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Stille Sehnsucht - Warchild

Drama um eine Mutter, die ihr im Jugoslawienkrieg verlorene Tochter bei Pflegeeltern in Deutschland wiederfindet.


Stille Sehnsucht - Warchild

Leihvideo

Erhältlich seit:
26.11.2007

Drama

Deutschland/Slowenien 2005
Laufzeit: 100 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Labina Mitevska
Senad Basic
Crescentia Dünßer

Regie: Christian Wagner
Filmgalerie 451

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Drama um eine Mutter, die ihre im Jugoslawienkrieg verlorene Tochter bei Pflegeeltern in Deutschland wiederfindet.

Senada folgt der Spur bis nach Deutschland (Foto: Movienet) Großansicht

Senada folgt der Spur bis nach Deutschland (Foto: Movienet)

Im heutigen Sarajewo verdrängt man die Kriegserinnerungen. Normalität ist eingekehrt, nur das Leben am Existenzminimum und der gewaltige Friedhof erinnern an die jüngste Vergangenheit. Aber die 30-jährige Senada (Labina Mitewska) kann nicht vergessen. Vor neun Jahren hat sie in den Kriegswirren ihr Kind Aida verloren.

Eine neue Spur führt sie nach Deutschland. Sie lässt sich illegal ins Land schleusen und kommt bei Landsleuten in Ulm unter. Über das Jugendamt findet sie schließlich den Wohnsitz ihrer Tochter. Der Teenager lebt unter dem Namen Kristina bei deutschen Pflegeeltern und ahnt nichts von seiner Vergangenheit.

Die Freunde wollen Senada ablenken (Foto: Movienet) Großansicht

Die Freunde wollen Senada ablenken (Foto: Movienet)

Schwarz-weiße Odyssee

Im zweiten Teil seiner Balkan Blues Trilogy greift Christian Wagner das Schicksal einer jungen Bosnierin auf, die im Krieg ihr Kind verloren hat und es nach einer erst realistischen, dann melodramatisch wirkenden Odyssee in Deutschland wiederfindet. Berührendes, bisweilen zu sehr schwarz-weiß gezeichnetes Drama zwischen "Grbavica" und "In This World".

Stille Sehnsucht - Warchild

Im zweiten Teil seiner Balkan Blues Trilogy greift Christian Wagner das Schicksal einer jungen Bosnierin auf, die im Krieg ihr Kind verloren hat und es nach einer erst realistischen, dann melodramatisch aufgeladenen Odyssee in Deutschland findet.

Im heutigen Sarajewo verdrängt man die Kriegserinnerungen. Normalität ist eingekehrt, nur das Leben am Existenzminimum und der gewaltige Friedhof gemahnen an die jüngste Vergangenheit. Aber die 30jährige Senada kann nicht vergessen. Sie verlor vor neun Jahren ihr Kind Aida. Auch wenn Freunde ihr die Unterstützung versagen, sucht sie noch immer. Eine neue Spur (ein Foto im SZ-Magazin) führt nach Deutschland und gegen den Willen ihres Ex-Manns Samir lässt sie sich illegal für harte Devisen ins Land schleusen. Sie kommt bei Landsleuten in Ulm unter und findet über das Jugendamt schließlich den Wohnsitz ihrer Tochter. Der Teenager lebt unter dem Namen Kristina bei deutschen Pflegeeltern und ahnt nichts von seiner Vergangenheit. Eine Kontaktaufnahme gestaltet sich schwierig. Denn um um jeden Preis ihre Tochter wieder zu bekommen, tischt sie Lügengeschichten auf. Die Lage verfährt sich zusehends.

Das vielleicht größte Problem des sonst sehr sensiblen Beitrags über Wunden, die nicht heilen mögen und die Spätfolgen eines verdrängten, aber nicht verarbeiteten Konflikts ist die Hauptfigur, die beim Zuschauer kaum Sympathie erweckt. Das mag auch am zu sehr schwarz-weiß gezeichneten Drehbuch (Edin Hadzimahovic) und dessen melodramatischen Wendungen liegen. Dabei gerät die humane Tragödie bisweilen fast aus dem Blickfeld.

Naturalistisch, zumeist neutral, aber mit unvorteilhaft deutlich verteilten Sympathiewerten, an "Grbavica" und bei der Odyssee quer durch Europa an "In This World" angelehnt, erzählt "Warchild" von einer Fremden, die in eine Vergangenheit reist, die eigentlich verloren ist; die ein Leben wieder haben möchte, das es nicht mehr gibt. Senada klammert sich an ihre Hoffnung wie an die Plastiktüte, in der ihre Habseligkeiten stecken. Eine traurige Illusion, die sich Wagner ihr nicht zu nehmen traut und die Realität mit einem versöhnlichen Ende übertüncht. tk.

Darsteller:  Labina Mitevska   als Senada
  Senad Basic   als Samir
  Crescentia Dünßer   als Beate Heinle
  Otto Kukla   als Lars Heinle
  Katrin Saß   als Frau Jandrasko
  Joelle Ludwig   als Aida/Kristina
  Miranda Leonhardt   als Marija
  Heinrich Schmieder   als Tonyslav
  Zdenko Jelcic   als Dzigera
 
Regie:  Christian Wagner  
Buch:  Edin Hinrichs-Hadzimahovic  
Musik:  Konstantia Gourzi  
  Xaver Naudascher  
Kamera:  Thomas Mauch  
Produzent:  Christian Wagner  
 

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