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Süperseks

"Süperseks", die erste türkischsprachige Telefonsex-Hotline - mit Sitz in Hamburg-Altona...


Süperseks

Leihvideo

Erhältlich seit:
11.02.2005

Komödie

Deutschland 2004
Laufzeit: 92 Min.
FSK: ab 6

Denis Moschitto
Marie Zielcke
Hilmi Sözer

Regie: Torsten Wacker
Warner Home Video Germany

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Aus Geldnot gründet Jungspund Elviz eine türkische Telefonsex-Hotline - eine Süperidee mit fatalen Folgen.

Da werden Sie geholfen: "Süperseks"-Callcenter (Foto: Warner) Großansicht

Da werden Sie geholfen: "Süperseks"-Callcenter (Foto: Warner)

Jungunternehmer Elviz (Denis Moschitto) steckt in der Klemme: Kaum ist er stolzer Neubesitzer eines Clubs in Hamburg Altona, da sperrt ihm die Polizei nach einer Razzia den Laden zu.

Jetzt kann Elviz seinem Onkel Cengiz das geborgte Startkapital von 50.000 Euro nicht zurückzahlen. Viel schlimmer noch: Als Sicherheit hat er das Grundstück seiner Mutter verpfändet, auf das sein schlitzohriger Onkel schon lange scharf war.

In seiner Not kommt Elviz eine ungewöhnliche Idee. Heimlich gründet er "Süperseks" - die erste türkischsprachige Telefonsex-Hotline. Tatsächlich laufen bald die Drähte heiß, und Elviz macht das große Geld.

Elviz' heimliche Liebe Anna ahnt nicht, dass er ihr Chef ist (Foto: Warner) Großansicht

Elviz' heimliche Liebe Anna ahnt nicht, dass er ihr Chef ist (Foto: Warner)

Türkische Bettgeschichten

Schwierig wird sein Doppelleben, als sich sein Schwarm Anna (Marie Zielcke) im Callcenter bewirbt - nicht wissend, wer ihr neuer Chef ist.

Wer glaubt, die typisch türkischen Klischees zu kennen, erfährt in dieser köstlichen Kulturenfarce die ganze Wahrheit über Dönerbuden, Betteppiche, Goldkettchen und schnurrbärtige Machos, die sich im Ehebett als zahme Lämmchen erweisen.

Mit sicherem Blick für skurrile Details und liebenswert schrullige Figuren inszenierte Ex-Werbefilmer Torsten Wacker sein turbulentes Kinodebüt.

Prädikat: Einfach süper!

Süperseks

Warner Deutschland verleiht Blockbuster der amerikanischen Mutterfirma, zuweilen findet sich aber auch eine türkische Produktion darunter, wie zuletzt die Komödie "Vizontele Tuuba", die hier lebende Türken anspricht. Jetzt bringt Warner mit "Süperseks" einen Film mit viel Lokalkolorit in die Kinos, an dem sowohl Türken als auch Deutsche und andere Nationalitäten ihren Spaß haben werden. "Süperseks" handelt von einem jungen Hamburger Türken, der mit der Geschäftsidee, eine Telefonsex-Hotline für seine Landsleute zu installieren, viel Reibach macht, sich aber auch jede Menge Ärger einhandelt. Von einem jungen Team realisiert und aufstrebenden (Denis Moschitto) und erfahrenen (Hilmi Sözer) Schauspielern getragen, könnte dieser charmante Regieerstling für eine positive Überraschung am Box-Office sorgen.

Auf der Suche nach einem geeigneten Stoff für das erste Projekt ihrer im Herbst 2001 gegründeten Produktionsfirma Magnolia wurden Nina Bohlmann und Babette Schröder schnell fündig. Denn das Drehbuch zu "Süperseks" des Autorengespanns Kerim Pamuk und Daniel Schwarz war preisgünstig umzusetzen, hatte einen wunderbaren Plot und besaß jede Menge Originalität. Die genaue Kenntnis des multikulturellen Milieus von Hamburg-Altona ist denn auch das große Plus dieser Low-Budget-Kiez-Komödie, die sich über die Schrullen der in Deutschland lebenden Türken prächtig amüsiert, ihre markanten Figuren aber immer mit Liebe und Respekt behandelt.

