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Stoned

Das kurze, zwischen den Koordinaten Sex, Drugs and Rock platzierte Leben von "Rolling-Stones"-Gründer Brian Jones.


Stoned

Leihvideo

Erhältlich seit:
20.10.2006

Drama

Großbritannien 2005
Laufzeit: 99 Min.
FSK: ab 12

Leo Gregory
Paddy Considine
David Morrissey

Regie: Stephen Woolley
Warner Home Video Germany

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Ein Leben zwischen Sex, Drugs and Rock 'n' Roll: Filmisches Denkmal für Stones-Gründer Brian Jones.

Brian Jones steuert dem Abgrund zu (Foto: 3Rosen (Warner)) Großansicht

Brian Jones steuert dem Abgrund zu (Foto: 3Rosen (Warner))

Sie sind Pop-Geschichte, die legendären Rolling Stones. Einer, der zu den Gründungsmitgliedern gehörte, war Brian Jones (Leo Gregory) - ein begabter und charismatischer Musiker, der aber aus der Band geworfen wurde. Zuviel Alkohol und Drogen. Stephen Woolley zeigt ein Leben, das von beiden Seiten abbrennt wie die berühmte Kerze, schnell, exzessiv und radikal.

Und natürlich ranken sich um seinen Tod einige Verschwörungstheorien, wodurch das Ganze einen Krimi-Touch bekommt. Ein Blick in psychedelische Zeiten der Swinging Sixties mit Ausschweifungen, Dekadenz und Sex, wie es sie nur Ende der 60er-Jahre gab.

Frauen und Parties gehören zum Alltag des Rockers (Foto: 3Rosen (Warner)) Großansicht

Frauen und Parties gehören zum Alltag des Rockers (Foto: 3Rosen (Warner))

Nicht immer gute Zeiten

Eines der größten Musik-Idole machte sich selbst kaputt. Bei diesem Ausflug in "the good old times", die für einige schlecht ausgingen, kommen Brian-Jones- und Stones-Fans total auf ihre Kosten, auch wenn aufgrund von rechtlichen Problemen keine Originaleinspielungen der Stones zu hören sind.

Stoned

Nach "Backbeat" und einem vergessenen Beatle bekommt nun ein geschasster, im Pool versunkener Stone ein Denkmal gesetzt.

Das Leben des Brian Jones erfüllt alle Klischees, die man mit Rockstars verbindet. Mit 16 hatte er seine 14-jährige Freundin, mit 17 eine verheiratete Frau geschwängert. Auch die nächsten 10 Jahre bis zu seinem frühen Tod mit 27, in denen die Begleiterinnen ständig wechselten, die Drogen aber eine Konstante blieben, waren eine Kriegserklärung an das kalte konservative Elternhaus und das gesellschaftliche Milieu, das es förderte. Was den kreativen Musiker und Multiinstrumentalisten Jones ausmachte, der vor Jagger & Richards Kopf der Rolling Stones war, kann "Stoned" nicht vermitteln. Die chamäleonhafte Persönlichkeit des Gitarristen aber - das sanft Verführerische, provokativ Herausfordernde und destruktiv Erniedrigende - wird selbst in den Verkürzungen des Films deutlich. In seinem Regiedebüt konzentriert sich Stephen Woolley, Hausproduzent von Neil Jordan, auf die letzten Monate dieses selbstzerstörerischen Lebens. Von den anderen Stones wegen seiner Eskapaden und Ausfälle aus der Band gedrängt, verkriecht sich Jones (Leo Gregory, schon in "Hooligans" eine gescheiterte Existenz) mit seiner aktuellen Eroberung Anna in seinem Landhaus. Der für Renovierungsarbeiten angeheuerte Bauunternehmer Frank (Paddy Considine) erfährt stellvertretend, was bereits andere flüchtige Bezugspersonen vor ihm erleben mussten. Es ist die Geschichte einer Verführung, die Annäherung an einen unerreichbaren Lebensstil mit attraktiven Frauen, Drogen und Geld, die schließlich in Demütigung, Abweisung und Gewalt mündet. Während Jones' zwischenmenschliches Experiment auf die Katastrophe, auf seinen von Verschwörungstheorien umrankten Tod im Pool zusteuert, surft "Stoned" etwas zerfahren an biografische Eckpunkte, vor allem zu seiner ruinösen Beziehung zur Sixties-Ikone Anita Pallenberg zurück. Die anderen Stones sind nur Randnotiz - wie auch ihre Songs, von denen keiner originaleingespielt zu hören ist. Woolley bekam die Rechte nicht, behilft sich mit Coverversionen der Songs, die die Einflüsse von Jones zeigen. Deutet man diesen Verlust positiv, wird damit musikalisch betont, dass "Stoned" eben nicht die Geschichte einer Band, sondern ihres Gründers erzählt. Stark verkürzt, nicht frei von Klischees und inszenatorischen Mätzchen, aber gerade durch den Dualismus zweier Persönlichkeiten psychologisch durchaus spannend. kob.

Darsteller:  Leo Gregory   als Brian Jones
  Paddy Considine   als Frank Thorogood
  David Morrissey   als Tom Keylock
  Ben Whishaw   als Keith Richards
  Tuva Novotny   als Anna Wohlin
  Amelia Warner   als Janet
  Monet Mazur   als Anita Pallenberg
  Luke de Woolfson   als Mick Jagger
  David Williams   als Speecy
  Will Adamsdale   als Andrew Loog Oldham
  James D. White   als Charlie Watts
  Ras Barker   als Lodger
 
Regie:  Stephen Woolley  
Buch:  Neal Purvis  
  Robert Wade  
Musik:  David Arnold  
Kamera:  John Mathieson  
Produzent:  Finola Dwyer  
 

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