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Stolz und Vorurteil

Kinoneuverfilmung von Jane Austens Romanklassiker aus dem Jahr 1813 für Fans von "Shakespeare in Love".


Stolz und Vorurteil

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Erhältlich seit:
27.05.2010

Originaltitel: Pride and Prejudice

Drama

USA/Großbritannien 2005
Laufzeit: 127 Min.
FSK: ab 0 (ohne Altersbeschränkung)

Keira Knightley
Matthew Macfadyen
Claudie Blakely

Regie: Joe Wright
Universal Pictures Germany

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"Fluch der Karibik"-Beauty Keira Knightley bezaubert in der gelungenen Verfilmung des romantischen Jane-Austen-Klassikers.

Elizabeth Bennett - bei der Liebe verschlägt es selbst ihr die Sprache (Foto: UIP) Großansicht

Elizabeth Bennett - bei der Liebe verschlägt es selbst ihr die Sprache (Foto: UIP)

So unvergänglich wie die Liebe, das größte Spiel der Welt, präsentiert sich Jane Austens Romanklassiker aus dem 19. Jahrhundert in dieser originalgetreuen Verfilmung. Joe Wright holte für die Umsetzung der Liebesgeschichte, die Geschichte schrieb, große Namen vor die Kamera.

Die liebevoll ausgestattete Produktion, die er für Working Title, die Macher von "Bridget Jones", realisierte, bietet mit den saftigen grünen Hügeln Großbritanniens eine prächtige Kulisse für anrührende Gesellschaftsdramen. Denn die dickköpfige, intelligente und schlagfertige Elizabeth Bennett (Keira Knightley aus "King Arthur") will sich nicht ins strenge Society-Korsett pressen und mit irgendwem verheiraten lassen.

Die jungen Damen wollen geheiratet werden (Foto: UIP) Großansicht

Die jungen Damen wollen geheiratet werden (Foto: UIP)

Sie will ihn, sie will ihn nicht...

Sehr zur Sorge der Mutter, die ihre vier Töchter so schnell wie möglich unter der Haube sehen will. Für den arroganten Mr. Darcy (Matthew MacFadyen aus "Enigma") empfindet die stolze junge Elizabeth nichts als Verachtung. Klarer Fall: Heirat ausgeschlossen!

Dann lieber seinen erklärten Widersacher, den charmanten Mr. Wickham. Doch ist der wirklich so aufrichtig, wie er vorgibt? Und vielleicht ist Mr. Darcy gar nicht so verachtenswert, wie es scheint? Große Gefühle, wunderschöne Bilder und Kinolegenden wie Donald Sutherland und Judi Dench - so schön kann nur Kino sein.

Stolz und Vorurteil

Regisseur Joe Wright legt den Klassiker von Jane Austen inhaltlich und stilistisch ernster an als frühere Interpretationen und macht die brillant aufspielende Keira Knightley endgültig zum Star.

