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Sunshine - Ein Hauch von Sonnenschein

International besetzte, über drei Generationen beobachtete ungarische Familienchronik.


Sunshine - Ein Hauch von Sonnenschein

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Erhältlich seit:
05.12.2000

Originaltitel: Sunshine

Drama

Ungarn/Deutschland/Kanada/Österreich 1999
Laufzeit: 173 Min.
FSK: ab 12

Ralph Fiennes
Rosemary Harris
Rachel Weisz

Regie: István Szabó
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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Sunshine - Ein Hauch von Sonnenschein

Das zwischen Glück, Erfolg und Tragödien schwankende Leben der jüdischen Familie Sonnenschein, erzählt über einen Zeitraum von drei Generationen: Ignatz, der pragmatische Jurist, der die Geburt Österreich-Ungarns begleitet. Adam, sein olympisch-athletischer Sohn, der mit den Faschisten konfrontiert wird. Und schließlich Ivan, Ignatz' politisch engagierter Enkel, der unter der kommunistischen Diktatur zu leiden hat und schließlich realisiert, dass die einzige Treue, für die es sich zu kämpfen lohnt, die Treue zu sich selbst ist.

In diesem elegischen Familienepos breitet István Szabó ("Mephisto") die gesamte ungarische Geschichte von 1867 bis 1956 aus. Ralph Fiennes ("Der englische Patient") verkörpert jeweils die Hauptfigur der einzelnen Generationen, neben ihm glänzen unter anderem Rachel Weisz, Deborah Kara Unger und William Hurt. In dem hochwertigen Schauspielerfilm, der zugleich auch als komprimiertes Geschichtslexikon funktioniert, werden bewegende Geschichten von Liebe und Tod, von Einsicht und Verblendung, von Anpassung und Rebellion erzählt.

Sunshine - Ein Hauch von Sonnenschein

Mit einer dreistündigen, nach Typ und darstellerischer Qualität exzellent besetzten Familien- und Landesgeschichte meldet sich István Szabó acht Jahre nach "Süße Emma, liebe Böbe" wieder im Kino zurück. Er präsentiert eine kanadisch-ungarisch-deutsche Großproduktion, die in der Tradition von Vorbildern wie De Sica oder Lean Individualgeschichte und Politik zu Epochenporträts verknüpft. Internationales Ansehen ist diesem Comeback sicher, das nicht Nischenakzeptanz, sondern das große Publikum sucht und angesichts der Namen auch mit Erfolg belohnt werden könnte.

Szabó, der mit Israel Horovitz auch das Drehbuch schrieb, stellt sich einem schier unmöglichen Vorhaben: eine, ungeachtet ihrer monarchischen, republikanischen, faschistischen oder kommunistischen Form, entmenschlichte Politik anhand dreier Generationen einer ungarischen Familie zu beobachten. Und obwohl dieser Anspruch den Film oft zwingt, vom Beginn der Donaumonarachie bis zum Fall des Eisernen Vorhangs, durch Geschichte und Biographien zu hetzen, verfehlt er weder seine unaufdringlich aufklärende noch seine unterhaltende Wirkung. Das Skript zeigt Reife, lässt Widersprüche und unsympathische Züge auch in den Hauptfiguren zu, verzichtet auf Überzeichnungen. Dass am Ende die Lehre - das Glück, den Hauch von Sonnenschein in jedem auch noch so erbärmlichen Leben zu suchen - etwas naiv wirkt, sieht man dem konfliktreichen Film gerne nach. Die Fundamente für seine Philosophie findet das mehrdeutig betitelte Werk vor allem in der liberalen Prinzipientreue und Lebensfreude von Valerie Sonnenschein (Jennifer Ehle, ein in jeder Hinsicht überzeugender Klon von Meryl Streep), die mit ihren beiden Cousins im Kaiserreich aufwächst. In der ersten von insgesamt drei Rollen spielt Ralph Fiennes ("Der englische Patient") einen loyalen Monarchisten, der sich nur einmal der Anpassung, die in der Namensänderung gipfelt, widersetzt, als er seine Cousine trotz elterlichem Widerstand heiratet. Die Beziehung zeugt zwei Söhne, scheitert aber schließlich mit dem Reich, an das sich Fiennes verkauft hatte, ohne die Entfremdung von seiner Frau zu bemerken. Verblendet ist auch sein unpolitischer Sohn Adam (wiederum Fiennes), der zwischen den Kriegen als Fechter zum Nationalhelden aufsteigt, aber trotz der Konvertierung zum Christentum seiner jüdischen Herkunft wegen im Arbeitslager interniert wird, wo er in der schockierendsten Szene des Films zu Tode gequält wird. Sein erneut von Fiennes verkörperter Sohn, der Erzähler, erlebt nach Kriegsende, wo im nun kommunistischen Ungarn die Juden erneut verfolgt werden, die Wiederholung der Geschichte, findet schließlich aber im Lebensrat seiner Großmutter (Rosemary Harris, großartig wie ihre Tochter Jennifer Ehle) seine Mitte.

