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Still Movin'

Turbulentes Country-Road Movie aus und in deutschen Landen mit Country-Oldie Willy Freeze.


Still Movin'

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Erhältlich seit:
01.02.2001

Komödie

Deutschland 1996
Laufzeit: 82 Min.
FSK: ab 12

Kai Wiesinger
Willy Freeze
Sandra Speichert

Regie: Niki Stein, ...
Cine Plus Entertainment

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Still Movin'

Willy Freeze ist ein uriger, aber erfolgloser Country-Sänger. Als der Berliner Techno-Party-Veranstalter Kappel - einer seiner wenigen Bewunderer - eine Deutschland-Tournee für ihn organisiert, bietet sich ihm plötzlich die Chance zum Karriere-Sprung. Begleitet wird Freeze von Kappels gewitztem DJ Felix. Doch auch dieser kann nicht verhindern, daß sein Schützling von einem Mißerfolg in den nächsten stolpert. Doch dann wird ein alter Freeze-Song durch einen Jeans-Spot zum Riesen-Hit - und sein Sänger über Nacht zum Star.

Inspiriert von der wahren Lebensgeschichte des Nashville-Veteranen Willy Freeze erzählen die beiden Regisseure Niki Stein und Jacki Engelken eine ebenso melancholische wie komische Loser-Ballade, deren liebevolle Figurenzeichnung an Aki Kaurismäkis beste Werke erinnert. Im Stil eines Road-Movies inszeniert, konfrontiert dieses filmische Kleinod Country-Blues und Techno als Symbole verschiedener Lebensweisen. Willy Freeze gibt eine unvergeßliche "lonesome cowboy"-Figur ab und Kai Wiesinger ("14 Tage lebenslänglich") überzeugt als smarter Yuppie-DJ.

Still Movin'

Als Hauptfigur eines Road-Movies aus deutschen Landen holte sich Niki Stein den in der Versenkung verschwundenen Country-Sänger Willy Freeze aus Nashville. Das Ergebnis ist eine undefinierbare Kreuzung von Abenteuern und Musikeinlagen, von den Machern unter die Devise "Techno meets Country-Blues" gestellt.

Die Sehnsucht nach der Ferne ergreift so manchen deutschen Jungfilmer. Gelingt es ihm nicht, die Insel der Seligen, sprich USA, zu erreichen, schnuppert er in der Not die Luft von Freiheit und Abenteuer in heimischen Gefilden. Niki Stein ließ sich für seinen Debütfilm etwas Besonderes einfallen: Er importierte den nicht gerade erfolgsverwöhnten Country-Sänger Willy Freeze, den Drehbuchautor und Musiker Jacki Engelken vor vier Jahren in Amerika kennenlernte, nach Old Germany. Dieses Urgestein mimt sich selbst, gibt mit rauher Stimme ein paar Songs zum besten und schaut mit erstaunten Augen auf seine deutschen Schauspiel-Kollegen, die, wie von der Tarantel gestochen, agieren.

Die Story ist einfach: Konzertveranstalter Leo Kappel (Leonard Lansink) ist Herr eines gutlaufenden Techno-Schuppens in Berlin. Leider steht er nicht auf Techno, sondern auf Country-Musik. Deshalb organisiert er auch für den abgehalfterten Country-Sänger Willy Freeze von den "Crazy Hats" eine Deutschland-Tournee. Der Typ entpuppt sich schnell als Fehlinvestition, krächzt vor sich hin und fällt beim ersten Auftritt sturzbesoffen um. Weil Kappel mit seinem DJ Felix (Kai Wiesinger) noch eine Rechnung offen hat, läßt er den smarten Techno-Freak mit Willy durch die Provinz tingeln. Das Duo stolpert von einem Desaster ins andere. Erst als Willys Manager aus Tennessee anreist, weil ein alter Hit seines Schützlings, "Pink Lemonade and Gin", durch einen Werbespot plötzlich wieder die Charts hochklettert, dreht sich das Fähnchen. Alle wollen plötzlich Willy.

Es mag ein ehrenwertes Anliegen sein, Willy Freeze einen Neustart zu ermöglichen, aber so richtig kommt die Chose nicht in Schwung, trotz einiger skurriler Szenen. Ein Großteil der Nebenfiguren wirkt wie Pappkameraden. Kai Wiesinger ist völlig unterfordert, muß furchtbares Pidgin-English sprechen ("I have to let water") und leidet an seiner Rolle. Der kapitale Fehler der Macher liegt darin, zu glauben oder dem Publikum glauben zu machen, die Kölner Autobahn sei so etwas ähnliches wie die Route 66, ein paar wild hergerichtete Gestalten,eine Mini-Ausgabe der "Hell's Angels".

Der von Pro Sieben cofinanzierte Film wird es an der Kinokasse schwer haben, auch wenn Willy Freeze mit seiner stoischen Ruhe, Selbstironie und seinen Songs vielleicht die Herzen mancher Country-Liebhaber oder Johnny Cash und Dave Dudley-Fans schneller schlagen läßt. mk.

Darsteller:  Kai Wiesinger   als Felix
  Willy Freeze   als Willy Freeze
  Sandra Speichert   als Michelle
  Hansa Czypionka   als Salewski
  Leon Rippy   als Mr. Jennings
  Leonard Lansink   als Leo
  Eckhard Preuß   als Kurt
  Anton Rattinger   als Hartmann
  Willy Thomczyk   als Breugel
  Catherine Flemming   als Journalistin
  Antje Schmidt   als Monika
  Jophi Ries   als Kurdirektor, Wölden
  Thomas Balou Martin   als Besitzer des Liberty
  Joe Bausch   als Rockerpräsident
  Ingo Naujoks   als Kalle
  Michael Klee   als Olli
  Jennifer Steffens   als Biggi
  Dirk Pientka   als Türsteher, Disco
  Otto Möllenbach   als Veranstalter
  Andrea Willson   als Stewardess
  Peter Lohmeyer   als Polizist im Alhambra
 
Regie:  Niki Stein  
  Jacki Engelken  
Buch:  Jacki Engelken  
  Niki Stein  
Musik:  Ulrik Spies  
  Jacki Engelken  
Kamera:  Wolfgang Aichholzer  
Produzent:  Thomas Burnhauser  
  Robert G. Fromm  
  Simon Happ  
 

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