DVD Leihvideo

Sterben für Anfänger

Schwarzhumorige Britkomödie um eine gar nicht festliche Beerdigung.


Sterben für Anfänger

Leihvideo

Erhältlich seit:
22.11.2007

Originaltitel: Death at a Funeral

Komödie

USA/Deutschland/Großbritannien 2007
Laufzeit: 87 Min.
FSK: ab 6

Jane Asher
Ewen Bremner
Peter Dinklage

Regie: Frank Oz
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Muppetschöpfer Frank Oz ("Bowfinger") zieht in der lustigsten und chaotischsten Beerdigung aller Zeiten rabenschwarze Humor-Saiten auf.

Simon benimmt sich ein wenig daneben (Foto: Concorde) Großansicht

Simon benimmt sich ein wenig daneben (Foto: Concorde)

Die ganze Welt scheint sich gegen ihn verschworen zu haben: Beim Begräbnis seines Vaters folgt für Daniel (Matthew MacFadyen) eine Katastrophe nach der anderen. Zunächst wird der Leichnam vertauscht, dann weigert sich sein Bruder Robert (Rupert Graves), seinen Anteil an den Beerdigungskosten zu übernehmen.

Der pflegebedürftige Onkel Alfie (Peter Vaughn) nörgelt in einem fort, und der Verlobte von Cousine Martha ist auf einem halluzinogenen Drogentrip. Und schließlich taucht auch noch ein Kleinwüchsiger (Peter Dinklage) auf, der mit kompromittierenden Fotos des Verstorbenen Schweigegeld erpressen will. Doch unverdrossen kämpft Daniel um die Würde seines Vaters.

Die liebe Verwandtschaft nimmt Abschied (Foto: Concorde) Großansicht

Die liebe Verwandtschaft nimmt Abschied (Foto: Concorde)

Absolut schwarz

Comedy-Genie Frank Oz hat die Gelegenheit zu gerne wahrgenommen, eine pechschwarze, bissige und turbulente Komödie abzuliefern. Dennoch menschelt es auch kräftig in der zwischen Klamauk und Ernsthaftigkeit schwankenden Story.

Sterben für Anfänger

Chaos, Absurdität und rabenschwarzer Humor zeichnen diese Brit-Komödie über ein Begräbnis in bürgerlichem Ambiente aus.

Wenn es um bissige Komödien geht, sind die Briten unschlagbar. Vor allem feierliche Anlässe wie Hochzeit oder Todesfall gelten beim Inselvolk als Quelle tabuloser Heiterkeit. So ist bei der Trauerfeier von Daniels Vater von Anfang an der Wurm drin. Erst wird die Leiche vertauscht, dann weigert sich sein als Literat erfolgreicher Bruder, die anteiligen Kosten zu übernehmen. Ein alter und miesepetriger Onkel geht allen mit seiner Nörgelei auf den Geist. Der Verlobte einer Cousine ist versehentlich auf Drogentrip und verstört den zukünftigen Schwiegervater. Zu allem Unglück behauptet auch noch ein plötzlich auftauchender Gast in Zwergengestalt, der Daddy sei ein Schweinehund gewesen und versucht, mit sexuell pikanten Fotos Schweigegeld zu erpressen.

In diesem Irrenhaus ist der Teufel los, jeder der skurrilen Trauergäste verbirgt ein kleines Geheimnis und wenn es dann noch darum geht, einen scheinbar mausetoten Typen unauffällig zu entsorgen, klettert das Lachbarometer in ungeahnte Höhen, auch wenn vielleicht nicht ganz der abseitige Witz von "Vier Hochzeiten und ein Todesfall" erreicht wird. Wie der überforderte Sohnemann im Chaos seinem Vater einen würdevollen Abschied ermöglichen will, das ist englischer Humor vom Feinsten: unterschwellig böse, sophisticated und schwärzer als die schwärzeste Trauerkleidung.

Oz, alles anderer als ein Anfänger, der zumeist in Amerika Erfolge feiert, lässt in diesem verrückten und gleichzeitig spießigem Biotop das beste Personal aufmarschieren und zwischen Ernsthaftigkeit und Blödsinn oszillieren, allen voran Matthew Macfadyen in der Schauspieler-Premiumklasse als Sohn des Verstorbenen, der seit Jahren eifrig an einem Roman laboriert, während Rupert Graves als sein Bruder in New York schriftstellerische Meriten einheimst, ein amüsanter Kampf zwischen Underdog und Blender. Unschlagbar Alan Tudyk, der nach Halluzinogen-Gebrauch den verdutzten Trauernden auch schon mal vom Dach aus seinen nackten Po präsentiert. Diese Brit-Schmunzel-Posse - witzig, bewegend und mit hohem Menschel-Faktor - kommt ohne billige Lacher aus. mk.

Darsteller:  Jane Asher   als Sandra
  Ewen Bremner   als Justin
  Peter Dinklage   als Peter
  Daisy Donovan   als Martha
  Peter Egan   als Victor
  Rupert Graves   als Robert
  Keeley Hawes   als Jane
  Matthew Macfadyen   als Daniel
  Kris Marshall   als Troy
  Andy Nyman   als Howard
  Alan Tudyk   als Simon
  Peter Vaughan   als Onkel Alfie
 
Regie:  Frank Oz  
Buch:  Dean Craig  
Kamera:  Oliver Curtis  
Produzent:  Share Stallings  
  Laurence Malkin  
  Diana Phillips  
 

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