
Eine Freundesgruppe schlägt sich vor einem Supermarkt quatschend die Nacht um die Ohren. Der College-Abbrecher Jeff verbirgt sein gutes Herz hinter purem Nihilismus. Kumpel Buff, Angestellter einer Pizzeria, mimt pausenlos den Clown, und Tim, der rauflustige Macho, vertrinkt seine kleine Air-Force-Rente, die er einer abgeschnittenen Fingerkuppe zu verdanken hat. Komplettiert wird die Runde von der Punkerin Sooze, die von einer Künstlerkarriere in New York träumt, und deren Freundin Bee-Bee, die eben aus einer Entziehungsklinik kommt.
Angesiedelt zwischen Dazed and Confused und Slacker, zwischen Post-High-School-Melancholie und Alltagsfrust, betätigt sich Richard Linklater, dessen Spielfilme echter wirken als so manche Dokumentation, einmal mehr als US-Ethnograph. Basierend auf dem off-Broadway-Hit Eric Bogosians (Talk Radio) beschreibt der Filmemacher amerikanische Archetypen. Dabei bleibt er mit der Kamera eng bei seinen Darstellern, konzentriert sich auf die Schauspielerführung und erspart sich filmische Mätzchen. Ein eigenwilliges Americana, das nicht zuletzt wegen seines vorzüglichen Rock- und Pop-Soundtracks zu empfehlen ist.