Elizabeth Bennet, schrieb Jane Austen am Ende ihrer Tage, sei ihr die liebste aller von ihr erdachten Figuren. Nicht nur deshalb gilt "Stolz und Vorurteil" mit eben jener klugen, aufgeklärten und für ihre Zeit emanzipierten Frau als zentrales Werk im Oeuvre der Schriftstellerin. Der Roman selbst mit seiner ausgefeilten Figurenkonstellation, seiner fein pointierten Gesellschaftskritik und seiner romantischen Liebesgeschichte ist ein zeitloses Meisterwerk. Kein Wunder, dass sich zahllose mehr oder weniger gelungene Liebesdramen, -komödien und -schnulzen nebst halb Bollywood bei "Stolz und Vorurteil" bedient haben. Ebenfalls kein Wunder, dass sich seit Jahren kein Regisseur an die Verfilmung des Dickschiffs von Original gewagt hat. Zuletzt setzte 1995 der arrivierte britische Regisseur Simon Langton den Stoff mit Jennifer Ehle und Colin Firth in den Hauptrollen als Mini-TV-Serie um - mit fünf Stunden Länge und großer Interpretationsfreiheit. Deutlich sparsamer an Zeit, inhaltlich dichter an der Vorlage und insgesamt im besten Sinne gravitätischer geht nun Joe Wright zu Werke. Zwar sind die durch Stolz und Vorurteil verursachten Irrungen und Wirrungen, die die fünf Töchter des duldsamen Vaters Bennet (Donald Sutherland) auf der Suche nach dem rechten Ehegatten erdulden müssen, höchst amüsant - auch und vor allem wegen der umtriebigen Mutter Bennet (Brenda Blethyn). Doch Keira Knightley überrascht mit einer Ernsthaftigkeit und Präzision, die ihre bisherigen Rollen nahezu konterkariert. Ihre Elizabeth Bennet hat nichts mit den Schienbein tretenden, Säbel oder Axt schwingenden Sympathie-Amazonen aus "Kick It Like Beckham", "Fluch der Karibik" und "King Arthur" zu tun, und auch das zeitgeistige Zuckersüße ihres Parts aus "Tatsächlich ... Liebe" ist meilenweit entfernt. Ganz im Sinn der Romanfigur versprüht sie in jeder Einstellung eine grazile Anmut zwischen Mädchen und Dame, ohne die von Jane Austen angedachte Natürlichkeit und Klugheit zu verlieren. Dass die junge Schauspielerin dabei manchmal fast an die Grenzen ihres Könnens stößt, fängt der Regisseur durch kluge Schnitte und in erster Linie durch ein exzellentes Ensemble auf. So stehen Knightley vor allem Matthew MacFadyen als zurückgenommener und spröder, jedoch jederzeit präsenter Mr. Darcy, Bond-Bad-Girl Rosamund Pike als ältere Schwester Jane und in wenigen furiosen Auftritten Judi Dench als Lady de Bourgh zur Seite. Daneben gelingen Wright bei den pompös inszenierten Ballszenen atemberaubende Choreografien, bei denen die verschiedenen Akteure minutenlang ohne einen einzigen Cut anscheinend schwerelos durch Menschenmengen, verschiedene Räume und - auf Sekundenbruchteile genau getimt - aneinander vorbei kreuzen. Roman Osins Kameraarbeit reicht dabei in guten Momenten sogar an "Barry Lyndon" heran. Als einziger Wermutstropfen bleibt anzumerken, dass das in der Vorlage stärkere Moment der gesellschaftlichen Reflexion auf wenige Szenen beschränkt bleibt. Ein Preis, den man angesichts dieses Instant-Classics gerne bezahlt. tw.

Stolz und Vorurteil

England, Ende des 18. Jahrhunderts: Mrs. Bennet (Brenda Blethyn) hat ihren fünf Töchtern nur ein Lebensziel beigebracht - Ehefrau zu werden. Doch ihrer zweitältesten Tochter Lizzie (Keira Knightley) fallen gleich hundert gute Gründe ein, sich nie zu vermählen. Als ein wohlhabender Junggeselle und sein kultivierter Freundeskreis ihre Sommerresidenz in einer nahe gelegenen Villa einrichten, herrscht bei den Bennets wegen der vielen möglichen Verehrer große Aufregung. Tatsächlich bändelt der Neuankömmling Mr. Charles Bingley sofort mit der ältesten Tochter Jane (Rosamund Pike) an. Als Lizzie jedoch den gut aussehenden und versnobten Mr. Darcy (Matthew Macfadyen) kennen lernt, gefährden schon bald Stolz und Vorurteile ihre aufblühende Liebe. Können die Gefühle der beiden dennoch siegen und kann Lizzie endlich einen Grund zum Heiraten finden?

Regisseur Joe Wright hält sich bei seiner Verfilmung von Jane Austens Romanklassikers aus dem Jahr 1813 streng an das Original, schlägt durchaus ernste Töne an und wird von einem hervorragenden Schauspielerensemble unterstützt, das die hervorragende Charakterzeichnung optimal umsetzt. Wunderschön und authentisch bebildertes klassisches Kostümkino - jetzt auch als Blu-ray Disc!