Im Zentrum des Geschehens steht der 23-jährige Türke Elviz (Denis Moschitto), der bei seinem mächtigen Onkel Cengiz (Meray Ülgen) mit 50.000 Euro in der Kreide steht. Als er zufällig seinen älteren Bruder Tarik (Hilmi Sözer) bei einem gescheiterten Versuch belauscht, Telefonsex zu machen, kommt Elviz die geniale Geschäftsidee - eine Sex-Hotline von Türkinnen für Türken. Schnell sind ein paar Räume in Tariks Brotfabrik leergeräumt, diverse Computer vernetzt und in Nilüfer (Hülya Duyar) die perfekte Verbalerotik-Lehrerin gefunden. Als der Laden brummt und das ganze (männliche) Viertel nur noch am Hörer hängt, heuert ausgerechnet Elviz' neue Flamme Anna (Marie Zielcke), die ebenfalls dringend Geld braucht, in seiner Firma an. Elviz, der Anna natürlich nichts von seinem delikaten Business erzählt hat, steckt nun in der Bredouille. Und dann fällt ihm auch noch der Onkel in den Rücken. Der nämlich lässt die Hotline aus egoistischen Gründen kurzerhand auffliegen.

Der erfahrene Werbefilmer Torsten Wacker hat bei seinem Spielfilmdebüt so ziemlich alles richtig gemacht. Leben und Wirken der türkischen Gemeinde wirken bei ihm glaubwürdig, obwohl er die Charaktere zum Teil hoffnungslos, genrebedingt, überzeichnen musste. Ob sexbesessener Gemüsehändler oder kleinkrimineller Onkel, ob gegen veraltete Traditionen rebellierende Tochter oder fettleibige, stets kreischende Übermutter - jedes Klischee wird entsprechend bedient. Dass man dem munteren Treiben in Hamburg-Altona so gerne zusieht, ist vor allem das Verdienst des formidablen Darsteller-Ensembles, allen voran Denis Moschitto, Sohn einer Italienerin und eines Türken, der sich zuvor schon durch prägnante Nebenrollen, unter anderem an der Seite von Daniel Brühl ("Schule", "Nichts bereuen"), empfehlen konnte. Auch der in Ankara geborene Hilmi Sözer, mit Auftritten in leichter Kost wie "Ballermann 6" oder "Der Schuh des Manitu" berühmt geworden, spielt mit sichtlichem Vergnügen den etwas einfältigen Fladenbrot-Bäcker, dessen Duckmäuserei ihm beinahe zum Verhängnis wird. Dass Komisches und Tragisches auch hier eng zusammen liegen, untermauert die zarte Liebesgeschichte zwischen den beiden assimilierten Türken Elviz und Anna, die einige Hürden überwinden müssen, um zueinander zu finden. "Süperseks" nutzt sein schlüpfriges Thema also nur, um eine allgemeingültige Love Story zu erzählen. Dieser ungewöhnliche Rahmen bietet indes so viel Raum für originelle Nebenplots und skurrile Nebenfiguren, dass daraus eine liebenswerte wie freche Komödie geworden ist, bei der der aktuelle deutsche Alltag geschickt in die Handlung integriert wurde. Die Stoffe für gute Kinofilme scheinen hierzulande also doch auf der Straße zu liegen. lasso.

Darsteller:  Denis Moschitto   als Elviz
  Marie Zielcke   als Anna
  Hilmi Sözer   als Tarik
  Meral Perin   als Dilek
  Jennifer Ostermann   als Canan
  Sevgi Özdamar   als Mutter Gülbahar
  Meray Ülgen   als Onkel Cengiz
  Martin Glade   als Olaf
  Laura Maire   als Yasemin
  Hülya Duyar   als Hotline-Chefin
  Buket Yeni   als Schuh-Girl Nurten
  Nezâ Selbuz   als PKK-Filiz
  Belhe Zaimoglu   als Stricking-Hülya
  Aykut Kayacik   als Broccoli Ahmet
  Peter Lohmeyer   als Porno-Schneyder
 
Regie:  Torsten Wacker  
Buch:  Kerim Pamuk  
  Daniel Schwarz  
Musik:  Florian Tessloff  
Kamera:  André Lex  
Produzent:  Nina Bohlmann  
  Babette Schröder  
 

Süperseks in der Fotoshow

 

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Features

 

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