehen?

Jetzt bewerten!


 
Die legendären TV-Cops der Siebziger erobern das Kino: zum sechsten Mal blödeln Ben Stiller und Owen Wilson Hit-verdächtig im Duo.

Legenden unter sich: Starskys Strick-, Hutchs Lederjacke und die "gestreifte Tomate" (Foto: Buena Vista) Großansicht

Legenden unter sich: Starskys Strick-, Hutchs Lederjacke und die "gestreifte Tomate" (Foto: Buena Vista)

Mitte der Siebziger schaute man zu einem Dreamteam in die Röhre. Detective Starsky langte bei bösen Jungs und Junkfood hin, Partner Hutchinson hatte, obwohl eine Art kalifornischer Philosoph, auch einen guten Schlag - nicht nur bei den Frauen.

Ihr Captain war ein Choleriker, ihr Informant Huggy Bear ein Zuhälter, der dank der Zensur als Barbesitzer Girls und News an den Mann brachte.

Vier Jahre lang war "Starsky & Hutch" Amerikas Top-Copserie, die jetzt, wie schon "S.W.A.T." und "3 Engel für Charlie", mit neuem Elan wieder aufgelegt wurde.

Huggy Bear ist Modebaron und Kontaktbörse (Foto: Buena Vista) Großansicht

Huggy Bear ist Modebaron und Kontaktbörse (Foto: Buena Vista)

Keine Akrobatik!

Die neue Version von Todd Phillips ("Road Trip") verzichtet auf die Akrobatik, die fast jeden aktuellen Actionhelden als Mitglied im chinesischen Staatszirkus ausweist, konzentriert sich auf die Komik, die das neue dynamische Duo generiert.

Dabei gibt Ben Stiller als Starsky den giftig engagierten Vorschriftenvertreter, Owen Wilson den Frauenmagneten, der lässig durchs Leben surft. In Huggy Bear hat Snoop Dogg seine Bestimmung gefunden, amüsiert als cooler Kleiderständer mit der stilistischen Exotik der Siebziger, ist aber auch wichtiger Faktor in der Story, die die ungleichen Cops auf ihren ersten gemeinsamen Feldzug führt.

Starsky aufgelöst im Nightfever (Foto: Buena Vista) Großansicht

Starsky aufgelöst im Nightfever (Foto: Buena Vista)

Wilsons Bauchnabel

Sie müssen einen Mord aufklären und kreuzen dabei die Wege eines Drogendealers (Vince Vaughn), der eine neue, kaum aufzuspürende Koksvariante im Markt verteilt. Weil der Gangster gefährlich ist, die Cops in seinen Augen aber Clowns sind, sogt das für amüsante Spitzen.

Witzig auch Stiller als Discoking, der seiner Salsa-Einlage aus "... und dann kam Polly" Konkurrenz macht, eine kauzige "Easy Rider"-Hommage und kuriose Recherchen in Stripteasebar und Knast, wo Komiker Will Ferrell als schwuler Biker Gefallen an Hutchs Bauchnabel findet.

Kalifornien und sein Exportschlager: Cheerleader (Foto: Buena Vista) Großansicht

Kalifornien und sein Exportschlager: Cheerleader (Foto: Buena Vista)

Fliegende Tomate

Natürlich heben bei der Jagd durch die fiktive kalifornische Metropole Bay City auch Karosserien ab, quietschen die Reifen im Konzert, als die legendäre "Gestreifte Tomate", der Ford Torino der Cops, zum Einsatz kommt.

So wird kultige Vergangenheit zurück in die Gegenwart geholt - und das Vergnügen wird serientauglich.

Starsky & Hutch

Die zwei haben sich gefunden: Bereits zum sechsten Mal tun sich Ben Stiller und Owen Wilson vor der Kamera zusammen. Einmal mehr stellt das Duo dabei in dieser furiosen Buddy-Movie-Adaption der beliebten 70er-Jahre Cop-Serie seine Gegensätzlichkeit und sein blendendes Comedy-Timing unter Beweis. Unter der Egide von Komödien-Spezialist Todd Phillips ("Road Trip", "Old School") stehen dabei weniger krachender Slapstick und donnernde Pointen im Vordergrund, als vielmehr ein fein austariertes, mit lakonischem Humor versehenes Gefüge aus den Funktionselementen der TV-Serie und anachronistischen und deshalb umso originelleren Versatzstücken klassischer Cop-Movies.

