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Vertrackter Cyberthriller, in dem der Idealismus eines jungen Computergenies und die Habgier eines skrupellosen Software-Monopolisten aufeinander prallen.


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Erhältlich seit:
06.05.2002

Originaltitel: AntiTrust

Thriller

USA 2000
Laufzeit: 104 Min.
FSK: ab 12

Ryan Phillippe
Rachael Leigh Cook
Claire Forlani

Regie: Peter Howitt
Universum Film

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Das junge, ambitionierte Hackergenie Milo wird vom Softwaregiganten Gary Winston engagiert, um dessen noch unausgereiftes Satellitenkommunikationsprogramm fertigzustellen. Ohne zu zögern ziehen er und seine Freundin ins Silicon Valley. Der Traumjob entpuppt sich als Albtraum, als Milo Zusammenhänge zwischen dem Tod seines besten Freundes und der Firma seines Chefs entdeckt. Bei seinen Nachforschungen wird er immer tiefer in einen Strudel aus Mord und Machtgier hineingegezogen, bis er nicht mehr weiß, wer Freund oder Feind ist.

Die durchaus innovative Ausgangsidee, einen Cyber-Thriller über die menschenverachtende Realität im Computerbusiness zu machen, wird leider durch so manche an den Haaren herbeigezogene Plot-Wendung arg strapaziert. Regisseur Peter Howitt verzichtet in dem solide gemachten Werk auf Effektspielereien und setzt auf den herausragenden Tim Robbins als Bill-Gates-Klon und Ryan Philippe als ernüchterten Computerfreak. Dank hochaktueller und interessanter Thematik und blendender Besetzung sehenswert.

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Sei es "Hackers", "Das Netz" oder "Vernetzt - Johnny Mnemonic", dem Genre des Cyberthrillers ist es bislang nicht gelungen, mit dem breiten Publikum eine gute Connection zu etablieren. Fraglich ist, ob das jüngste Hollywood-Produkt um Computerparanoia in dieser Hinsicht eine Ausnahme machen wird. Ryan Phillippe aus "Eiskalte Engel" spielt ein Computergenie, das von einem skrupellosen Software-Monopolisten in Gestalt von Tim Robbins engagiert wird, sein Satellitenkommunikationssystem marktfertig zu programmieren. Doch der scheinbare Traumjob zieht den jungen Idealisten in einen Sog von Mord, Machtgier und Täuschungsmanövern.

Das Drehbuch wurde von Howard Franklin verfasst, der u.a. "Im Namen der Rose" adaptierte. Seine vertrackte Story um Paranoia und Vertrauensbruch wechselt zwischen äußerst spannenden und vorhersehbaren Momenten und verlässt sich zunehmend auf weit hergeholte Plotkonstruktionen. Dabei ist die Ausgangsidee, die Integrität ausbeuterischen Geschäftspraktiken gegenüberstellt, durchaus interessant und aktuell. Doch leider ist das sich entfaltende Intrigennetz in punkto Glaubwürdigkeit wenig überzeugend. Regisseur Peter Howitt ("Sie liebt ihn - Sie liebt ihn nicht") inszenierte den High-Tech-Thriller dafür mit geradlinig routinierten Stil und verzichtet weitgehend auf irritierende visuelle Spielereien.

Stanford-Absolvent Milo (Phillippe) und sein bester Freund Teddy (Yee Jee Tso) sind (in bester Übereinstimmung mit Silicon-Valley-Aufstiegslegenden) im Begriff, aus ihrer Garage heraus ein neues Software-Programm zu entwickeln, das alle Kommunikationsgeräte per Satellit global verbinden würde. Sie, ebenso wie die Firma des Milliardärs Gary Winston (Tim Robbins ist gigantisch als Bill-Gates-Verschnitt), stehen kurz vor dem Durchbruch. Während die beiden Youngster planen, den Service kostenlos im Internet anzubieten, wittert Winston ein Riesengeschäft. Er engagiert Milo mit einem Angebot, das zu gut ist, um es auszuschlagen. Teddy hingegen bleibt seinen Prinzipien treu. Der charismatische Winston nimmt Milo unter seine Fittiche und wickelt ihn mit abwechselnd autoritären und kumpelhaften Verhalten ein. Als sich langsam Fragen über die Herkunft verschiedener Programmverbesserungen einschleichen und Teddy ermordet aufgefunden wird, beginnt Milo, seinen Mentor mit anderen Augen zu sehen und er weiß nicht mehr, wem er trauen kann. Seine eigene Freundin (Claire Forlani aus "Rendezvous mit Joe Black") wird ihm suspekt, und auch seine schnuckelige Kollegin Lisa (Rachael Leigh Cook aus "Eine wie keine") könnte eine von Winstons Marionetten sein.

Angesiedelt in der nahen Zukunft, sind die Villa und das Bürogelände Winstons ein schicker Designer-Traum, wobei besonders seine digitalen Gemälde ins Auge fallen. Am sehenswertesten ist jedoch Robbins, der nach "Arlington Road" erneut einen fabelhaften "bad guy" mimt. An seiner Seite hält sich Phillippe wacker in der Rolle des hintergangenen Computer-Nerds. Wer mit "Antitrust" punkten will, muss auf diese beiden bauen. ara.

Darsteller:  Ryan Phillippe   als Milo Hoffmann
  Rachael Leigh Cook   als Lisa Calighan
  Claire Forlani   als Alice Poulson
  Tim Robbins   als Gary Winston
  Douglas McFerran   als Bob Shrot
  Richard Roundtree   als Lyle Barton
  Tygh Runyan   als Larry Banks
  Yee Jee Tso   als Teddy Chin
  Nate Dushku   als Brian Bissel
  Ned Bellamy   als Phil Grimes
  Tyler Labine   als Redmond
  Scott Bellis   als Randy
  David Lovgren   als Danny
 
Regie:  Peter Howitt  
Buch:  Howard Franklin  
Musik:  Don Davis  
Kamera:  John Bailey  
Produzent:  Nick Wechsler  
  Keith Addis  
  David Nicksay  
 

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Features

 

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