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Leihvideo
Erhältlich seit:
03.12.2007
Großbritannien 2007
Laufzeit: 103 Min.
FSK: ab 12
Rose Byrne
Cliff Curtis
Chris Evans
Regie: Danny Boyle
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

Danny Boyle und Alex Garland blicken weit mehr als nur "28 Days Later" in die Zukunft. Ihre Dystopie um die sterbende Sonne bietet zunächst viel faszinierende Science mit spektakulärer Effektarbeit, später reichlich spirituelle Fiction.
Zum dritten Mal bündeln Boyle und Autor Garland ihre Kräfte und führen die Tradition britischer Dystopien fort, die sie mit obigem Horrorhit im Alleingang wiederentdeckt haben. Das Ergebnis ist in vielen Bereichen eine hochmoderne Version von "2001 - Odyssee im Weltraum": 50 Jahre in der Zukunft beginnt die Sonne zu sterben und ihr atomares Feuer zu verlöschen, weshalb die Erde von einem Eispanzer bedeckt wird. Eine erste Mission ist bereits gescheitert, nun ist die achtköpfige Besatzung der "Icarus II" die letzte Hoffnung der erfrierenden Menschheit. Die Astronauten sitzen auf einer riesigen Nuklearbombe, mit der die ins Stottern geratene Kernfusion der Sonne wieder angetrieben werden soll.
Der Film setzt kurz vor dem Moment ein, als die Crew die Todeszone passiert, wo der Sonnenwind keinen Funkverkehr zur Erde mehr erlaubt. Längst nagt der kosmische Wahnsinn an der Besatzung. Boyle fängt die fast introspektive Stimmung an Bord mit trancigem Soundtrack ein, wechselt zwischen kühlen und heißen Bildern. Die Sonne ist ein bedrohlicher Feuerball, der von einem überdimensionierten Parabolschild abgehalten wird, hinter dem das Raumschiff als Antrieb steckt.
Als man die seit Jahren verschollene Vorgängermission entdeckt und eine Kurskorrektur wagt, unterläuft dem Navigator ein folgenschwerer Fehler. Der Sonnenschutz wird beschädigt und muss repariert werden - der Anfang einer nicht enden wollenden Serie von fatalen Unglücken. Schon beim schweißtreibenden Weltraumspaziergang auf dem Schild verglüht ein Astronaut im gleißenden Flammenmeer der Sonne.
Beim Rendezvous mit dem Schwesterschiff à la "2010" mischt Boyle Subliminalbilder der verschollenen Crew ein, während sich die Handlung Richtung "Event Horizon" verlagert und einen Horrorfilm mit Slasher-Anteilen - ein verbrannter Madman streift durch die Gänge - aus kosmischem Wahnsinn gebiert. Der rührt von dem sterbenden Stern her, der apokalyptische Bedrohung, zugleich aber auch mythische Anziehungskraft ist, die den Verstand raubt. Generell bleibt dem Astronauten der Zukunft nur die Wahl zwischen Verglühen oder Schockfrosten - der Tod kommt schnell, grausam und in immer rascherer Frequenz. Ein Mangel an Action und Thrill herrscht nach dem behäbigen Anfang nicht mehr. Spätestens da driftet die rationelle, seriöse Hard SF ins Irrationale eines wilden Alptraums ab, der in einer Epiphanie gipfelt. Dem Mut, so abgehoben zu sein, gilt Respekt. Man mag das wahlweise genial oder wirr finden, auf jeden Fall ist es weit aufregender als Darren Aronofskys "The Fountain".
Zuvor möchte man fast glauben, Arthur C. Clarke habe das Drehbuch verfasst, das von faszinierendem Scientismus ist, der im Bereich des technisch noch Vorstellbaren liegt - wie der modulare Aufbau des Raumschiffs, eine Mischung aus ISS und der Kreation aus Kubricks übermächtigem Klassiker. Oft wird das zum atemberaubenden Erlebnis, etwa beim Merkur-Transit über den gigantischen Feuerball der Sonne oder einem Flug über Merkurs zerkraterte Oberfläche. Allein die Dimensionen des Raumschiffs sind gewaltig und werden als Attraktion zum Sattsehen präsentiert. Wie viele andere: Ob visualisierte Berechnungen und Simulationen, ob Sauerstofffeuer oder das Knarren des Metalls bei Manövern - die Details stimmen. Auch wenn sich Boyle und Garland manche künstlerische Freiheit nehmen (woher kommt die künstliche Schwerkraft?), bieten sie auf der Höhe ihrer Kunst eine originelle Vision.
tk.
| Darsteller: | Rose Byrne | als Cassie | |
|---|---|---|---|
| Cliff Curtis | als Searle | ||
| Chris Evans | als Mace | ||
| Troy Garity | als Harvey | ||
| Cillian Murphy | als Capa | ||
| Hiroyuki Sanada | als Kaneda | ||
| Mark Strong | als Pinbacker | ||
| Michelle Yeoh | als Corazon | ||
| Benedict Wong | als Trey | ||
| Regie: | Danny Boyle | ||
| Buch: | Alex Garland | ||
| Musik: | John Murphy | ||
| Kamera: | Alwin H. Kuchler | ||
| Produzent: | Andrew Macdonald | ||
Sunshine in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch dts, Englisch dts HD 5.1, Spanisch dts
Tonformat: dts
Untertitel: Deutsch, Spanisch, Dänisch, Engl. f. Hörg., Finnisch, Norwegisch, Schwedisch
Bildformat: 1:2,35/16:9
Extras: Audiokommentare, Trailer, Entfallene Szenen, Web-Produktions-Tagebuch, Kurzfilme, Teaser
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