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Kaufvideo
Erhältlich seit:
18.04.2006
Deutschland 2006
Laufzeit: 178 Min.
FSK: ab 6
Ken Duken
Claire Keim
Frank Giering
Regie: Miguel Alexandre
EuroVideo Bildprogramm
Filmbewertung
(3 Bewertungen)

Er war der berühmteste Pirat seiner Zeit, aber außer der Tatsache seiner Hinrichtung ist nichts verbürgt: ein idealer Stoff für einen Abenteuerfilm.
Walter Kärger, der mit "Trenck - Zwei Herzen gegen die Krone" (2003) offenbar sein Faible für historische Stoffe entdeckt hat, bediente sich für sein Drehbuch zu "Störtebeker" bei der klassischen Tragödie ebenso munter wie beim Piratenfilm. Eine lebenslange Feindschaft mit der Familie von Wallenrod sorgt dafür, dass der Pirat nie zur Ruhe kommt: Der kleine Klaus Brodersen hatte einst hilflos mit ansehen müssen, wie der skrupellose Patrizier (Gottfried John) seine Eltern ermordete. Ein befreundeter Mönch verbarg ihn fortan in einem Kloster; er nannte den Jungen wegen seiner nicht vorhandenen Trinkfestigkeit ironisch Störtebeker ("Stürz den Becher"). Als die Zeit kommt, um Rache zu nehmen, nimmt Klaus den rauflustigen Mönch (Timo Dierkes) kurzerhand mit, muss aber schockiert feststellen, dass seine Kinderliebe Elisabeth (die Französin Claire Keim) ausgerechnet Simon von Wallenrod (Stephan Luca), dem Sohn seines Erzfeindes, versprochen ist.
Natürlich würzt Kärger die Geschichte immer wieder mit Gefechten. Während die Dialoge dem ungeübten Ohr überzeugend zeitgenössisch erscheinen, orientieren sich die Kämpfe eher an der Choreografie von "Matrix". Auch bei der Ausstattung bediente sich die Produktion moderner Hilfsmittel: Ein Schiff ist echt, die anderen stammen aus dem Computer. Erfahrungsgemäß aber steht und fällt selbst solch ein Historien-Epos mit der Hauptfigur, und Ken Duken macht seine Sache gar nicht schlecht. Gerade in den Fechtszenen wirkt er außerordentlich gut; das mehrwöchige Training hat sich ohne Frage ausgezahlt.
Regisseur Miguel Alexandre ("Grüße aus Kaschmir") beweist nicht nur in dem für ihn ungewohnten Genre, sondern auch in einem Zweiteiler dieser Größenordnung (7,5 Millionen Euro) eindrucksvolle Souveränität. Was den Genuss der internationalen Koproduktion, an der neben fünf ARD-Anstalten auch ein halbes Dutzend ausländische Sender beteiligt waren, etwas stört, ist ausgerechnet ihre offenkundige Ausrichtung auf den Weltmarkt: All der Aufwand täuscht nicht darüber hinweg, dass die Nebenfiguren reichlich klischeehaft ausfallen und einheimische Kleindarsteller (gedreht wurde in Litauen) munter mit den Augen rollen. tpg.
| Darsteller: | Ken Duken | als Klaus Störtebeker | |
|---|---|---|---|
| Claire Keim | als Elisabeth Preen | ||
| Frank Giering | als Jan Broderson | ||
| Gottfried John | als Konrad von Wallenrod | ||
| Stephan Luca | als Simon von Wallenrod | ||
| Timo Dierkes | als Bruder Wigbold | ||
| Antonio Wannek | als Erik | ||
| Jochen Nickel | als Goedecke Michels | ||
| Miguel Herz-Kestranek | als Hermann Preen | ||
| Gudrun Landgrebe | als Königin Margarete | ||
| Heinz Schubert | als Abt | ||
| Pepa López | als Maria | ||
| Gediminas Storpirstis | als Vater Störtebeker | ||
| Lina Budzzikate | als Mutter Störtebeker | ||
| Jan-Hendrik Kiefer | als Klaus, jung | ||
| Paula Riemann | als Elisabeth, jung | ||
| Regie: | Miguel Alexandre | ||
| Buch: | Walter Kärger | ||
| Musik: | Dominic Roth | ||
| Kamera: | Peter Indergand | ||
| Produzent: | Stephan Bechtle | ||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Bildformat: 1:1,78/16:9
Extras: Behind the Scenes, Interviews, Special Effects/Animationen, Ausschnitte aus der Pressekonferenz
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