Bay City, Mitte der 70er: Vom übermächtigen Schatten seiner Mutter (!) - einer Legende des Dezernaes - gehetzt, übertreibt es der deutlich anal fixierte Detective David Starsky (Ben Stiller) regelmäßig bei der Verbrechensbekämpfung. Detective Ken "Hutch" Hutchinson (Owen Wilson als Slacker mit Polizeimarke) dagegen ist für seine zwielichtigen Kontakte bekannt und nimmt es mit der Dienstvorschrift nicht immer ganz genau. Captain Dobey (Blaxploitation-Legende Fred Williamson) verdonnert die beiden dazu, künftig als Duo zu ermitteln und gleich der erste Fall stellt das Doppel auf eine harte Prüfung: Durch Zufall stoßen Starsky und Hutch auf Drogendealer Reese Feldmann (Vince Vaughn). Der entwickelte just sozusagen den Stein der Weisen in Sachen kolumbianisches Marschpulver: eine Kokain-Variante, die mit gängigen Methoden nicht mehr aufzuspüren ist. Um diese Revolution vor den beiden lästigen Schnüfflern zu verteidigen, schreckt Feldmann auch vor Polizistenmord nicht zurück. Doch Starsky und Hutch haben mit der halbseidenen Unterweltsgröße Huggy Bear (Traumbesetzung: Snoop Dogg übernahm die Rolle des unvergessenen Antonio Vargas) noch einen Joker im Spiel.

Todd Phillips entwirft mit "Starsky & Hutch" das exakte Gegenmodell zu "3 Engel für Charlie". Anders als McG verfrachtet er seine Geschichte nicht in die Gegenwart, sondern belässt die Handlung in der Zeit der TV-Serie. Dort finden sich auch die visuellen und dramaturgischen Anleihen. Wohltuend altmodisch fotografierte Kameramann Barry Peterson ("Dark Blue") das Geschehen als Mittelding zwischen 70er-Jahre-Cop-Movie und Blaxploitation-Film. Auf die zuletzt so arg strapazierten Heilsbringer wie Karate-Akrobatik-Mätzchen, Bullet-Time-Spielereien und Video-Clip-Optik kann auf diese Weise mühelos verzichtet werden. Stattdessen setzt Phillips voll auf den Charme der Figuren und sein exzellentes Ensemble, das u.a. Juliette Lewis, Will Farrell, Carmen Elektra und in einem Cameo die Original-Darsteller Paul Michael Glaser und David Soul ergänzen.

"Starsky & Hutch" spielt mit den Konventionen des Cop-Movie-Genres vom kategorischen Besuch in der Striptease-Bar über wilde Verfolgungsjagden bis hin zum klassischen Annäherung-Bruch-und-Wiedervereinigungs-Kurrikulum der Protagonisten. Dass er dies schafft, ohne die Original-Serie oder die filmischen Vorlagen wie "Dirty Harry" zu bloßen Steigbügelhaltern der eigenen Gagparade zu degradieren, ist die große Leistung des Films. Stilistisch und formal eng an die genannten Vorbilder angelehnt, entwickelt sich die Komik von "Starsky & Hutch" nicht aus der distanzierten Betrachtung, der zeitlich und ästhetisch bedingten Brechung der 70er Jahre. Für Witze über die heute vielleicht belächelten Klamotten oder Frisuren ist sich "Starsky & Hutch" glücklicherweise zu schade. Stattdessen gelingt es Regisseur Phillips den Humor aus der Handlung heraus, nicht durch die Handlung per se aufzubauen. Nur bei einem "Easy Rider"-Zitat, einer "Nur Samstag Nacht"-Sequenz und einer "Sexy Dragon"-Showeinlage verlässt der Film diese enge Spur. Doch bei der Grandezza, mit der Wilson und Stiller diese Einlagen aufs Parkett legen, verzeiht man dies gern. Lediglich das letzte Viertel mit dem Showdown wirkt ein wenig hastig inszeniert, im Nachspann finden sich einige Szenen, die hier geplant waren und unverständlicherweise dem Schnitt zum Opfer fielen. Kenner der TV-Serie dürfte das kaum stören, waren doch auch die TV-Episoden davor nicht gefeit. Die Auflösung selbst à la "Wenn nichts mehr geht, hilft Huggy Bear" jedenfalls ist ganz hart am Original. tw.

