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Sturz ins Leere

Spannendes Dokudrama über eine Bergrettung in den Anden nach dem gleichnamigen Bestseller.


ohne Abbildung

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Erhältlich seit:
16.11.2004

Originaltitel: Touching the Void

Dokumentarfilm/ Sport

Großbritannien 2003
Laufzeit: 102 Min.
FSK: ab 12

Joe Simpson
Simon Yates
Richard Hawking

Regie: Kevin Macdonald
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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Die großartige Doku um einen alpinen Tabubruch überflügelt in England "Bowling for Columbine".

In der Eishölle: Der Absturz über eine vereiste Wand kommt einem Todesurteil gleich (Foto: Kinowelt) Großansicht

In der Eishölle: Der Absturz über eine vereiste Wand kommt einem Todesurteil gleich (Foto: Kinowelt)

Darf ein Bergsteiger seinen verunglückten Seilkameraden zurücklassen, um das eigene Leben zu retten? Um diese Frage kreist dieses Bergdrama von Oscar-Regisseur Kevin MacDonald ("Ein Tag im Sptember").

Nach dem Buchbestseller "Sturz ins Leere" von Extrem-Bergsteiger Joe Simpson hat er einen Film gedreht, der die Genres Spielfilm und Dokumentation vermischt - mit phänomenalem Erfolg.

1985 bricht der damals 25-jährige Joe Simpson (gespielt von Brendan Mackey) zusammen mit seinem Freund Simon Yates (Nicholas Aaron) zur gefährlichen Westwand des 6356 Meter hohen Siula Grande in den peruanischen Anden auf.

Mit unglaublicher Willenskraft kann Joe sich retten (Foto: Kinowelt) Großansicht

Mit unglaublicher Willenskraft kann Joe sich retten (Foto: Kinowelt)

Das Leben eines Freundes

Beim Abstieg stürzt Joe Simpson und zerschmettert sich sein Kniegelenk. Das ist praktisch ein Todesurteil. Trotzdem startet Simon eine waghalsige Rettungsaktion, versucht, seinen Partner über eine Steilwand abzuseilen.

Ohne Erfolg. In auswegloser Lage schneidet er schließlich, ohne zu wissen, ob sein Freund noch lebt, das Seil durch...

Mit Schauspielern in Spielfilmqualität nachgestellt, beeindruckt das Dokudrama mit kühnen Stunts und einer visuellen Direktheit, die die Schmerzen fühlbar macht.

Sturz ins Leere

Nach erfolgreichem Start der Unterwasser-Dokumentation "Deep Blue" bleibt der wieder aktivierte Kinowelt Verleih seiner Linie treu und bringt mit "Sturz ins Leere" nun ein Doku-Drama in die Kinos, das eines der spektakulärsten Bergsteiger-Abenteuer der letzten Jahrzehnte thematisiert und laut Verleih-Angaben in Großbritannien bereits rund 200.000 Menschen vor die Leinwand lockte. Imposante Naturaufnahmen aus den französischen Alpen und den peruanischen Anden, aufwändig nachgestellte Szenen in Fels und Eis sowie packende Interviews mit den Überlebenden der beinahe tödlich endenden Bergtour aus dem Jahre 1985 werden sicher nicht nur Extremkletterer in ihren Bann ziehen.

Vor knapp 20 Jahren machten sich Joe Simpson und sein Freund Simon Yates an die Erstbegehung der Westwand des 6356 Meter hohen, in den peruanischen Anden gelegenen Siula Grande. Der Aufstieg verläuft nahezu reibungslos, doch beim Abstieg kommt es zur Katastrophe. Bei einem Sturz wird Joes Kniescheibe zerschmettert. Yates versucht, seinen verletzten Kameraden abzuseilen. Doch um sein eigenes Leben zu retten, verstößt er in auswegsloser Situation gegen ein eisernes Bergsteigergesetz - er trennt das Seil, das ihn mit Simpson verbindet, womit dieser in den vermeintlich sicheren Tod stürzt. Während Yates wenig später völlig entkräftet, aber unverletzt im Basislager ankommt, beginnt für seinen Freund eine unbeschreibliche Tour der Leiden. Mit einem schier übermenschlichen Kraftaufwand gelingt es Simpson, sich aus der Gletscherspalte, in die er gestürzt war, zu befreien, Zentimeter für Zentimeter über das Eis zu kriechen und mit Hilfe eines aus einer Isomatte improvisierten Verbands über ein Geröllfeld zu humpeln. Tage später erreicht auch er das Lager - dem Tode näher als dem Leben.

