
Irgendwo im japanischen Binnenland vor vielleicht hundert Jahren streiten zwei erbittert verfeindete und schwer bewaffnete Parteien um die Macht in einem gottverlassenen Bergwerkstädtchen und ein mysteriösen Goldschatz. Da kommt ein Fremdling von erstaunlichen kämpferischen Fähigkeiten daher und bringt das Gleichgewicht des Schreckens aus der Balance. Beide Seiten versuchen, den Düstermann für sich zu gewinnen, doch der kocht lieber sein eigenes Süppchen und spielt die Feinde gegeneinander aus.
"Für eine Handvoll Dollar" war nur eine Variation des japanischen Schwertkampfabenteuers "Yojimbo", und "Django" nur eine Variation von "Für eine Handvoll Dollar". Nun schließt sich quasi der Kreis, wenn der japanische Skandalfilmer Takashi Miike ("Audition") seinerseits "Django" bemüht für sein mit englisch radebrechenden Nippon-Stars bevölkertes, surreal anmutendes Hauen und Stechen vor Kulissen wie Bad Segeberg mitsamt einleitendem Vorwort von Quentin Tarantino (der sich hier für Miikes Gastspiel in "Hostel" revanchiert).