Darsteller:  Ben Stiller   als Detective David Starsky
  Owen Wilson   als Detective Ken Hutchinson
  Snoop Dogg   als Huggy Bear
  Fred Williamson   als Captain Doby
  Vince Vaughn   als Reese Feldman
  Juliette Lewis   als Kitty
  Jason Bateman   als Kevin
  Amy Smart   als Holly
  Carmen Electra   als Staci
  George Kee Cheung   als Chau
  Chris Penn   als Manetti
  Brande Roderick   als Heather
  Molly Sims   als Mrs. Feldman
  Matt Walsh   als Eddie
  Paul Michael Glaser  
  David Soul  
 
Regie:  Todd Phillips  
Buch:  John O'Brien  
  Scot Armstrong  
  Todd Phillips  
Musik:  Theodore Shapiro  
Kamera:  Barry Peterson  
Produzent:  Alan Riche  
  Tony Ludwig  
  Akiva Goldsman  
  Stuart Cornfeld  
  William Blinn  

"Wir haben den gleichen Sinn für Humor"

Verstehen sie Spaß? Und ob! Wenn Ben Stiller und Owen Wilson aufeinander losgelassen werden, fließen Lachtränen in Strömen. Ihre genialen Doppelpässe machen die Verfilmung der beliebten 70er-Jahre-Serie "Starsky & Hutch" zur Actionkomödie des Jahres!

Nicht nur als "Starsky & Hutch" ein echtes Dream Team (Foto: Buena Vista) Großansicht

Nicht nur als "Starsky & Hutch" ein echtes Dream Team (Foto: Buena Vista)

» Waren "Starsky & Hutch" die Helden eurer Kindheit?

BEN STILLER: Absolut! Als die Serie 1975 erstmals ausgestrahlt wurde, war ich neun Jahre alt. Für mich waren es die coolsten Typen, die es auf dem Bildschirm zu sehen gab. Mit meinen Freunden spielte ich "Starsky & Hutch" nach, und schon damals übernahm ich am liebsten die Rolle von Starsky. Das hier ist quasi ein Remake meiner allerersten Rolle.

OWEN WILSON: Für Ben ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Er tat alles, um mitmachen zu können. Ich wurde nur genommen, weil ich blonde Haare habe.

Ben Stiller als geplagter Spross der "Royal Tenenbaums" (Foto: Buena Vista) Großansicht

Ben Stiller als geplagter Spross der "Royal Tenenbaums" (Foto: Buena Vista)

» Wie reagierten Paul Michael Glaser und David Soul - die Original-Cops - auf euren Filmspaß?

WILSON: Sie nahmen es gelassen hin, weil sie ja nichts zu befürchten hatten. Denn Ben und ich sind ihre größten Fans. Wir wollten sie allerdings nicht kopieren, sondern einfach nur eine etwas komischere Variante bieten. Ich hoffe nur, dass sich die Chemie zwischen ihnen auf uns übertragen hat.

» Auch euer Film ist in den 70ern angesiedelt. Hat es euch gefallen, in diese Welt zurückzukehren?

WILSON: Das war toll! Zwei Monate kamen wir uns so vor, als hätten wir eine Zeitreise unternommen. Das Einzige, was mich störte, war die hautenge Jeans von Ben. Da hat sich alles abgezeichnet. Schade, dass es kein Video gibt, das zeigt, wie er da reingekommen ist!

STILLER: Das stimmt, in der Hose war kaum Platz. Aber ich fühlte mich dadurch meiner Rolle sehr nah. Starsky hat eine ganz eigenwillige Art zu rennen. Das liegt nur an den engen Jeans.

