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Stellas Versuchung

Britisches Psychodrama über die Übermächtigkeit und desaströsen Nebenwirkungen sexueller Leidenschaften.


Stellas Versuchung

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Erhältlich seit:
19.10.2007

Originaltitel: Asylum

Drama/ Thriller

Großbritannien/Irland 2005
Laufzeit: 96 Min.
FSK: ab 16

Natasha Richardson
Sir Ian McKellen
Marton Csokas

Regie: David Mackenzie
Cine Plus Entertainment

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Obsessive, erotische Amour fou im Großbritannien der Fünfzigerjahre zwischen einer Psychiatergattin und einem Verbrecher.

Das Familienglück täuscht (Foto: Salzgeber) Großansicht

Das Familienglück täuscht (Foto: Salzgeber)

England in den späten 50er-Jahren: Stella (Natasha Richardson) ist die Frau eines jungen, aufstrebenden Psychiaters. Das Ehepaar lebt mit dem Sohn auf dem Gelände der Hochsicherheitsanstalt, in der Max (Hugh Bonneville) gerade erst die Position des stellvertretenden Leiters angenommen hat.

Ausgerechnet hier verliebt sich Stella in den Patienten Edgar Stark (Marton Csokas), einen Bildhauer, der in einem Anfall von Eifersucht seine Frau ermordet hatte. Die Situation spitzt sich zu, als Edgar aus der Anstalt fliehen kann und sich bald nicht mehr unter Kontrolle hat.

Edgar bringt Stella um den Verstand (Foto: Salzgeber) Großansicht

Edgar bringt Stella um den Verstand (Foto: Salzgeber)

Gefangen in der Ehe

Einen Blick in die Abgründe einer obsessiven, erotischen Amour fou vermittelt Regisseur David Mackenzie mit seiner amerikanisch-irischen Koproduktion, die auf dem Roman von Erfolgsautor Patrick McGrath basiert. Natasha Richardson spielt die in ihrer konventionellen Ehe gefangene Psychiatergattin. In weiteren Rollen brillieren Ian McKellen und Hugh Bonneville.

Stellas Versuchung

Obsessionsdrama über eine Ehefrau, die ihre unterdrückte Leidenschaft in einer Affäre radikal auslebt.

Eine Frau ohne Gewissen ist Stella nicht, aber eine Frau, die Normen sprengt: Mutter eines Sohns, egoistisch, intelligent, irrational. Diese ohne Rücksicht auf Sympathien entwickelte Figur lebt in Patrick McGraths Roman "Stella". McGrath, Sohn eines Gerichtspsychiaters, ist fasziniert von destruktiver Sexualität und derangierten Charakteren, die auch seinen ebenfalls verfilmten Roman "Groteske" bevölkern. Als Kenner dieser Materie zeigte sich auch Regisseur David Mackenzie in seiner verhängnisvollen Schleppkahn-Affäre "Young Adam". Kreativ haben sich in "Stellas Versuchung" somit die richtigen Partner gefunden, aber nicht im Plot. Im England der Fünfziger lebt Stella (Natasha Richardson) im Ehegefängnis mit Psychiater Max, der in einer Nervenklinik gerade eine leitende Position angetreten hat. Eine Demütigung für den älteren Kollegen Cleave (Ian McKellen), Spezialist für sexuell motivierte Psychosen und besessen vom Patienten Stark (Marton Csokas), der seine Frau im Eifersuchtswahn erschlagen hat. Weil Stella und Stark mehr als die Alliteration gemeinsam haben, leben sie ihre Leidenschaft in kürzester Zeit aus. Als die Affäre entdeckt wird und Stark flüchtet, lässt Stella eine skandalisierte Ehe und das Kind zurück und sich in die Illusion von Glück fallen, bis Starks paranoide gewalttätige Seite übermächtig und er von der Polizei aufgegriffen wird. Ihr Mann nimmt sie wieder auf, doch Stellas Versuchung bleibt stark und endet schließlich tragisch.

Die gesellschaftlichen Zwänge, die sexuelle Repression, die Bestrafung der Befreiung - vertraut wirken die Themen und der nicht klischeefreie Plot, bei dem der Wildhüter aus "Lady Chatterley" nach erzählerischer Metamorphose jetzt mit Stark ein Gewächshaus renoviert. Spannender aber ist, wie kompromisslos die Hauptfiguren angelegt sind, wie undurchschaubar ihre Motive bleiben. Mutiger Höhepunkt ist dabei die Szene, als Stellas Unachtsamkeit, vielleicht aber auch ihr Unbewusstes beim Schulausflug ihres Sohns eine Katastrophe auslösen. Komplex gezeichnet ist McKellens Psychiater, der Stella und Stark vielleicht als Studienobjekt manipuliert, vielleicht zur Entledigung eines beruflichen Rivalen benutzt, vielleicht aber auch Stella liebt oder Stark aus Enttäuschung bestraft. Kein perfekter, aber ein interessanter Film, dessen größte Qualität die Regie in einem brillanten Bild illustriert, wenn Stella in der Klinik die lichtdurchfluteten Korridore meidet und von den düsteren Gängen magisch angezogen wird. kob.

Stellas Versuchung

England in den späten 50er Jahren: Max und Stella Raphael reisen mit ihrem Sohn als glückliche Familie in den Norden des Landes, wo Max seine neue Stelle als stellvertretender Leiter einer psychiatrischen Anstalt für Schwerverbrecher antritt. Sie leben dort auf dem Gelände der Klinik und Stella verliebt sich in den Patienten Edgar Stark, der zur Arbeit in ihrem Garten abgestellt ist. Sie beginnt eine leidenschaftliche Affäre mit dem Frauenmörder, die zur selbstzerstörerischen Obsession wird, der nicht nur die Karriere von Max zum Opfer fällt. Die Familie zerbricht, ihr Sohn Charlie kommt ums Leben und schließlich muss Stella selbst in die Klinik eingewiesen werden.

Quelle: Cine Plus

Darsteller:  Natasha Richardson   als Stella Raphael
  Sir Ian McKellen   als Peter Cleave
  Marton Csokas   als Edgar Stark
  Hugh Bonneville   als Max Raphael
  Judy Parfitt   als Brenda Raphael
  Sean Harris   als Nick
  Gus Lewis   als Charlie Raphael
  Wanda Ventham   als Mrs. Straffen
  Joss Ackland   als Mr. Straffen
  Anne Keaveney   als Mrs. Bain
 
Regie:  David Mackenzie  
Buch:  Patrick Marber  
  Chrys Balis  
Musik:  Mark Mancina  
Kamera:  Giles Nuttgens  
Produzent:  Laurie Borg  
  David E. Allen  
  Mace Neufeld  
 

Stellas Versuchung in der Fotoshow

 

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Features

 

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