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Stop-Loss

Der zweite Film von "Boys Don't Cry"-Regisseurin Kimberly Peirce befasst sich mit der kontroversen Praxis der US-Armee, die Einsatzfristen von Berufssoldaten zwangszuverlängern.


Stop-Loss

Leihvideo

Erhältlich seit:
14.08.2008

Drama/ Kriegsfilm

USA 2007
Laufzeit: 108 Min.
FSK: ab 16

Ryan Phillippe
Joseph Gordon-Levitt
Rob Brown

Regie: Kimberly Peirce
Paramount Home Entertainment

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Stop-Loss

Bei ihrer Heimkehr nach Texas nach ihrem blutigen Irakeinsatz werden Brandon und sein bester Freund Steve Shriver sowie ihr Kamerad Tommy als Kriegshelden gefeiert. Doch die Rückkehr in den Alltag fällt schwer. Tommys Ehe geht in die Brüche, Steve rastet bei einem Anfall aus. Lediglich Brandon hat sich unter Kontrolle. Als er allerdings erfährt, dass er erneut einberufen wird, beschließt er zu desertieren. Steves Freundin reist mit ihm nach Washington, wo er auf die Unterstützung seines Senators hofft.

Nach "Home of the Brave" und "The Lucky Ones" der dritte Film aus Hollywood, der sich mit den Heimkehrern aus dem Irakkrieg beschäftigt. "Boys Don't Cry"-Regisseurin Kimberly Peirce ist der Stoff offenkundig ein persönliches Bedürfnis; ihr mit Ryan Phillippe und Joseph Gordon-Levitt blendend besetzter Film über Familie und Patriotismus speist sich aus Erzählungen ihres in Irak stationierten Bruders. War in Deutschland bedauerlicherweise nicht im Kino.

Stop-Loss

Der zweite Film von "Boys Don't Cry"-Regisseurin Kimberly Peirce befasst sich mit der kontroversen Praxis der US-Armee, die Einsatzfristen von Berufssoldaten zwangszuverlängern.

Laut Eigenaussage arbeitete Pierce mit ihrem aufwühlenden Debüt vor neun Jahren die eigene Geschlechtsidentität und Sexualität auf, nun geht es ihr um Familie und Patriotismus. Für das Drehbuch, das in Zusammenarbeit mit dem Journalisten Mark Richard entstand, ließ sie sich von ihrem Bruder inspirieren. Er hatte sich nach den Anschlägen des 11. September bei der Armee verpflichtet und wurde in den Irak geschickt. Seine Berichte sowie die Aussagen seiner Freunde vermittelten ihr ein Augen öffnendes Bild über die chaotisch-aussichtslose Lage dort und die angeschlagene Gemütsverfassung der Soldaten. Vor allem derer, die nach heil überstandenem Einsatz postwendend zurück in die Kriegshölle geschickt werden, obwohl ihr Militärvertrag an sich bereits erfüllt ist.

Eingangs zeigt eine realistisch choreographierte Actionszene, wie der Staff Sergeant Brandon King (Ryan Phillippe leistet nach "Flags of Our Fathers" erneut Kriegsdienst) mit seiner Truppe in einen Hinterhalt in den Strassen von Tikrit (gefilmt wurde in Marokko) gerät. Mehrere seiner Männer sowie unbeteiligte Zivilisten kommen entweder um oder werden schwer verletzt. Zurück im heimatlichen Texas werden Brandon und sein bester Freund Steve Shriver ("Step It Up"-Schönling Channing Tatum kompetent in einer anspruchsvollen Rolle) sowie ihr Kamerad Tommy (Joseph Gordon-Levitt porträtiert seine tragische Figur mit tiefer Emotionalität) als Kriegshelden gefeiert. Doch die Rückkehr in den Alltag im Kontrast zu den konstanten Adrenalin treibenden Stress-Situationen fällt ihnen in unterschiedlichem Grad schwer. Tommys Ehe geht an seiner von Alkohol geschürten Wut und Verzweiflung in die Brüche, Steve rastet bei einem Anfall von posttraumatischen Stress aus und greift seine Freundin Michele (Abbie Cornish aus "Candy") an. Lediglich der umsichtige Brandon scheint sich gut unter Kontrolle zu haben. Als er allerdings erfährt, dass er erneut einberufen wird, beschließt er zu desertieren. Steves Freundin begibt sich mit ihm auf den Weg nach Washington, wo er auf die Unterstützung seines Senators hofft. Während dieses Roadtrip-Segments mit angedeutetem romantischem Unterton gerät der präzise Rhythmus des packenden Kriegsheimkehrerdramas ein wenig ins Stocken. Wenn auch nicht dem Vergleich mit Klassikern des Genres wie "Die besten Jahre unseres Lebens" oder "Coming Home" standgehalten werden kann, versteht es Peirce dennoch meisterhaft ,das emotionale Minenfeld ihrer Protagonisten auszuloten und einen bewegenden Beitrag zum Thema voller sozialer Sprengkraft abzuliefern. ara.

Darsteller:  Ryan Phillippe   als Brandon King
  Joseph Gordon-Levitt   als Tommy Burgess
  Rob Brown   als Isaac "Eyeball" Butler
  Channing Tatum   als Steve Shriver
  Victor Rasuk   als Rico Rodriguez
  Terry Quay   als Al "Preacher" Colson
  Matthew Scott Wilcox   als Harvey
  Timothy Olyphant   als Lt. Col. Boot Miller
  Josef Sommer   als Senator Orton Worrell
  Abbie Cornish   als Michelle
  Linda Emond   als Ida King
  Ciarán Hinds   als Roy King
  Mamie Gummer   als Jeanie
  Alex Frost   als Shorty
 
Regie:  Kimberly Peirce  
Buch:  Kimberly Peirce  
Musik:  John Powell  
Kamera:  Chris Menges  
Produzent:  Kimberly Peirce  
  Gregory Goodman  
  Scott Rudin  
 

Fassungen

 

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Features

 

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