Quelle: Universal Pictures

in Standard-Qualität:
- Gespräche mit der Besetzung
- Jane Austin: ihrer Zeit voraus
- Ein Porträt der Familie Bennet
- HBO First Look: Pride & Prejudice
- Die Kunst des Datings im 18. Jahundert
- Alternatives U.S.-Ende
- Filmkommentar mit Regisseur Joe Wright

Quelle: Universal Pictures

Darsteller:  Keira Knightley   als Elizabeth Bennet
  Matthew Macfadyen   als Mr. Darcy
  Claudie Blakely   als Charlotte Lucas
  Brenda Blethyn   als Mrs. Bennet
  Dame Judi Dench   als Lady Catherine De Bourgh
  Rupert Friend   als Mr Wickham
  Tom Hollander   als Mr. Collins
  Jena Malone   als Lydia Bennet
  Carey Mulligan   als Kitty Bennet
  Rosamund Pike   als Jane Bennet
  Donald Sutherland   als Mr. Bennet
  Talulah Riley   als Mary Bennet
  Simon Woods   als Mr. Bingley
  Peter Wight   als Mr. Gardiner
  Penelope Wilton   als Mrs. Gardiner
  Kelly Reilly   als Caroline Bingley
 
Regie:  Joe Wright  
Buch:  Deborah Moggach  
  Lee Hall  
Musik:  Dario Marianelli  
Kamera:  Roman Osin  
Produzent:  Tim Bevan  
  Eric Fellner  
  Paul Webster  

Daniel Craig als Mikael Blomkvist in "Millenium"-Remake

Hollywoods Superstars reißen sich um diese Rolle...

Daniel Craig soll in den US-Remakes der Millenium-Trilogie den Part als Mikeal Blomkvist übernehmen. (Foto: Kurt Krieger / NFP (Warner)) Großansicht

Daniel Craig soll in den US-Remakes der Millenium-Trilogie den Part als Mikeal Blomkvist übernehmen. (Foto: Kurt Krieger / NFP (Warner))

Erst war Johnny Depp im Gespräch, dann Brad Pitt. Nun aber darf wohl 007-Mime Daniel Craig im US-Remake der Millenium-Trilogie die Hauptrolle des findigen Ermittlers Mikael Blomkvist spielen. Daniel Craigs Unterschrift für die amerikanische Version der weltweit enorm beliebten schwedischen Krimireihe unter der Leitung von Top-Regisseur David Fincher ist angeblich nur noch Formsache.

Zwar sind auch die schwedischen Verfilmungen der Bücher von Stieg Larsson im Kino weltweit recht erfolgreich: In Deutschland ist der Film zum dritten Roman "Vergebung" soeben gestartet, Teil eins sahen unter dem Titel "Verblendung" immerhin 700.000 deutsche Krimifans. Amerikanische Kinogänger sind aber synchronisierte Filme nicht gewöhnt und daher höchst irritiert, wenn sich die Lippen der Schauspieler anders bewegen als die gehörte Sprache klingt. Außerdem zieht ein Superstar wie Daniel Craig dann doch mehr Fans an als die schwedischen Darsteller Michael Nyqvist und Noomi Rapace - so großartig diese ihre Figuren auch schauspielerisch interpretieren.

Daniel Craig hat viel Zeit wegen Finanznöten bei James Bond

Rapaces Part als Lisbeth Salander soll in David Finchers Version übrigens Carey Mulligan übernehmen. Sie war unter anderem in "Stolz und Vorurteil" zu sehen und für ihren Part als naiver verliebter Teenager in "An Education" sogar für einen Oscar nominiert. Demnächst kommt sie neben Michael Douglas und Shia LaBeouf in der "Wall Street"-Fortsetzung "Geld schläft nicht" ins Kino. Das Drehbuch schreibt Veteran Steven Zaillian, der unter anderem "Schindlers Liste", "Und täglich grüßt das Murmeltier" und "Gangs of New York" skriptete.

Held der Krimireihe ist der beinharte investigative Journalist Mikael Blomqvist, den in der US-Version dann Daniel Craig spielt. Er wird im ersten Teil beauftragt, den Fall einer vor 40 Jahren verschwundenen Lieblingsnichte eines alten Mannes zu klären. Mithilfe der psychisch labilen Hackerin Lisbeth Salander stößt er bald auf einen ekelhaften Wust aus Nazi-Machenschaften, sexuellem Missbrauch und Inzest. Kultstatus hat dabei vor allem die Figur von Lisbeth, deren eigene düstere Vergangenheit von allzu ähnlichen Erfahrungen geprägt ist. Der amerikanische Film wird wie die US-Buchfassung nach Lisbeth Salander "The Girl With The Dragon Tattoo" heißen.

Daniel Craig hat übrigens nur deshalb Zeit für den Part als Mikael Blomqvist, weil das Bond-Studio MGM in großen finanziellen Nöten steckt und das lange geplante nächste 007-Abenteuer daher vorerst nicht in Sicht ist ...

 

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