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Leihvideo
Erhältlich seit:
20.10.2006
Großbritannien 2005
Laufzeit: 99 Min.
FSK: ab 12
Leo Gregory
Paddy Considine
David Morrissey
Regie: Stephen Woolley
Warner Home Video Germany

Nach "Backbeat" und einem vergessenen Beatle bekommt nun ein geschasster, im Pool versunkener Stone ein Denkmal gesetzt.
Das Leben des Brian Jones erfüllt alle Klischees, die man mit Rockstars verbindet. Mit 16 hatte er seine 14-jährige Freundin, mit 17 eine verheiratete Frau geschwängert. Auch die nächsten 10 Jahre bis zu seinem frühen Tod mit 27, in denen die Begleiterinnen ständig wechselten, die Drogen aber eine Konstante blieben, waren eine Kriegserklärung an das kalte konservative Elternhaus und das gesellschaftliche Milieu, das es förderte. Was den kreativen Musiker und Multiinstrumentalisten Jones ausmachte, der vor Jagger & Richards Kopf der Rolling Stones war, kann "Stoned" nicht vermitteln. Die chamäleonhafte Persönlichkeit des Gitarristen aber - das sanft Verführerische, provokativ Herausfordernde und destruktiv Erniedrigende - wird selbst in den Verkürzungen des Films deutlich. In seinem Regiedebüt konzentriert sich Stephen Woolley, Hausproduzent von Neil Jordan, auf die letzten Monate dieses selbstzerstörerischen Lebens. Von den anderen Stones wegen seiner Eskapaden und Ausfälle aus der Band gedrängt, verkriecht sich Jones (Leo Gregory, schon in "Hooligans" eine gescheiterte Existenz) mit seiner aktuellen Eroberung Anna in seinem Landhaus. Der für Renovierungsarbeiten angeheuerte Bauunternehmer Frank (Paddy Considine) erfährt stellvertretend, was bereits andere flüchtige Bezugspersonen vor ihm erleben mussten. Es ist die Geschichte einer Verführung, die Annäherung an einen unerreichbaren Lebensstil mit attraktiven Frauen, Drogen und Geld, die schließlich in Demütigung, Abweisung und Gewalt mündet. Während Jones' zwischenmenschliches Experiment auf die Katastrophe, auf seinen von Verschwörungstheorien umrankten Tod im Pool zusteuert, surft "Stoned" etwas zerfahren an biografische Eckpunkte, vor allem zu seiner ruinösen Beziehung zur Sixties-Ikone Anita Pallenberg zurück. Die anderen Stones sind nur Randnotiz - wie auch ihre Songs, von denen keiner originaleingespielt zu hören ist. Woolley bekam die Rechte nicht, behilft sich mit Coverversionen der Songs, die die Einflüsse von Jones zeigen. Deutet man diesen Verlust positiv, wird damit musikalisch betont, dass "Stoned" eben nicht die Geschichte einer Band, sondern ihres Gründers erzählt. Stark verkürzt, nicht frei von Klischees und inszenatorischen Mätzchen, aber gerade durch den Dualismus zweier Persönlichkeiten psychologisch durchaus spannend. kob.
| Darsteller: | Leo Gregory | als Brian Jones | |
|---|---|---|---|
| Paddy Considine | als Frank Thorogood | ||
| David Morrissey | als Tom Keylock | ||
| Ben Whishaw | als Keith Richards | ||
| Tuva Novotny | als Anna Wohlin | ||
| Amelia Warner | als Janet | ||
| Monet Mazur | als Anita Pallenberg | ||
| Luke de Woolfson | als Mick Jagger | ||
| David Williams | als Speecy | ||
| Will Adamsdale | als Andrew Loog Oldham | ||
| James D. White | als Charlie Watts | ||
| Ras Barker | als Lodger | ||
| Regie: | Stephen Woolley | ||
| Buch: | Neal Purvis | ||
| Robert Wade | |||
| Musik: | David Arnold | ||
| Kamera: | John Mathieson | ||
| Produzent: | Finola Dwyer | ||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Bildformat: 1:1,85/16:9
Star
Ben Whishaw
Tom Tykwer und Bernd Eichinger wählten ihn 2005 in der Verfilmung von Patrick Süskinds Roman "Das Parfum" für die Hauptrolle des Mörders Jean-...
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