"Meine Braut, ihr Vater und ich": Selbst für den aalglatten Wilson ist Robert De Niro ein echter Härtefall (Foto: UIP) Großansicht

"Meine Braut, ihr Vater und ich": Selbst für den aalglatten Wilson ist Robert De Niro ein echter Härtefall (Foto: UIP)

» Was macht einen guten Polizisten aus?

STILLER: Ich habe Freunde, die bei der Polizei sind, wirklich nette Typen, und genau das mag ich auch an "Starsky & Hutch". Die wurden nicht am Schreibtisch erfunden, sondern stammen aus dem wirklichen Leben. Das war damals eine echte Neuheit.

» Seit ihr schon mal mit dem Gesetz in Konflikt geraten?

STILLER: Das kann Owen besser beantworten. Der hat mehr Erfahrungen damit. Owen, bist du nicht erst gestern wieder eingebuchtet worden?

WILSON: Meine letzte Konfrontation mit der Polizei war in Los Angeles am Washington Boulevard. Ich wurde angehalten, weil ich zu schnell gefahren bin. Glücklicherweise konnte ich mich rausreden, so dass es keinen Strafzettel gab.

STILLER: Wahrscheinlich war es ein weiblicher Cop!

WILSON: Nein, es war keine Frau. Ich bin einfach ein Überredungskünstler. Aber nun erzähl du doch mal, Ben!

STILLER: Ich bin ein anständiger Bürger und liebe die Polizei. Privat sind mir aber die Polizisten aus New York lieber. Die Jungs haben mehr Humor als die aus Kalifornien, die mit ihren Sonnenbrillen auf schweren Motorrädern sitzen und niemals lächeln.

Schön & schräg: Stiller, Wilson und David Bowie in "Zoolander" (Foto: UIP) Großansicht

Schön & schräg: Stiller, Wilson und David Bowie in "Zoolander" (Foto: UIP)

» Was war das Schlimmste, das ihr verbrochen habt?

STILLER: Als Kind habe ich mal Süßigkeiten eingesteckt, ohne sie zu bezahlen.

WILSON: Das probieren doch fast alle Kinder mal aus. In meiner Heimatstadt Dallas hatte ich mal so viele unbezahlte Strafzettel, dass man mich für eine Nacht in den Knast steckte. Das war schlimm!

» Im Film sitzt ausschließlich Ben am Steuer des legendären "Gran Torino" Ist er denn ein guter Fahrer, Owen?

WILSON: Ich schwöre: Ich hatte in meinem Leben nirgendwo solche Todesangst wie auf dem Beifahrersitz dieses Autos. Und das lag ganz bestimmt nicht am Ford.

STILLER: Es gab einfach nicht genug Budget, um dich ans Steuer zu lassen.

"Starky & Hutch": Born to be Wild (Foto: Buena Vista) Großansicht

"Starky & Hutch": Born to be Wild (Foto: Buena Vista)

» "Starsky & Hutch" ist nun schon euer sechstes gemeinsames Projekt. Was bringt euch immer wieder zusammen?

WILSON: Wir haben uns das erste Mal beim Casting für Bens Regiefilm "The Cable Guy" getroffen und verstanden uns auf Anhieb. Wir haben auf den Punkt den gleichen Sinn für Humor. Ben kann mich in den unmöglichsten Situationen zum Lachen bringen.

STILLER: Wir haben immer viel Spaß gehabt, vor allem als wir beide noch Singles waren.

» Heute ist das anders?

WILSON: Seit Ben verheiratet ist und eine kleine Tochter hat, fehlt ihm oft die Zeit. Aber ich kann sagen, dass er ein besserer Mensch geworden ist.

 

Starsky & Hutch in der Fotoshow

 

Fassungen

 

facebook

 

Features

 

Weitere Videos

Hoch Runter
 

Star

Ben Stiller

Comedy-Ass Ben Stiller spezialisierte sich als Schauspieler zunächst auf die Darstellung von Männern, die in peinliche Situationen geraten und...

 

Star

Owen Wilson

Seine lässige nonchalante Art überspielt clever die gebrochene Nase, sein cooler Charme wirkt blitzartig, und das gewisse Etwas eines...