Obwohl Szabó mit diesem Film mächtig Luft holt, geht ihm bis zum Ende die Luft nicht aus. Auch wenn nicht alles funktioniert (etwa die deplaziert wirkenden Schreibtisch- und Naturakte Deborah Kara Ungers) und die Visualisierungskraft eines David Lean, der Intimes und Episches so vortrefflich zu harmonisieren verstand, unerreicht bleibt. kob.

Sunshine - Ein Hauch von Sonnenschein

Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis kehrt Ivan Sors (Ralph Fiennes) in das Haus seines Urgroßvaters Emmanuel Sonnenschein zurück. Er macht sich auf die Suche nach einem verschollenen Rezeptbuch, das die Ingredienzen eines besonderen Kräuterelixiers beinhaltet. Der delikate Schnaps, der als Heilmittel für so manches Leiden galt, verhalf einst seiner Familie zu Reichtum. Doch anstelle des Buches, trifft Ivan auf verworrene Geschichten aus der Vergangenheit. Geschichten voller Sehnsucht, Leidenschaft und Betrug.


Drei Epochen, drei Geschichten, drei Lebensabschnitte: Oscarpreisträger István Szabó (MEPHISTO) erzählt die bewegende Geschichte einer jüdischen Familie in Ungarn, die drei Generationen hindurch - von 1840 bis hin zur ungarischen Revolution im Jahre 1956 - gegen politische Machthaber, gesellschaftliche Barrikaden und innere Zwiespälte anzukämpfen hat und doch immer wieder zusammenhält.
Europäischer Filmpreis 1999
Kanadischer Genie Award 2000

Quelle: Studiocanal

Starinfos: Interviews (mit ausblendbaren Untertiteln), Trailer, Special Menü Design - Diamond Edition

Quelle: Studiocanal

Darsteller:  Ralph Fiennes   als Ignatz Sonnenschein/ Sors/ Sonnenschein
  Rosemary Harris   als Valerie Sors, alt
  Rachel Weisz   als Greta Sors
  Jennifer Ehle   als Valerie Sonnenschein , jung/ Sors
  Molly Parker   als Hannah Wippler Sors
  Deborah Unger   als Carola
  James Frain   als Gustave Sonnenschein , jung/ Sors
  John Neville   als Gustave Sors, alt
  Miriam Margolyes   als Rose Sonnenschein
  David de Keyser   als Emmanuel Sonnenschein
  Mark Strong   als Istvan Sors
  William Hurt   als Andor Knorr
  Bill Paterson  
  Rüdiger Vogler  
  Hanns Zischler  
 
Regie:  István Szabó  
Buch:  István Szabó  
  Israel Horovitz  
Musik:  Maurice Jarre  
Kamera:  Lajos Koltai  
Produzent:  Robert Lantos  
  András Hámori  
 

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