Der angesehene Dokumentarist Kevin Macdonald wurde im Jahr 2000 für sein Dokudrama "Ein Tag im September", in dem er die blutigen Ereignisse um die Geiselnahme des israelischen Olympiateams 1972 in München aufbereitete, mit Emmy, Oscar und Goldener Kamera ausgezeichnet. Bei "Sturz in Leere", das auf dem gleichnamigen Bestseller von Joe Simpson basiert, vermischte er authentisches Material mit Spielszenen. Während also Simpson - der im übrigen die Entscheidung seines Kameraden, das Seil zu kappen, im Gegensatz zur Öffentlichkeit immer verteidigt hat - und Yates ihre damalige Tour teils im On, aber größtenteils im Off schildern, sieht man im On zwei Darsteller - Brendan Mackey und Nicholas Aaron -, die in mit hohen Aufwand den tatsächlichen Ereignissen nachempfundenen Sequenzen agieren. Damit kann der Betrachter zwar die Strapazen, die insbesondere Simpson durchleiden musste, nachvollziehen, doch der Einsatz von Schminke, Spezialeffekten und kleinerer dramaturgischer Eingriffe nehmen dieser wahren Geschichte viel von ihrer Authentizität. Alles im allen darf diese Gratwanderung zwischen Dokumentation und Fiktion dennoch als gelungen bezeichnet werden, was insbesondere den exzellent geführten Interviews, die vor Beginn der eigentlichen Dreharbeiten geführt wurden, zu verdanken ist. "Sturz ins Leere", packend wie ein Actionfilm und mitreißend wie eine Tragödie, ist ein weiteres Beispiel dafür, dass mit diesem im Kino lange vernachlässigten Genre auch auf kommerzieller Ebene zu rechnen ist. lasso.

Sturz ins Leere

Im Mai 1985 wagen Joe Simpson und Simon Yates die gefährliche Erstbesteigung der Westwand des 6.356 Meter hohen Siula Grande in den peruanischen Anden. Erschöpft aber euphorisch erreichen die beiden den Gipfel. Doch beim Abstieg stürzt Joe. Sein Kniegelenk ist zerschmettert. In den Anden ein Todesurteil. Unter extremen Bedingungen versucht Simon, seinen Partner abzuseilen. Aber dann stürzt Joe über eine verborgene Klippe und hängt hilflos in der Luft. Schneegestöber machen Sicht und Kommunikation unmöglich. Joes Gewicht zieht Simon langsam den Abhang hinunter. Um selbst zu überleben, bricht Simon ein Bergsteigertabu und schneidet das Seil durch. Er glaubt seinen Freund tot und kämpft sich von Schuldgefühlen gequält ins Basislager. Doch Joe lebt. Gefangen in einer Gletscherspalte steht er dem physisch und psychisch Unmöglichem gegenüber ...

Quelle: Studiocanal

Trailer, Wendecover

Quelle: Studiocanal

Darsteller:  Joe Simpson  
  Simon Yates  
  Richard Hawking  
  Brendan Mackey   als Joe Simpson
  Nicholas Aaron   als Simon Yates
  Ollie Ryall   als Richard Hawking
 
Regie:  Kevin Macdonald  
Musik:  Alex Heffes  
Kamera:  Mike Eley  
Produzent:  John Smithson  
 

Sturz ins Leere in der Fotoshow

 

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