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Submarine

Charmante Komödie über den 15-jährigen Oliver, der die Liebe, andere Probleme des Erwachsenwerdens und damit als kluger Kopf auch die eigene Ahnungslosigkeit entdeckt.


Submarine

Leihvideo

Erhältlich seit:
09.03.2012

Komödie/ Drama

Großbritannien 2010
Laufzeit: 94 Min.
FSK: ab 12

Craig Roberts
Yasmin Paige
Sally Hawkins

Regie: Richard Ayoade
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Submarine

Oliver Tate aus einer walisischen Küstenstadt ist ein smarter Lebensbeobachter, der glaubt, sich und seine Umwelt gut einordnen zu können. Doch mit 15 stößt er an seine Grenzen. Die Ehe seiner Eltern zeigt Auflösungserscheinungen, das eigene Verhalten opportunistische Züge und die angebetete Mitschülerin Jordana kühles Desinteresse. Oliver aber gibt nicht auf, versucht den möglichen Seitensprung seiner Mutter zu sabotieren und Jordana zu erobern. Der erste Sex erweist sich als peinlich, die Liebe aber als eigentliches Problem.

Mit einer leisen Komödie, die sich durch verhaltene Situationskomik auszeichnet, legt der britische Komiker Richard Ayoyade ein gelungenes Regiedebüt vor. "Submarine", seine Adaption des 2008 erschienenen Romans "Ich, Oliver Tate", skizziert mit großer Ehrlichkeit die verwirrende Phase des schrecklich-schönen Erwachsenwerdens. Dazu gehört auch, dass die Hauptfiguren keine Heiligen, sondern unfertige Persönlichkeiten mit liebenswerten und unsympathischen Zügen sind.

Submarine

Mit 15 ist das Leben so transparent wie die Tiefsee, entdeckt der junge Held in Richard Ayoades schräger und smarter Pubertätskomödie.

Irgendwo zwischen Wes Andersons "Rushmore" und den Filmen Woody Allens, dessen Drama "Innenleben" mit einem markanten, ins Profil gesetzten Drei-Personen-Shot vielleicht sogar Reverenz erwiesen wird, platziert sich das Regiedebüt des britischen Komikers und Clipregisseurs Ayoade. Erzählt wird nach einem Roman von Joe Dunthorpe eine Geschichte vom Erwachsenwerden, mit einem Achtzigerjahre-Touch, aber zeitlos gültig in der Beschreibung einer verwirrenden, schrecklichen, aber auch euphorisierenden Entwicklungsphase. Als "hässlich und liebenswert" hat der walisische Poet Dylan Thomas seine Heimatstadt und damit irgendwie auch diesen Erstling beschrieben, der in Swansea angesiedelt ist. Denn "Submarine" hat grausame und zauberhafte Momente, Figuren die lieben und leiden, junge Protagonisten, die keine Heiligen sind, auch unsympathische Züge zeigen.

Der 15-jährige Oliver (Craig Roberts) spielt als Erzähler den Tourguide durch sein Leben. Er ist ein smarter Beobachter, ein Träumer, der glaubt, alles und damit auch sich selbst richtig einordnen zu können, tatsächlich aber ahnungslos ist, wie er auf dieses seltsame Leben, das sich ihm in der Pubertät darstellt, reagieren soll. Hat er wirklich die pummelige Zoe, mit der er schon unschuldig knutschte, vor den Augen seiner Mitschüler in den Morast gestoßen und sich damit als einer der Typen erwiesen, die ihn selbst in der Schule quälen? Wie lässt sich wieder Leben in die Ehe der Eltern pumpen, wenn der Vater tiefe Täler der Depression durchschreitet und die Mutter (Sally Hawkins als verklemmte Hausmaus) bei einem schmierigen Selbsthilfeguru das Licht im Dunkel sucht? Und wie kann man die eigene Obsession für Jordana Bevan in eine Beziehung münden lassen, wenn das verehrte Geschöpf Romantik und Sentimentalität verachtet und eigentlich Unterwerfung fordert?

Um diese Probleme, die Entdeckung des Selbst, die Bedeutung, aber auch Peinlichkeit der Eltern sowie den Kriegsschauplatz Schule kreist diese melancholische Komödie. Tief taucht "Submarine" dabei nicht, beobachtet an der Oberfläche aber mit Ehrlichkeit, trockenem Witz und einem charmanten Finale, das zwar nicht, wie zu Beginn in Olivers Kopfkino angekündigt, "zwei Wochen Liebemachen", aber doch eine süße Lovestory garantiert.

kob.

Darsteller:  Craig Roberts   als Oliver Tate
  Yasmin Paige   als Jordana Bevan
  Sally Hawkins   als Jill Tate
  Noah Taylor   als Lloyd Tate
  Paddy Considine   als Graham Purvis
  Darren Evans   als Chips
  Otis Lloyd   als Keiron
  Lily McCann   als Zoe Preece
  Steffan Rhodri   als Mr. Davey
  Osian Cai Dulais   als Mark Pritchard
  Elinor Crawley   als Abby Smuts
  Gemma Chan   als Kim-Lin
 
Regie:  Richard Ayoade  
Buch:  Richard Ayoade  
Musik:  Andrew Hewitt  
Kamera:  Erik Wilson  
Produzent:  Mary Burke IV  
 

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