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Kaufvideo
Erhältlich seit:
18.08.2011
USA 2005
Laufzeit: 99 Min.
FSK: ab 16
Ewan McGregor
Naomi Watts
Ryan Gosling
Regie: Marc Forster
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

Elegant-hypnotisches Filmrätsel, das künstlerische Extrakte von Lynch, Shyamalan und Freudscher Psychologie in berauschende Psychothriller-Form gießt. Ewan McGregor gerät als Psychiater in den Bann eines verstörten Patienten, der den Zeitpunkt seines eigenen Selbstmordes prophezeit.
Wenn es einen Nenner für Marc Forsters Werk gibt, dann ist es seine Vielgestaltigkeit. Nach "Monster's Ball" und "Wenn Träume fliegen lernen" erfindet er sich abermals neu und betört mit einem Trip ins Reich des Unterbewussten, wie es in dieser handwerklichen Perfektion kaum einen gab. Gleiche Gewandtheit gilt für Ewan McGregor, der soeben noch von Michael Bays "Insel" flüchtete. Seine Rollenwahl erinnert an den fast vergessen "Das Auge/Eye of the Beholder", der mit "Stay" seine Rätselhaftigkeit gemein hat.
McGregor spielt den New Yorker Psychiater Sam Foster, dem der selbstzerstörerische Henry Lethem (Ryan Gosling) in die Praxis schneit. Dieser wurde nach einem Verkehrsunfall mit Amnesie aufgegriffen und prophezeit seinen Suizid binnen drei Tagen, geradewegs an seinem 21. Geburtstag. Sam beginnt mit einer Therapie und dringt in reichlich mysteriöse Aspekte von Henrys Wahn-Existenz vor. Davon bleibt sein Privatleben mit Ex-Patientin und nun Freundin Lila (Naomi Watts) nicht unbeeinflusst. Henrys Welt scheint in Sams zu diffundieren und die Realität beginnt zu einer Emulsion aus Unbewusstem, Traum und Wahn zu verschmelzen, in der Identitäten entgrenzt und scheinbare Gewissheiten aufgelöst werden.
"Stay" steht in der Tradition verrückter, aber gut durchdachter Trips wie "Jacob's Ladder", "The Machinist" oder "The Jacket" und präsentiert sich weniger gewaltpathologisch als Lynch, weniger manieriert als Shyamalan (und wesentlich subtiler), aber kunstfertiger und ambitionierter als beide, in einer schon fast avantgardistischen Gestaltung: anders als bei notorischen Fuhrwerkern wie Tony Scott steht der kunstvolle Duktus im Dienst der Handlung, mehr noch: er gestaltet sie. Der ausgefeilte Stil sublimiert das (alp)traumhaft-surreale Geschehen und entfesselt einen zuerst trägen, später gewaltigen Sog, der nicht nur ein mal seine Entsprechung in spiralförmigem Kamerabewegungen findet. Der Bann des Unheimlichen entsteht durch die aufwändige, fugenlose Montagetechnik, die schräge Bildwinkel, haarscharfe Kamerabewegungen und ungewöhnliche Kadrierungen samt ihrer Detailfülle bändigt. Die betörend-raffinierten Kompositionen entwickeln ein rasantes Eigenleben, das wie ein Halluzinogen wirkt.
Forsters vom Doppelgängermotiv beherrschtes Puzzle schafft mit hohen Anspruch einen assoziativen Rahmen, in dem psychologische Deutungen möglich, aber nicht zwingend sind und viel Raum für Interpretation bleibt. Die Geschichte entzieht sich einer rationalen Erfassung, und selbst das aufschlussreiche Ende liefert keine vollständige Erklärung, sondern offenbart nur eine absonderliche innere Logik, so dass der Hauch des unlösbaren Mysteriums den extravaganten Film umhüllt. Selten durfte sich Kino derart suggestiv in die Räume der Imagination entfalten. Selbst Shakespeares Trauerspiel Hamlet findet noch seinen symbolträchtigen Platz in den psychotischen Bildern, die die Realität hinter sich lassen, um mit Frieda Grafe zu sprechen. Bei dem im US-Kino deutlich unter Wert gelaufenen Kunstwerk ist der Besuch für jeden Schöngeist, der die mangelnde Qualität des Kinos beklagt, oberste Cineastenpflicht. tk.
Der New Yorker Psychiater Sam Foster übernimmt von einer erkrankten Kollegin den Fall des Kunststudenten Henry Letham. Dieser leidet nach einem Unfall an Amnesie, macht dafür jedoch wirre Vorhersagen, die sich aus mysteriösen Gründen bewahrheiten. Als Henry ankündigt, sich in drei Tagen - an seinem 21. Geburtstag, exakt um Mitternacht - das Leben zu nehmen, will Sam ihn unbedingt aufhalten. Bei seinen Nachforschungen in Henrys Umfeld entdeckt er eine Welt voller Widersprüche und Rätsel.
Quelle: Studiocanal
Featurettes "Departing Visions" und "The Music of Stay"; Interviews; Star-Featurettes mit Ewan McGregor, Naomi Watts, Ryan Gosling und Marc Forster; Szenenspezifische Audiokommentare; Wendecover
Quelle: Studiocanal
| Darsteller: | Ewan McGregor | als Sam Foster | |
|---|---|---|---|
| Naomi Watts | als Lila Culpepper | ||
| Ryan Gosling | als Henry Letham | ||
| Bob Hoskins | als Dr. Leon Patterson | ||
| Janeane Garofalo | als Dr. Beth Levy | ||
| Kate Burton | als Mrs Letham | ||
| B.D. Wong | als Dr. Ren | ||
| Elizabeth Reaser | als Athena | ||
| Amy Sedaris | als Tony | ||
| Regie: | Marc Forster | ||
| Buch: | David Benioff | ||
| Kamera: | Roberto Schaefer | ||
| Produzent: | Eric Kopeloff | ||
| Tom Lassally | |||
Stay in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch dts HD 5.1 MA, Englisch dts HD 5.1 MA
Tonformat: dts HD 5.1 MA
Untertitel: Deutsch, Dt. f. Hörg.
Bildformat: 1:2,35/1080p
Extras: Featurettes, Interviews, Audiokommentar, Wendecover
Featurettes "Departing Visions" und "The Music of Stay"; Interviews; Star-Featurettes mit Ewan McGregor, Naomi Watts, Ryan Gosling und Marc Forster; Szenenspezifische Audiokommentare; Wendecover
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