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Stolperstein

Doku über die Aktion "Stolpersteine" des Künstlers Gunter Demnig.


Stolperstein

Kaufvideo

Erhältlich seit:
29.01.2010

Dokumentarfilm

Deutschland 2007
FSK: ab 0 (ohne Altersbeschränkung)

Regie: Dörte Franke
Indigo

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Doku über die Aktion "Stolpersteine" des Künstlers Gunter Demnig.

Gunter Damnig verlegt seine Stolpersteine (Foto: Film Kino Text) Großansicht

Gunter Damnig verlegt seine Stolpersteine (Foto: Film Kino Text)

Künstler Gunter Demnig verlegt bei seiner Aktion "Stolpersteine" Gedenksteine für von den Nazis ermordete Menschen auf dem Gehsteig vor ihrem letzten Wohnsitz. Im Jahr 2000 begann Demnig seine Arbeit und kann sich mittlerweile vor Aufträgen kaum noch retten. Seine Idee expandiert bereits nach ganz Europa.

Beim Stand der Doku hatte er 8500 Steine in 177 Städten verlegt, von denen sich ostdeutsche als besonders engagiert erwiesen, um der Neonazi-Pest entgegen zu treten. Jeden Stein fertigt er einzeln an, damit das Individuum zurückkehrt - er will den Opfern ihre Identität wieder geben.

Im Gedenken an die ermordeten Juden (Foto: Film Kino Text) Großansicht

Im Gedenken an die ermordeten Juden (Foto: Film Kino Text)

Kontrovers diskutiert

Das Einsetzen und eine manchmal folgende Einweihung löst bei neugierigen Passanten dann tatsächlich die erhoffte Auseinandersetzung mit der Geschichte aus, die in jede einzelne Familie und fast vor jede Haustür reicht. Finanziert wird das kontrovers diskutierte und den Zentralrat der Juden entzweiende Denkmalprojekt durch private Spenden einzelner Bürger.

Der Dokumentarfilm über die Aktion "Stolpersteine" des Künstlers Gunter Demnig porträtiert nicht nur den Künstler und begleitet dessen Aktion, sondern zeichnet auch auf, wie die Menschen, Angehörige der von Nazis Ermordeten oder auch Passanten, reagieren.

Stolperstein

In Eigeninitiative verlegt der Aktionskünstler Gunter Demnig Gedenksteine für von den Nazis ermordete Menschen auf dem Gehsteig vor ihrem letzten Wohnsitz.

Finanziert wird das wohl größte dezentrale, in der Öffentlichkeit kontrovers diskutierte und den Zentralrat der Juden entzweiende Denkmalprojekt durch private Spenden einzelner Bürger - eine pflastersteingroße Messingplatte kostet samt Verlegen 95 Euro. Unterstützung erhält der Kölner Künstler Demnig auf organisatorischer Seite von der ehemaligen DDR-Aktivistin Uta Franke, deren Tochter Dörte nach einigen anderen Arbeiten fürs Fernsehen ("Der Kommunist") sein Werk on the road dokumentiert. Die ursprünglich 52-minütige Fernsehfassung wurde für die Festivalaufführung in Locarno und den nun folgenden Kinostart erweitert.

Im Jahre 2000 begann Demnig seine Arbeit an "Stolpersteine" - für den 68er eine Gewissensfrage - und kann sich mittlerweile vor Aufträgen kaum noch retten. Seine Idee expandiert bereits nach ganz Europa. Beim Stand der Doku hatte er 8500 Steine in 177 Städten verlegt, von denen sich ostdeutsche als besonders engagiert erwiesen, um der Neonazi-Pest entgegen zu treten. Jeden Stein fertigt er einzeln an, damit das Individuum zurückkehrt - er will den Opfern ihre Identität wieder geben. Das Einsetzen und eine manchmal folgende Einweihung löst bei neugierigen Passanten dann tatsächlich die erhoffte Auseinandersetzung mit der Geschichte aus, die in jede einzelne Familie und fast vor jede Haustür reicht. Das spürt Frankes ergiebiger Film mit viel Instinkt auf und zeichnet ein umfassendes und bewegendes Bild des Künstlers, seines Projekts und der Emotionen, die es bei Betroffenen auslöst. Diese sind in erster Linie Juden, aber auch Sinti und Roma.

Auch der 1939 nach England ausgewanderte Peter Jordan verlor seine in München lebenden Eltern, die deportiert und - das Juden-Ghetto war überfüllt - sofort erschossen wurden. Doch sowohl die Stadtverwaltung als auch die jüdische Gemeinde lehnten die Anbringung mit teils fragwürdigen Argumenten ab. Die somit illegal angebrachten Platten wurden postwendend abgetragen und auf einem jüdischen Friedhof eingesetzt. Jordans Brief an München, Deutschlands einzige Großstadt, in der die Stolpersteine verboten sind: "Herr Ude, Sie haben meine Eltern ein zweites Mal deportiert." tk.

 
Regie:  Dörte Franke  
Buch:  Dörte Franke  
Musik:  Andreas Hornschuh  
  Matthias Hornschuh  
Kamera:  Börres Weiffenbach  
Produzent:  Andrea Ufer  
  Michael P. Aust  
  Gunter Hanfgarn  
  Dagmar Niehage  
 

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