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Kaufvideo
Erhältlich seit:
05.12.2000
Originaltitel: Sunshine
Ungarn/Deutschland/Kanada/Österreich 1999
Laufzeit: 173 Min.
FSK: ab 12
Ralph Fiennes
Rosemary Harris
Rachel Weisz
Regie: István Szabó
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

Mit einer dreistündigen, nach Typ und darstellerischer Qualität exzellent besetzten Familien- und Landesgeschichte meldet sich István Szabó acht Jahre nach "Süße Emma, liebe Böbe" wieder im Kino zurück. Er präsentiert eine kanadisch-ungarisch-deutsche Großproduktion, die in der Tradition von Vorbildern wie De Sica oder Lean Individualgeschichte und Politik zu Epochenporträts verknüpft. Internationales Ansehen ist diesem Comeback sicher, das nicht Nischenakzeptanz, sondern das große Publikum sucht und angesichts der Namen auch mit Erfolg belohnt werden könnte.
Szabó, der mit Israel Horovitz auch das Drehbuch schrieb, stellt sich einem schier unmöglichen Vorhaben: eine, ungeachtet ihrer monarchischen, republikanischen, faschistischen oder kommunistischen Form, entmenschlichte Politik anhand dreier Generationen einer ungarischen Familie zu beobachten. Und obwohl dieser Anspruch den Film oft zwingt, vom Beginn der Donaumonarachie bis zum Fall des Eisernen Vorhangs, durch Geschichte und Biographien zu hetzen, verfehlt er weder seine unaufdringlich aufklärende noch seine unterhaltende Wirkung. Das Skript zeigt Reife, lässt Widersprüche und unsympathische Züge auch in den Hauptfiguren zu, verzichtet auf Überzeichnungen. Dass am Ende die Lehre - das Glück, den Hauch von Sonnenschein in jedem auch noch so erbärmlichen Leben zu suchen - etwas naiv wirkt, sieht man dem konfliktreichen Film gerne nach. Die Fundamente für seine Philosophie findet das mehrdeutig betitelte Werk vor allem in der liberalen Prinzipientreue und Lebensfreude von Valerie Sonnenschein (Jennifer Ehle, ein in jeder Hinsicht überzeugender Klon von Meryl Streep), die mit ihren beiden Cousins im Kaiserreich aufwächst. In der ersten von insgesamt drei Rollen spielt Ralph Fiennes ("Der englische Patient") einen loyalen Monarchisten, der sich nur einmal der Anpassung, die in der Namensänderung gipfelt, widersetzt, als er seine Cousine trotz elterlichem Widerstand heiratet. Die Beziehung zeugt zwei Söhne, scheitert aber schließlich mit dem Reich, an das sich Fiennes verkauft hatte, ohne die Entfremdung von seiner Frau zu bemerken. Verblendet ist auch sein unpolitischer Sohn Adam (wiederum Fiennes), der zwischen den Kriegen als Fechter zum Nationalhelden aufsteigt, aber trotz der Konvertierung zum Christentum seiner jüdischen Herkunft wegen im Arbeitslager interniert wird, wo er in der schockierendsten Szene des Films zu Tode gequält wird. Sein erneut von Fiennes verkörperter Sohn, der Erzähler, erlebt nach Kriegsende, wo im nun kommunistischen Ungarn die Juden erneut verfolgt werden, die Wiederholung der Geschichte, findet schließlich aber im Lebensrat seiner Großmutter (Rosemary Harris, großartig wie ihre Tochter Jennifer Ehle) seine Mitte.
Obwohl Szabó mit diesem Film mächtig Luft holt, geht ihm bis zum Ende die Luft nicht aus. Auch wenn nicht alles funktioniert (etwa die deplaziert wirkenden Schreibtisch- und Naturakte Deborah Kara Ungers) und die Visualisierungskraft eines David Lean, der Intimes und Episches so vortrefflich zu harmonisieren verstand, unerreicht bleibt. kob.
Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis kehrt Ivan Sors (Ralph Fiennes) in das Haus seines Urgroßvaters Emmanuel Sonnenschein zurück. Er macht sich auf die Suche nach einem verschollenen Rezeptbuch, das die Ingredienzen eines besonderen Kräuterelixiers beinhaltet. Der delikate Schnaps, der als Heilmittel für so manches Leiden galt, verhalf einst seiner Familie zu Reichtum. Doch anstelle des Buches, trifft Ivan auf verworrene Geschichten aus der Vergangenheit. Geschichten voller Sehnsucht, Leidenschaft und Betrug.
Drei Epochen, drei Geschichten, drei Lebensabschnitte: Oscarpreisträger István Szabó (MEPHISTO) erzählt die bewegende Geschichte einer jüdischen Familie in Ungarn, die drei Generationen hindurch - von 1840 bis hin zur ungarischen Revolution im Jahre 1956 - gegen politische Machthaber, gesellschaftliche Barrikaden und innere Zwiespälte anzukämpfen hat und doch immer wieder zusammenhält.
Europäischer Filmpreis 1999
Kanadischer Genie Award 2000
Quelle: Studiocanal
Starinfos: Interviews (mit ausblendbaren Untertiteln), Trailer, Special Menü Design - Diamond Edition
Quelle: Studiocanal
| Darsteller: | Ralph Fiennes | als Ignatz Sonnenschein/ Sors/ Sonnenschein | |
|---|---|---|---|
| Rosemary Harris | als Valerie Sors, alt | ||
| Rachel Weisz | als Greta Sors | ||
| Jennifer Ehle | als Valerie Sonnenschein , jung/ Sors | ||
| Molly Parker | als Hannah Wippler Sors | ||
| Deborah Unger | als Carola | ||
| James Frain | als Gustave Sonnenschein , jung/ Sors | ||
| John Neville | als Gustave Sors, alt | ||
| Miriam Margolyes | als Rose Sonnenschein | ||
| David de Keyser | als Emmanuel Sonnenschein | ||
| Mark Strong | als Istvan Sors | ||
| William Hurt | als Andor Knorr | ||
| Bill Paterson | |||
| Rüdiger Vogler | |||
| Hanns Zischler | |||
| Regie: | István Szabó | ||
| Buch: | István Szabó | ||
| Israel Horovitz | |||
| Musik: | Maurice Jarre | ||
| Kamera: | Lajos Koltai | ||
| Produzent: | Robert Lantos | ||
| András Hámori | |||
Sunshine - Ein Hauch von Sonnenschein in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Bio- und Filmografien, Interview, Trailer
Starinfos: Interviews (mit ausblendbaren Untertiteln), Trailer, Special Menü Design - Diamond Edition
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Als Sohn eines Architekten und einer Malerin schloss Fiennes seine Ausbildung an der Royal Academy of Dramatic Arts ab, wurde Mitglied der...
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